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01.10.2016
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Rundgang

Wolfgang Kirsch, Norbert Kleyboldt, Hermann Arnhold (v.l.) und weitere Gäste beim einem ersten Rundgang durch die Ausstellung.

Kleyboldt: Viele Exponate sind einzigartig

Ausstellung "Goldene Pracht" eröffnet am Wochenende

Münster. Kostbare Goldschmiedekunst von internationalem Rang ist ab Sonntag (26.02.2012) in Münster in der Ausstellung "Goldene Pracht – Mittelalterliche Schatzkunst in Westfalen" zu sehen. Die bis 28. Mai gezeigte Schau im LWL-Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte und in der Domkammer der Kathedralkirche St. Paulus präsentiert auf 1.500 Quadratmetern mehr als 300 herausragende Goldschmiedearbeiten des 10. bis 16. Jahrhunderts. Zu sehen sind prachtvolle Schreine und Kelche, edelsteinbesetzte Kreuze und Schmuckstücke.

"Viele Exponate sind einmalig und einzigartig. Sie zeigen die Pracht westfälischer Goldschmiedekunst, die lange Zeit kaum beachtet wurde. Wir wollten diese Schätze heben und einem breiten Publikum nahe bringen“, sagte Generalvikar Norbert Kleyboldt am Donnerstag (23.02.2012) vor Journalisten.

"Kultur erlebbar machen"

Bei der Präsentation handelt es sich um ein Kooperationsprojekt der Diözese Münster, des Landesmuseums für Kunst und Kulturgeschichte des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL) und des Exzellenzclusters "Religion und Politik" der Universität Münster. Die Kooperationspartner und mehrere Stiftungen haben für das Kulturprojekt von Weltrang insgesamt 2,4 Millionen Euro investiert.

Kleyboldt stellte heraus, dass es eine "gemeinsame Verantwortung“ von Land, Kommunen, Stiftungen und Kirche gebe, Kultur erlebbar und erfahrbar zu machen. Dem Publikum wünschte er Interesse am hohen Niveau der westfälischen Kunst- und Kirchenschätze. LWL-Direktor Wolfgang Kirsch meinte: "Mit diesen Werken glänzt Westfalen. Die westfälische Kunst im Mittelalter war hervorragend." Für den Direktor der Domkammer, Udo Grote, bietet die Schau Einblicke in die religiöse Welt des Mittelalters: "Die Bedeutung von Reliquien und Stiftungen wird anschaulich erklärt."

Das Logo der Ausstellung.

Gold war gerade gut genug

Für den Historiker Professor Gerd Althoff vom Exzellenzcluster berichten die Kunstschätze von einer fremd gewordenen christlichen Frömmigkeit: "Als Gegenleistung für wertvolle irdische Gaben erhofften sich die Menschen des Mittelalters das Seelenheil und, dass Gott ihre Zeit im Fegefeuer verkürze." Das kostbarste Material, das Gold, sei gerade gut genug gewesen, um Gott und die Heiligen zu ehren. Almosen-Spenden für Arme und Stiftungen sakraler Gegenstände hätten als wirkungsvolle Mittel gegen Sündenregister im Jenseits gegolten, da sie mit Messfeiern und Gebeten für die Stifter belohnt wurden.

Der Direktor des Landesmuseums, Hermann Arnhold, versprach einen "spannenden Rundgang" durch die Museumsräume: "Er beginnt mit der Bedeutung der Farbe Gold, die das Sinnbild für das Göttliche und Ewige war, und endet mit der vielschichtigen Bedeutung des Kirchenschatzes, der auch immer von Zerstörung bedroht war."

Breites Begleitprogramm

Höhepunkte der Präsentation sind die Thronende Muttergotttes aus Walcourt, vergoldete Emailplatten aus dem "British Museum" und der Marienschrein aus Tournai in Belgien. Parallel zur Ausstellung finden zahlreiche Vorträge, Mitmach-Workshops für Kinder und Erwachsene sowie das Musikfestival "Musica Sacra" statt.

Die Ausstellung ist dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr geöffnet, donnerstags bis 21 Uhr. Eröffnet wird sie am Samstag (25.02.2012). Beide Ausstellungsorte sind an diesem Abend von 19.30 bis 22 Uhr geöffnet, dann ist der Eintritt frei.

Mehr zum Thema in kirchensite.de:

  1. undefinedPeter Bolg arbeitet die Kunstwerke für die "Goldene Pracht" auf (24.02.2012)
  2. undefinedMittelalterliche Kunst im modernen Gewand (17.02.2012)

Mehr zum Thema im Internet:

  1. Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.goldene-pracht.de
  2. Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.bistum-muenster.de (Video zur Ausstellung)

Text: Johannes Bernard | Fotos: Johannes Bernard, pd
23.02.2012

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