Anzeige:
Werbung

kirchensite.de | Online mit dem Bistum Münster: Nachrichten aus der Kirche, katholischer Glaube, Spiritualität, Heiligenlexikon, Veranstaltungen, Seelsorge, Fürbitte, Bibelarbeiten, Dossiers.

. . . . .
Seite: Aktuelles
22.09.2018
Artikel drucken
Logo kirchensite.

Feierliche Eröffnung der Ausstellung "Goldene Pracht" in Münster

Eintauchen in die Welt des Mittelalters

Münster. Mit einem Festakt ist am Samstag (25.02.2012) in der Überwasserkirche in Münster die Ausstellung "Goldene Pracht - Mittelalterliche Schatzkunst in Westfalen" eröffnet worden. Bis zum 28. Mai präsentieren die Domkammer der Kathedralkirche St. Paulus und das LWL-Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte mehr als 300 Exponate des 10. bis 16. Jahrhunderts.

"Die Ausstellung bietet einen einzigartigen Einblick in die Spiritualität und Frömmigkeit der Menschen im Mittelalter. Die Werke der Goldschmiedekunst zeugen durch ihre Schönheit, Kostbarkeit und den künstlerischen Aufwand vom praktizierten Glauben der Stifter und Kunsthandwerker. Für die Ehre Gottes war das Kostbarste gerade gut genug", sagte Bischof Felix Genn in seiner Begrüßung der mehr als 800 Gäste aus Politik, Kultur, Kirchen und Wissenschaft.

Das Bistum Münster fühle sich verpflichtet, das kulturelle Erbe zu bewahren und ein Bewusstsein für die Frömmigkeitsgeschichte zu schaffen. Bischof Genn erinnerte an den Wert sakraler Kunst und an die Bedeutung liturgischer Gefäße: "Die Kirche feiert jeden Tag Liturgie. Kreuze und Kelche sind oft Jahrhunderte alt. Und auch in der heutigen Zeit entsteht neue sakrale Kunst für die Liturgie."

"Immerwährendes Gedenken"

Warum Kaiser und Bischöfe, Adlige und Bürger wertvolle Werke stifteten, erläuterte  Gerd Althoff, Professor für die Geschichte des Mittelalters am Exzellenzcluster "Religion und Politik" der Universität Münster: "Die Prachtentfaltung diente der Ehre Gottes und der Heiligen. Dafür kam nur das Kostbarste in Frage: Gold, Silber und Edelsteine. Die Einarbeitung von Reliquien zeugte von der Nähe zu den Heiligen." Ziel der Stifter sei es gewesen, ein "immerwährendes Gedenken" zu sichern. "Mit der Gabe eines kostbaren Kelchs war man auf Dauer im Gottesdienst präsent. Man ging davon aus, dass Stiftungen sich positiv auf die Chance auswirkten, ewige Seligkeit zu erlangen", erklärte Althoff.

Stolz auf das Zustandekommen der Ausstellung, eines Kooperationsprojekts des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL), des Bistums Münster und des Exzellenzclusters "Religion und Politik" der Universität Münster, zeigten sich der Oberbürgermeister der Stadt Münster, Markus Lewe, und LWL-Direktor Wolfgang Kirsch. "In Westfalen wurden im Mittelalter kuturelle Höchstleistungen vollbracht", meinte Kirsch über die prachtvollen Schreine und filigranen Schmuckstücke. Lewe erwähnte die jahrhundertelange Blütezeit in Westfalen, die man lange übersehen habe. Die Rektorin der Universität Münster, Professorin Ursula Nelles, wünschte der Ausstellung mit ihren einzigartigen Werken spätmittelalterlicher Goldschmiedekunst ein breites Publikum.

Musikalisch mit Werken des Spätmittelalters umrahmt wurde der Festakt von der Capella Ludgeriana und dem Knabenchor am Dom zu Münster unter der Leitung von Andreas Bollendorf. Moderiert wurde der Abend vom Direktor des Landesmuseums, Hermann Arnhold, und dem Direktor der Domkammer, Udo Grote.

Mehr zum Thema in kirchensite.de:

  1. undefinedAusstellung wird eröffnet (23.02.2012)
  2. undefinedRestaurator Peter Bolg bei der Arbeit (24.02.2012)

Text: Johannes Bernard
26.02.2012

    1. Peter Bolg arbeitet die Kunstwerke auf
    1. Ausstellung "Goldene Pracht" eröffnet am Wochenende

Das Evangelium hören

Service für Sie

Facebook

RSS-Feed Topnews

Öffnet internen Link im aktuellen FensterNewsticker für Ihr Web


Anzeigen-Sonderthema


Heiligenlexikon in "kirchensite.de"

im Heiligenkalender können Sie nach Monaten blättern. Oder wählen Sie hier nach Buchstaben aus:

 

Kontakt

  kirchensite-Redaktion:
  redaktionkirchensite.de

  Technik:
  technikdialogverlag.de

Dialogversand