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10.12.2018
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Lembeck

Schwester Therese-Maria (l.) und Schwester Elisabeth begrüßen die Gäste vor der Kapelle des Karmels in Dorsten-Lembeck.

Rund 60 Häuser und Gemeinschaften beteiligen sich

"Tag der offenen Klöster": Einblicke im ganzen Bistum

Bistum / Dorsten-Lembeck. Kopfschüttelnd, als könne sie es gar nicht glauben, stand Schwester Sara von den Karmelitinnen an der Tür des Klosters St. Michael in Dorsten-Lembeck (Kreisdekanat Recklinghausen), als sie die zwei Dutzend Interessierten sah, die am Samstag (05.05.2012) aus Anlass des ersten "Tags der offenen Klöster im Bistum Münster" Kloster und Kapelle besuchen wollten.

"Man kennt das Gebäude, aber man fährt immer vorbei", sagte Werner Rümping aus Altendorf-Ulfkotte. Der "Tag der offenen Klöster" bot nun Einblicke: Schwester Sara informierte über den Orden, sein Entstehen und Wirken sowie über den Tagesablauf der Schwestern im Kloster, in dem das Gebet im Mittelpunkt steht. Daneben wird im Haus und Garten gearbeitet. Gesprochen wird nicht viel, zu manchen Zeiten gar nichts.

Das Gebet im Mittelpunkt

Vierzehn Schwestern zwischen 35 und 85 Jahren, die Hälfte jenseits der 60, widmen sich gemäß den Ordensregeln Jesus, wobei sie Stärkung, Trost und Freude im gemeinsamen und persönlichen Gebet und in geistlichen Lesungen suchen und finden. Der Orden habe keinen Gründer, aber er berufe sich auf den Propheten Elia, sagte Schwester Sara: "Wir leben in Zellen, jede einzelne für sich und doch in der Gemeinschaft mit den anderen, die sich wie Waben um Jesus in der Mitte scharen."

Sich berufend auf die heilige Theresia von Avila leben die Schwestern im Kloster St. Michael nicht nur von der Arbeit, sondern von den Stunden des stillen Gebetes, dessen vielfältige Verrichtung zwischen 5.40 Uhr und dem Abend die Schwestern immer wieder betonten. Ferner das Schweigen bei Tisch und tagsüber bis zum Morgen, wenn vor dem Frühstück das Brevier gelesen wird. Eine Ausnahme im Wochenablauf bildet der Donnerstag: Dann darf abends der Fernseher laufen, die Schwestern schauen Nachrichten, Tierfilme und Natursendungen.

Zurückgezogen und offen

Zutritt zum Wohnbereich der Schwestern und zur Klausur hatten die Besucher nicht. Dennoch zeigten sich die zumeist weiblichen Gäste beeindruckt vom Leben in Zurückgezogenheit, aber mit Computer und eigener Internetseite, von Gebet und Devotionalienverkauf, vom Leben in Gemeinschaft und Bescheidenheit. Schwester Sara beantwortete manche Frage, auch zum eigenen Lebensweg ins und im Kloster. Und die zum finanziellen Unterhalt des Klosters. Durch den Verkauf eines zu groß gewordenen Klostergebäudes in Bonn-Pützchen habe der Orden Geld für Notfälle zurücklegen können. Das Leben in Lembeck, Miete und Unterhalt des Hauses würden durch die Einnahmen des Klosterladens und durch Spenden finanziert.

"Es war sehr interessant", sagte Maria Vennebusch (63). "So habe ich es mir nicht vorgestellt: Stilles Gebet und Laptop. Das ist doch ideal!" Henny Fleischer (48) schilderte Eindrücke: "Schweigen im Haus und Öffnung nach draußen, Psalmen in der Kapelle und fröhliches Halleluja." Doris Sprenger aus Dorsten-Rhade gefiel, "dass die Karmelitinnen sich der neuen Zeit öffnen".

Nach dem Vortrag und dem virtuell-visuellen Gang durch das Kloster ließen sich die Besucher in der St.-Michaelis-Kapelle, im "Herzstück des Karmel", von Schwester Elisabeth in das Psalmengebet einführen. Die Karmelitinnen kamen 1997 in das ehemalige St. Michaelis-Stift nach Lembeck.

Der "Tag der offenen Klöster"

Erstmals luden die Ordensgemeinschaften, Säkularinstitute und Geistlichen Gemeinschaften im Bistum Münster zu einem "Tag der offenen Klöster" ein. Rund 60 Häuser beteiligten sich und boten Möglichkeiten zu Begegnung, Gespräch und gemeinsamen Gebet. kirchensite.de berichtet beispielhaft aus zwei Klöstern: aus dem Karmel St. Michael in Dorsten-Lembeck und aus Essen im Oldenburger Land.

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Text: Maria Nienhaus | Foto: Maria Nienhaus
06.05.2012

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