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10.12.2018
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Die neue Provinzleitung der Mauritzer Franziskanerinnen.

Die neue Provinzleitung der Mauritzer Franziskanerinnen (v.l.): Schwester Otgundis Aagten, Schwester Herbertis Lubek (Provinzoberin), Schwester Hiltrud Vacker (Provinzvikarin), Schwester Verelda Tepe und Schwester Reinlind Böcker.

Neue Provinzleitung bei Mauritzer Franziskanerinnen gewählt

"Nöte der Menschen liegen auf der Straße"

Münster. Die Mauritzer Franziskanerinnen haben eine neue Provinzleitung. Die 33 Delegierten der deutschen Ordensprovinz wählten am Donnerstag (22.08.2013) beim Provinzkapitel im Mutterhaus des Ordens in Münster Schwester M. Herbertis Lubek zur neuen Provinzoberin und Schwester M. Hiltrud Vacker zur neuen Provinzvikarin (Stellvertreterin der Provinzoberin). Als Provinzrätinnen gehören ab jetzt Schwester M. Otgundis Aagten, Schwester M. Verelda Tepe und Schwester M. Reinlind Böcker dem neuen Leitungsteam an.

Wie die neue Provinzoberin Schwester Herbertis betonte, geht es beim Provinzkapitel, das noch bis Samstag tagt, um mehrere für den Orden wichtige Themen: das geistliche Leben der Schwestern, ihre Sendung in der heutigen Zeit, Brennpunkte des Apostolats, die Gewinnung  neuer Mitglieder sowie die Weggemeinschaft mit den assoziierten Mitgliedern, Laien, die im Alltag nach den franziskanischer Idealen leben. "Ein großes Anliegen sind  uns auch die Vernetzung mit den anderen Ordensprovinzen sowie mit den anderen Ordensgemeinschaften und den Bistümern", unterstrich Schwester Herbertis.

"Materiell betrachtet, sind wir alle nicht arm."

In einer reichen Gesellschaft sei es schwer, nach dem franziskanischen Ideal arm zu leben, räumte ihre Stellvertreterin Schwester Hiltrud ein. "Materiell betrachtet, sind wir alle nicht arm. Da kommt es für jede Schwester darauf an, die eigene Bedürftigkeit wahrzunehmen und in Einfachheit und Anspruchslosigkeit zu leben."

Darüber hinaus spiele die Bewahrung der Schöpfung, der Einsatz für den Umweltschutz, eine große Rolle, fügte Schwester Verelda hinzu. "Beim Duschen, Waschen, Auto-Fahren und Heizen gehen wir ganz bewusst mit den Ressourcen um", sagte die Provinzrätin.

Alkoholismus, Drogensucht, Einsamkeit, Burn out, Gott- und Sinnsuche

Wie die Provinzleitung hervorhob, spielt die Arbeit im Krankenhaus heutzutage fast keine Rolle mehr. "Es gibt dort noch kleine Zellen von Schwestern, die seelsorgliche Dienste leisten, aber in der Pflege und Leitung ist keine mehr", erklärte die Provinzoberin. "Die Mitarbeiterinnen in den Krankenhäusern sind aber so geprägt, dass es franziskanisch weitergeht", so Schwester Herbertis. Zweimal jährlich würden für die Mitarbeiterinnen der 13 Krankenhäuser in Trägerschaft der Franziskus-Stiftung Fortbildungsveranstaltungen abgehalten, bei denen der franziskanische Geist  an sie weitergegeben werde.  "Das kommt sehr gut an", sagte Schwester Herbertis. "Wir  haben stets 100 bis 120 Teilnehmer."

An die Stelle der Krankenpflege sind für die Schwestern andere Aufgaben getreten: das Engagement für Aids-Kranke, die Gefängnisseelsorge, die Versöhnungs- und Friedensarbeit  sowie das Zeugnis-Geben und die Gastfreundschaft. "Die Nöte der Menschen – unter anderem Alkoholismus, Drogensucht, Einsamkeit, Burn out, Gott- und Sinnsuche - liegen auf der Straße", urteilt Schwester Hiltrud.

Kontrast zur Gesellschaft

Eine große Herausforderung stellt die Pflege der eigenen Mitschwestern in den insgesamt fünf Alten- und Pflegeheimen dar, liegt das Durchschnittsalter der Schwestern in der deutschen Provinz doch bei 78 Jahren. "Auch im Alter geht das Ordensleben weiter", betonte Schwester Otgundis, die in einem Nordwalder Altenheim tätig ist. "Wie wir mit Krankheit,  Gebrechen und Alter umgehen, das soll auch ein Kontrastprogramm zu dem sein, was in der Gesellschaft oft üblich ist."

Das Provinzkapitel ist das höchste beschlussfassende Organ der deutschen Ordensprovinz, zu der 558 Schwestern in 52 Konventen gehören. Vom 8. bis 18. September wird sich das Sachkapitel anschließen, in dem über Schwerpunkte und wichtige Sachfragen beraten und entschieden wird.

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Text: Gerd Felder | Foto: Gerd Felder
23.08.2013

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