
Arbeit mit Demenzkranken in einem Pflegeheim.
Neher begrüßt Verbesserungen für ambulante Pflege
Caritas: Demenzkranke in Pflegeheimen nicht vergessen
Osnabrück. Der Deutsche Caritasverband ruft die Bundesregierung auf, pflegebedürftige Demenzkranke in Heimen nicht zu vergessen. Caritas-Präsident Peter Neher begrüßte in der "Neuen Osnabrücker Zeitung" am Freitag (20.01.2012) zwar die von Gesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) angekündigten höheren Leistungen für die ambulante Pflege von Demenzkranken und die Verbesserungen für Angehörige. Neher zweifelte jedoch, ob die genannten rund 1,1 Milliarden Euro Mehrausgaben ausreichen.
Der Caritas-Präsident rief die Koalition auf, endlich den neuen Begriff der Pflegebedürftigkeit umzusetzen, der neben körperlichen auch psychische Beeinträchtigungen berücksichtige. "Schon lange liegt ein Vorschlag auf dem Tisch", sagte Neher. Geplant ist, fünf sogenannte Bedarfsgrade einzuführen. Sie sollen die bisherigen drei Pflegestufen ablösen. Zudem müssten pflegende Angehörige stärker entlastet werden, verlangte Neher. Dafür müssten die Möglichkeiten der Kurzzeit- und Ersatzpflege ausgebaut werden. So lasse sich die Situation im Falle von Erkrankung oder Erschöpfung der pflegenden Angehörigen verbessern.
Wichtig sei auch, das Beratungsangebot für jene Menschen auszubauen, die noch keine Leistungen aus der Pflegeversicherung erhielten, aber eine Unterstützung benötigten. Generell verlangte der Caritas-Präsident für eine menschenwürdige Pflege mehr Geld. Dies könnte nach seiner Ansicht mindestens zum Teil über einen Ausgleich von privater und gesetzlicher Pflegeversicherung finanziert werden.
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KNA Katholische Nachrichtenagentur GmbH | Foto: Norbert Ortmanns
20.01.2012
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