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11.12.2016
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Demming

Weihbischof Alfons Demming.

Zum Tod von Weihbischof em. Alfons Demming

Seelsorger aus Leidenschaft

Bistum. In den letzten Wochen und Tagen schwanden die Kräfte von Weihbischof em. Alfons Demming zusehends. Ein langes Herz- und Nierenleiden forderte ihn bis zuletzt. Aber auch in den schweren Tagen der Krankheit war sein Glaube ungebrochen. "Es ist schon eine große Freude und Grund zur Dankbarkeit, so alt zu werden." Die Worte des 84-Jährigen zeugen von seiner Gewissheit, dass Gott seine letzten Lebensjahre mit seinem Segen krönte.

Über seine Krankheiten sprach Demming, der 1998 gesundheitsbedingt aus dem aktiven Weihbischofsdasein ausschied, offen, ohne viel Wehklagen, dafür aber mit Humor: "Wenn ich nach meinem Gesundheitszustand gefragt werde, sage ich immer: 'Ich gehe schlecht, aber mir geht's gut.'" Es ist diese Art von heiterer Gelassenheit, die Demming auszeichnete. Sie gründete in seinem Gottvertrauen und in der Gewissheit, in der kirchlichen Gemeinschaft einen Ort des Glaubens und des Vertrauens zu haben.

Einfach "Pastor" sein

Demming war Priester und Seelsorger aus Leidenschaft. "Ich wüsste keinen Beruf, der den Menschen mehr als erfüllen kann, wenn er mit dem Herzen dabei ist", sagte er über seine Berufung, ganz in den Dienst der Kirche zu treten. Als er 1968 Pfarrer der Gemeinde St. Johannes Baptist in Altenberge wurde, wollte er einfach als "Pastor" seinen Dienst tun. In Altenberge fand er eine Pfarrei, die ihm schnell vertraut wurde, eine Heimatgemeinde, "in der man ein bisschen Boden unter die Füße bekommt", wie er sagte, als ihn 1977 die Mitteilung erreichte, Papst Paul VI. habe ihn zum Weihbischof ernannt.

Man darf Alfons Demming glauben, dass er gern weiterhin einfach "Pastor" geblieben wäre. Es fiel ihm damals sichtlich schwer, sich von seiner Gemeinde zu lösen. "Wenn der Bischof meint, ich könnte als Weihbischof den Gemeinden helfen, dann tue ich das. Dafür habe ich mein 'adsum' ("Ich bin bereit") gesagt. Mehr kann man nicht verlangen von einem Priester, als dass er tut, was er kann."

Menschenfreundlichkeit Gottes überbringen

In seiner großen Bistumsregion Borken-Steinfurt war er rastlos unterwegs. Mehr als 40.000 Kilometer legte er Jahr für Jahr in seiner Region zu Firm- und Visitationsreisen zurück. Gottesdienste, Zusammenkünfte mit Pfarr­gemeinderäten, Kirchenvorständen, Seelsorgerinnen und Seelsorgern, Katechetinnen und Katecheten, Jugendgruppen, Verbänden und unzählige Begegnungen mit Gemeindemitgliedern prägten seinen Bischofsdienst. Er habe "etwas von der Menschenfreundlichkeit Gottes überbringen" wollen, bemerkte er später.

Seine Freude an der Liturgie erlebten viele Gläubige bei seinen Gottesdiensten im St.-Paulus-Dom, wo er 16 Jahre lang als Domdechant wirkte.

Stiftung für Afrika

Im wahrsten Sinn des Worts war Alfons Demming ein bescheidener Mensch, der sich an den kleinen Dingen des Lebens erfreuen konnte. Freude an Blumen und an der Gartenarbeit waren ein Ausgleich zum Dienst.

Als er 2007 sein 30-jähriges Bischofsjubiläum feierte, wünschte er sich nur eins: eine Spende für junge Menschen in Afrika, die es nicht leicht haben, Perspektiven für sich zu entwickeln und für die eine berufliche Ausbildung der Beginn eines selbstbestimmten Lebens ist. Aus diesem Grund gründete er vor vielen Jahren auch die Stiftung "Afrikahilfe".

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Text: Johannes Bernard | Foto: Michael Bönte
01.11.2012

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