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21.10.2018
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Fatima-Madonna in Welling-Hook.

Beschattete von einer Birke: die Fatima-Madonna in Welling-Hook.

Mein Denkmal und ich (497): Die Fatima-Madonna in Welling-Hook

Bildstock mit Familienanschluss

Dingden. Der Platz vor dem Bildstock ist mit Natursteinplatten gepflastert, und ein farbiges Blumenbeet belebt diesen Ort. Er ist von Büschen eingefasst und von den Ästen einer riesigen Trauerbirke überdacht. Die Nachbildung der Muttergottes von Fatima wird von schützendem Eichenholz umrahmt. Die Statue erinnert an jenen portugiesischen Wallfahrtsort, in dem die Muttergottes wiederholt drei Hirtenkindern erschien. Diese Nachbildung steht in der Dingdener Bauerschaft Lankern, genauer in Welling-Hook. Deshalb heißt der Bildstock bei den Anwohnern auch "Wellings Muttergottes".

Johannes Kleine Hitpaß

Errichtet wurde der Andachtsplatz am Ende des Marianischen Jahres im Oktober 1954. Die Fatima-Madonna schuf der Bocholter Künstler Emil Ebert. Aus Dankbarkeit, dass ihre Bauerschaft im Zweiten Weltkrieg weitestgehend von Zerstörungen verschont blieb, schlossen sich mehrere Familien zusammen. Sie stellten den Bildstock auf, den Pfarrer Ignaz Wessing segnete. Beteiligt waren die Familien Klein-Hitpaß (Hof Welling), Heßling (Hof Hüttermann), Klötgen, Weyers, Essingholt und Klein-Hitpaß (Hof Lankermann).

Diese Familien und deren Nachkommen pflegen noch heute den Bildstock und sorgen für den Blumenschmuck. Sie wechseln sich jährlich ab. In regelmäßigen Abständen findet dort eine Mai-Andacht statt, die in diesem Jahr von der Kolpingsfamilie Dingden gestaltet wurde. "Unsere Familie hat in diesem Jahr die Anlage gepflegt. Unsere Tochter Anja hilft bei der Pflege des Blumenbeets", sagt Elisabeth Klein-Hitpaß. Ihr Mann, der 75-jährige Johannes Klein-Hitpaß, ist stolz darauf, dass diese Tradition von Generation zu Generation weitergegeben wird. Immerhin hat das Ehepaar elf Enkelkinder.

Die heutige Fatima-Madonna ist nicht mehr die aus dem Jahr 1954. Sie wurde im Sommer 1985 gestohlen. Ein Ersatz wurde im selben Jahr in Kevelaer gekauft.

"Ich nutze diesen Platz, mich zu besinnen. In unserem Alter hat die Andacht vor dem Bildstock eine immer tiefere Bedeutung", sagt Johannes Klein-Hitpaß. "Bete und tue Buße" steht auf dem Sockel des Bildstocks. Dieser Spruch ist von den Bewohnern der Bauerschaft aufgegriffen worden und wird bei verschiedenen Anlässen verwendet. Stirbt ein Gemeindeglied, dann steht dieser Spruch auf dem Totenzettel.

Buchhinweis:

Mein Denkmal und ich
140 Seiten, 14,80 Euro
ISBN: 978-3-941462-30-4
dialogverlag Münster, 2010
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Text: Maria Nienhaus | Fotos: Maria Nienhaus in Kirche+Leben
10.09.2016

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