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11.12.2018
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Ordensjubilare

Weihbischof Stefan Zekorn (l.) und Bischof Felix Genn bei der Spendung des Segens.

Tag der Ordensjubiläen

Bischof Genn: Kirche dankt für Dienst der Ordenschristen

Bistum. Bischof Felix Genn hat allen Ordensjubilaren im Bistum Münster gedankt. "Dieser Tag ist ein Ausdruck der Dankbarkeit der Kirche von Münster für Ihren Dienst", sagte Genn am Dienstag (24.04.2012) beim Tag der Ordensjubiläen in Münsters Überwasserkirche. "Der tiefste Grund der Dankbarkeit ist dabei, dass Sie sich dem Leben mit Christus geweiht und gewidmet haben." Am Pontifikalamt nahmen 95 Ordensleute teil, von denen die große Mehrheit das Goldene (50 Jahre) oder Diamantene Jubiläum (60 Jahre) feierte.

Genn verwies auf die Auf-, Um- und Abbrüche in der Kirche der letzten Jahrzehnte. Dabei hätten die Silberjubilare schon ganz andere Gegebenheiten vorgefunden als diejenigen mit höheren Jubiläen. "Doch was ist in all diesen Jahren gleich geblieben, was hat sich durchgehalten?", fragte der Bischof. Das sei die Sehnsucht nach einer Grundnahrung, die bleibe, weil sie von Gott komme, ewiges Leben in sich trage und kein Verfallsdatum besitze.

Auch die Jünger Jesu hätten wissen wollen, woher Jesus die Kraft habe, eine nicht verderbliche Speise zu versprechen. Wie einst Mose das Volk in der Wüste mit dem Manna gespeist habe, so habe Jesus versprochen, dass er eine Speise habe, die vom Vater komme. "In Ihrem Dienst haben Sie manchen Menschen dieses Brot gegeben – auch in Form von Heilung, Zuwendung, Fürsorge und Bildung", sprach Genn die Ordensleute an.

Bekenntnis zu Christus

"Auch Sie haben Menschen getroffen, bei denen Sie spürten: Sie brauchen noch mehr, nämlich eine Grundnahrung, die ihnen Hoffnung und Zuversicht gibt." Dabei hätten die Ordensjubilare auf ihre eigene Herzenssehnsucht zurückgreifen können, "denn in uns allen lebt diese Sehnsucht nach dem Mehrwert".

In dieser Sehnsucht aber stecke zugleich das Bekenntnis zu Christus als dem Brot des Lebens. Insofern hätten die Menschen zur Zeit Jesu zu Recht die Bitte um ewiges Brot ausgesprochen, denn selbst das Manna in der Wüste sei letzlich eine verderbliche Speise gewesen. "Jesus aber ist das Wort Gottes live", unterstrich der Bischof. "Diesem Wort haben Sie ihr Leben gewidmet."

Überfülle der Liebe

Darin äußere sich zugleich ein Übermaß der unentgeltlichen Liebe, eine Überfülle, die Gott in seiner Liebe als Brot in Jesus Christus schenke. Zwar könnten die heutigen Menschen oft nicht verstehen, was ein Leben in Armut, Keuschheit und Gehorsam überhaupt solle, räumte Genn ein. "Aber was ihnen als Verschwendung erscheinen mag, ist in Ihrem Inneren eine klare Antwort der Liebe und eine überschwengliche Dankbarkeit", lobte der Bischof. Am Ende der Eucharistiefeier empfingen die Ordenchristen den Einzelsegen von Bischof Genn, Weihbischof Dieter Geerlings und Weihbischof Stefan Zekorn.

Schwester Thoma, Salvatorianerin aus Warendorf, die in diesem Jahr ihr 50-jähriges Ordensjubiläum feiert, zeigte sich "sehr berührt und ermutigt" von der Feier. "Es ist schade, dass keine jungen Menschen mehr zu uns stoßen", bedauerte die Ordensschwester, die demnächst die Warendorfer Niederlassung, die aufgelöst werden soll, verlassen und in ein Mönchengladbacher Ordenshaus umziehen wird. "Wir werden immer weniger, aber noch leben wir, und ich will meine ganze Kraft weiter einsetzen."

Optimistisch gab sich Schwester Santhi Rose, die zur indischen Anbetungsgemeinschaft in Cloppenburg gehört und in der Krankenpflege arbeitet. "Der Bischof hat mir aus dem Herzen gesprochen, was die Sehnsucht nach dem ewigen Brot angeht. Ich bin sehr glücklich in meiner Ordensgemeinschaft. Die Zukunft der Kirche liegt unter anderem in Indien!"

Gemeinsame Zeit

An das Pontifikalamt schloss sich ein gemeinsames Mittagessen im Priesterseminar Borromaeum an. Danach konnten die Teilnehmer zwischen einem virtuellen Rundgang durch die Ausstellung "Goldene Pracht" oder eine Zeit der gestalteten Anbetung in der Kapelle des Priesterseminars wählen.

Die Jubilare kamen aus den Gemeinschaften der Steyler Missionsschwestern, der Schwestern von der Göttlichen Vorsehung, der Mauritzer Franziskanerinnen, der Clemensschwestern, der Hiltruper Missionsschwestern, der Salvatorianerinnen, der Schwestern vom Guten Hirten, der Schwestern Unserer Lieben Frau, der Herz-Jesu-Missionare, der Franziskanerinnen von Lüdinghausen, der Klarissen, der Kapuziner und der Schwestern von der Ewigen Anbetung.

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Text: Gerd Felder | Foto: Gerd Felder
24.04.2012

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