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15.11.2018
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Dom

Blick in das Gewölbe des Hochchors im St.-Paulus-Dom.

Der St.-Paulus-Dom in Münster wird wiedereröffnet

"Er hat unheimlich gewonnen"

Bistum. "Ich war fasziniert." Dompropst Josef Alfers konnte seine Begeisterung nicht leugnen, als er von seinem ersten Besuch im St.-Paulus-Dom berichtete, nachdem die Gerüste abgebaut worden waren. Auf den ersten Blick habe sich äußerlich zwar nicht viel verändert, so der "Hausherr" der Kathedrale auf der Pressekonferenz zum Abschluss der Sanierungsarbeiten am Mittwoch (06.02.2013) in Münster . "Er hat aber unheimlich gewonnen, ein wunderbare Ausstrahlung bekommen." Er freue sich sehr darauf, dass der Dom am Samstag (16.02.2013) mit einer Pontifikalvesper wiedereröffnet werden könne.

Fast 1.000 Tage waren 15 Planungsbüros und 51 Handwerksbetriebe mit insgesamt etwa 350 Arbeitern eingebunden, um das knapp 750 Jahre alte Bauwerk außen und innen zu renovieren. Eine ereignisreiche Bauphase seit Juni 2010 liege hinter allen Beteiligten, gestand Alfers. Aber auch eine "dringend notwendige". Denn in vielen Bereichen habe es massiven Restaurierungs-Bedarf gegeben. "Bis hin zu Kupferblechen, die vom Dach in die Tiefe zu stürzen drohten."

Fasziniert (v.l.): Domkustos Udo Grote, Architektin Monika Göddeker, Dompropst Josef Alfers und Dombaumeister Georg Wendel.

Ort der Identifikation

Er habe in der Bauzeit noch einmal deutlich spüren können, wie sich Münsteraner, aber auch Menschen aus den angrenzenden Regionen mit dem Dom identifizierten, sagte der Dompropst. "Er bedeutet vielen etwas – als markantes Bauwerk, aber auch als geistlicher Ort." Er habe deshalb anfangs auch nur mit einigen "Bauchschmerzen" die 470 Tage akzeptieren können, in denen der Dom geschlossen war und die Gottesdienste in der benachbarten Liebfrauen-Überwasser-Kirche stattfinden mussten.

Bei der Finanzierung des voraussichtlich insgesamt etwa 14 Millionen Euro teuren Projekts habe man eine "Punktlandung" hingelegt, sagte Dombaumeister Georg Wendel auf der Pressekonferenz. "Wir hatten von Beginn an keine Indizien, das wir über diese Zahl hinausgehen müssen." Dass sich die Summe nach einer sehr frühen Schätzung noch erhöht habe, erklärte Wendel mit der Innenrenovierung, die deutlich umfangreicher ausgefallen sei, "etwa im Bereich der Akustik, des Lichts oder der neuen Grablege".

Bedeutende Teilprojekte

Diese Punkte hob auch der Projektsteuerer Stefan Schopmeyer bei seinen Erklärungen zu den Teilarbeiten heraus. Die neue Grablege im Westchor des Doms mit dem Zugang über die Kapelle im Südturm habe nun 18 Grabnischen für die münsterschen Bischöfe, so der Architekt. Die neue Beleuchtung der Kathedrale ermögliche sowohl eine optimale Ausleuchtung der Zelebrations- und Sitzbereiche als auch die Akzentuierung der Architektur des Doms. Und die neu konzipierte Lautsprecheranlage sowie die Verbesserung der Übertragung für Hörgeschädigte soll künftig eine verbesserte Akustik in allen Bereichen des Doms schaffen. Zudem sei am Uhrenportal ein barrierefreier Zugang für Menschen mit Behinderung geschaffen worden.

Die weitreichenden Bau- und Pflegearbeiten, die unter anderem auch die Aufarbeitung und Reinigung der Kunstwerke beinhalteten, würden den Dom in einen Zustand versetzen, in dem er für etwa 30 Jahre nicht mehr renoviert werden müsse, erklärte Wendel. Zu den leichten Verzögerung des Bauzeit – eigentlich habe man schon zu Weihnachten 2012 den Dom wiedereröffnen wollen – sei es durch die archäologischen Funde im Bereich des Westchors als auch in der Sakristei gekommen.

Ein Vormittag lang "Dom pur"

Etwas Besonderes hat sich das Domkapitel für den Tag vor der offiziellen Eröffnung mit der Pontifikalvesper einfallen lassen: Am Freitag (15.02.2013) können Besucher den Dom von 9 bis 12 Uhr einmal ohne Bänke und weitere Ausstattung, quasi als pures Bauwerk, erleben. Eine Idee, die so ganz nach dem Geschmack von Dompropst Alfers ist: "Sie werden sehen, dass sich äußerlich gar nicht so viel verändert hat – aber die Ausstrahlung ist eine ganz andere geworden."

Zahlen zum Projekt

Etwa 26.000 Kubikmeter Gerüst standen im Inneren der Kathedrale.
10.000 Quadratmeter Wand- und Gewölbefläche wurden gereinigt und neu gekälkt.
Bei den Außenarbeiten wurden etwa 5.500 Quadratmeter Kupferdach erneuert.
Für die neue Licht-, Strom- und Akustikanlage wurden 24 Kilometer Kabel verlegt.
Die Bauzeit vom 7. Juni 2010 bis zum 15. Februar 2013 wird 985 Tage betragen.

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  12. Öffnet internen Link im aktuellen FensterBistumshandbuch: St. Paulus-Dom

Text: Michael Bönte | Fotos: Michael Bönte
06.02.2013

    1. Bistumshandbuch: St.-Paulus-Dom

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