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11.12.2018
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Ordensforum

Schwestern im Gespräch beim Ordensforum.

Ordensforum 2013: "Internationales Ordensleben bei uns?!"

Einblick in die Vielfalt der Gemeinschaften im Bistum

Bistum. "Wir wollen gemeinsam in der Vielfalt den Weg des Glaubens gehen", sagte Hannah Schulz, Ordensreferentin im Bischöflichen Generalvikariat Münster, am Samstag (09.03.2013) im Marienhaus in Münster. Dort waren mehrere hundert Ordenschristen zum Ordensforum 2013 zusammengekommen. Es stand unter dem Leitsatz "Internationales Ordensleben bei uns?!".

Bereits beim Stehkaffee zu Beginn zeigte sich die Vielfalt der Orden im Bistum: "Schau dir die vielen verschiedenen Trachten an", sagte eine Schwester. "Das zeigt sehr schön die Vielzahl an Orden, die wir vertreten." Auch die Lebenskonzepte der Kongregationen sind vielfältig. An zehn Stationen tauschten sich die Ordenschristen darüber aus.

Sprache als Schwierigkeit

Die indischen "Daughters of St. Thomas" leben in Münster-Amelsbüren und arbeiten im Alexianer-Krankenhaus. Demgegenüber versteht sich die französische Gemeinschaft "Soeurs de l'Agneau" als Bettelorden. Seit fünf Jahren leben sechs "Schwestern vom Lamm" in Kevelaer; sie versuchen, eine Balance zwischen Mission und Gemeinschaft zu leben, erklärte die Kleine Schwester Félicité. Die Schönstätter Marienschwestern hingegen arbeiten in der Gemeinde-, Kranken- und Altenpastoral sowie in der Bildungsarbeit. In ihrem Provinzhaus in Borken leben und wirken indische und deutsche Schwestern gemeinsam.

Vor allem die Sprache sei immer noch etwas schwierig, sagte die 27-jährige Schwester Nirmal. Vor einem Jahr ist sie von Indien nach Münster-Amelsbüren gekommen. Im Alexianer-Krankenhaus macht sie eine Ausbildung in der Krankenpflege, in Nordindien hat sie zuvor drei Jahre in einem Kindergarten gearbeitet. "Es ist ein schönes Gefühl, den Leuten zu helfen", beschrieb Schwester Nirmal. Die Begegnung mit den Menschen bestätige sie in ihrem Tun.

Schwester Beena lebt bereits seit 13 Jahren in Deutschland. Auch sie gehört zu den "Daughters of St. Thomas" in Amelsbüren. Sie habe sich erst umgewöhnen müssen, zum Beispiel an die Essgewohnheiten wie das Butterbrot am Abend. Sie lächelt entschuldigend: "Wir essen in Indien eigentlich drei Mal warm." Mittlerweile seien solche Anfangsschwierigkeiten natürlich Vergangenheit.

"Wir wollen die kleinen Orte"

Vollkommen kontemplativ und missionarisch leben die "Soeurs de l'Agneau". Der Orden entstand 1983 in der Begegnung von Dominikanern und Franziskanern, sein Leitsatz lautet "Auch wenn ich verletzt bin, werde ich niemals aufhören zu lieben". Die französische Gemeinschaft versteht sich von der Kirche hinausgesandt als Bettelschwestern, sagte die Kleine Schwester Félicité.

Mittags bitten sie und die anderen fünf Schwestern an den Türen der Kevelaerer um Essen. "Wenn die Leute uns etwas holen und wieder zur Tür kommen, sind sie verändert", beschrieb die Kleine Schwester Pascal. In Kevelaer hat der Orden aus einer alten Schmiede eine Kapelle gebaut, durch Spenden finanziert. "Wir wollen die normalen und kleinen Orte", sagte die Kleine Schwester Félicité. "Die kleine Wahl des Alltags verbindet uns mit allen Ärmeren und unseren Mitschwestern in der ganzen Welt."

Vielfalt auch beim Mittagessen

Die Schönstätter Marienschwestern bauen an jedem Ort, an dem sie eine Einrichtung haben, zunächst ein Heiligtum. "Das Heiligtum ist für uns Schwestern Heimat", sagte Schwester Maria Rincy. In Deutschland und Indien sind die Grundstrukturen gleich, in Indien jedoch sei alles etwas bunter. Im Provinzhaus in Borken leben zurzeit 260 deutsche und indische Schwestern. "Die unterschiedlichen Mentalitäten sind sehr schön, man kann sich gut ergänzen", erklärte Schwester Maria Rincy.

Vielfalt spiegelte sich auch beim Mittagessen. Neben deutscher Suppe gab es französische Blätterteigtaschen mit Pilzen und Erbsen und das indische Mehlgebäck Achappam. Die anschließende Messe im syro-malabarischen Ritus ermöglichte den Schwestern einen Einblick in die Liturgie der indischen Thomaschristen. Im Zentrum stehen bei dem Ritus die Verehrung des Heiligen Geistes und die Opfergabe Jesu am Kreuz.

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  1. Öffnet internen Link im aktuellen FensterÜbersicht: Orden

Text: Kirstin Oelgemöller | Foto: Kirstin Oelgemöller
10.03.2013

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