Anzeige:
Werbung

kirchensite.de | Online mit dem Bistum Münster: Nachrichten aus der Kirche, katholischer Glaube, Spiritualität, Heiligenlexikon, Veranstaltungen, Seelsorge, Fürbitte, Bibelarbeiten, Dossiers.

. . . . .
Seite: Aktuelles
25.05.2012
Artikel drucken
Logo kirchensite.
Geld

Der Päpstliche Rat für Gerechtigkeit und Frieden legte ein Finanzmarkt-Papier vor.

Weltweite Aufsichtsbehörde für Kapitalmärkte gefordert

Vatikan verlangt grundlegende Reform des Finanzsystems

Vatikanstadt. Der Vatikan verlangt eine grundlegende Reform des internationalen Finanzsystems und fordert die Gründung einer neuen globalen Behörde zur Regulierung der Kapitalströme. "In einer Welt der schnell voranschreitenden Globalisierung ist eine Weltautorität der einzig angemessene Bezugspunkt, der den neuen Gegebenheiten unserer Zeit und den Bedürfnissen der Menschheit gerecht wird", heißt es in einem am Montag (24.10.2011) veröffentlichten Papier des Päpstlichen Rates für Gerechtigkeit und Frieden.

Die Gründung der Aufsichtsbehörde müsse von den Vereinten Nationen ausgehen, heißt es in dem 41-seitigen Text. Zuvor müsse die internationale Gemeinschaft aber eine "stärkere Fähigkeit zur Annahme bindender Entscheidungen" entwickeln. Ein Papstdokument ist das Papier nach Angaben von Vatikansprecher Federico Lombardi nicht, sondern die Stellungnahme eines Päpstlichen Rates.

Für Finanztransaktionssteuer

Der Text schlägt unter anderem eine Steuer auf Wertpapiergeschäfte und Aktienumschichtungen vor. Diese Steuer könne den Staaten helfen, Finanzreserven zu bilden, um Schulden abzubauen und übernational kriselnde Länder zu stützen. Zugleich bremst die Steuer riskante Finanzgeschäfte, weil sie sie verteuert.

Der Päpstliche Rat dringt auch auf eine deutliche Kapitalerhöhung der Banken – notfalls mit Hilfe öffentlicher Mittel. Als einen Hauptgrund der aktuellen Finanz-, Währungs- und Schuldenkrise nennt das Dokument das unverhältnismäßige Wachstum der Kapitalmärkte im Vergleich zur Wirtschaftsentwicklung.

Ethische Mindeststandards einführen

Die neue Weltfinanzbehörde müsse eine "Logik der Nachhaltigkeit", des Friedens, der Sicherheit, des "gemeinsamen Wohlstandes und des Einvernehmens" vertreten sowie freie, stabile und transparente Märkte garantieren. Nach dem Vorbild nationaler Zentralbanken solle sie den Geldfluss und das System des Währungstausches regeln sowie für die Einhaltung ethischer Mindeststandards sorgen.

Die Neugründung einer globalen Aufsichtsbehörde hält der Päpstliche Rat auch deshalb für nötig, da Institutionen wie der Internationale Währungsfonds an Bedeutung verloren hätten und nicht mehr in der Lage seien, die wachsenden Finanzströme zu kontrollieren. Der Primat der Politik müsse wiederhergestellt werden. Wirtschaft und Finanzwelt müssten auf ihre ursprüngliche Bedeutung reduziert werden und sich ihrer sozialen Verantwortung stellen.

Ferner sprechen sich die Autoren für eine deutlichere Abgrenzung des risikoreichen Investment-Bankings vom normalen Kreditgeschäft aus. Diese Unterscheidung ermögliche eine wirksamere Disziplinierung von "Schattenmärkten", die ohne jede Kontrolle und Grenze seien.

Politische Weltautorität

Die neue Finanzbehörde müsse der erste Schritt sein auf dem Weg zu einer politischen Weltautorität, heißt es in dem Papier. Eine solche hatte Benedikt XVI. bereits 2009 in seiner Enzyklika "Caritas in veritate" gefordert. Schon damals hatte der Papst als ein wünschenswertes Ziel die bessere Steuerung der Weltwirtschaft benannt. Zudem solle die politische Weltautorität für Frieden und Abrüstung sorgen, Ernährungssicherheit und Umweltschutz gewährleisten sowie die Migrationsströme regulieren.

Das Papier sei als Impuls für die Verantwortlichen der Welt und alle Menschen guten Willens gedacht, sagte der Präsident des Päpstlichen Rats für Gerechtigkeit und Frieden, Kardinal Peter Kodwo Appiah Turkson. Er verwies insbesondere auf den Gipfel der Staats- und Regierungschefs der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer am 03. und 04.11.2011 im südfranzösischen Cannes: "Wir wollen die Welt zum Nachdenken provozieren."

Mehr zum Thema in kirchensite.de:

  1. undefinedEnzyklika: Benedikt XVI. fordert politische Weltautorität (07.07.2009)

Text: Jens Joest und Öffnet externen Link in neuem FensterKNA Katholische Nachrichtenagentur GmbH | Foto: Gerd Altmann, Öffnet externen Link in neuem Fensterpixelio.de
24.10.2011

Schwerpunktthema

Vom 16. bis 20. Mai 2012 findet in Mannheim der 98. Deutsche Katholikentag statt. Er steht unter dem Leitwort "Einen neuen Aufbruch wagen".

Vorlagen für Maiandachten

Ein besonderer kirchensite.de-Service: Wir bieten Ihnen eine Reihe von Vorschlägen für Andachten zur Muttergottes im Monat Mai zum Herunterladen an.

Neues Seelsorgekonzept

Im Bistum Münster wird derzeit ein neuer Diözesanpastoralplan erstellt. Er soll Schwerpunkte der Seelsorge benennen. Ein erster Entwurf steht zum Herunterladen bereit.

Kommunionempfang

Erzbischof Robert Zollitsch setzt sich weiterhin dafür ein, dass Katholiken auch nach Scheidung und Wiederheirat die Kommunion empfangen können.

Wohnungsnotfallhilfe

In einer Wohnung oder einem Haus zu wohnen, ist für Jeden selbstverständlich und lebensnotwendig.

Bibelarbeit

Unterwegs nach Emmaus: Kleopas und sein Freund.

Glaubenswissen

Frömmigkeit - Gesamthaltung des gläubigen Menschen vor Gott.

Durch das Jahr

Liturgie und Brauchtum zu Pfingsten: Ein wenig Geist und viel Frühling.

Heilige und Selige

Das Bistum Münster kann auf viele Frauen und Männer zurückblicken, die ein herausragendes Zeugnis für den christlichen Glauben abgelegt haben.

Dossier: Maria

Maria ist die Mutter Jesu Christi - und hat daher eine besondere Stellung im christlichen Glauben.

Das aktuelle VIDEO...

Grüße vom Katholikentag (1): Aufbruch gelingt ...

Landvolkshochschule

Mit einem Festakt wurde der langjährige Direktor der Landvolkshochschule "Schorlemer Alst", Johannes K. Rücker, in den Ruhestand verabschiedet.

Bischof Felix Genn

Sein Leben – sein Wirken – seine Texte.

Wir beten für Sie!

KLOSTERFÜRBITTE im Monat Mai: St.-Franziskus-Haus in Nordwalde.

Heiligenlexikon

30. Mai: Heilige Johanna von Orléans.

Sterbebegleitung

Wann beginnt das Sterben? Was erwartet mich auf meinen letzten Wegen vor dem Tod? Kann ich mich und meine Verwandten auf diese Wege vorbereiten?

Wallfahrtsorte

Vinnenberg: Muttergottes vom Himmelreich.

Ehegericht

Mit seinen rund 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern beschäftigt sich Offizial Kurt Schulte größtenteils mit so genannten Ehenichtigkeitskeitsverfahren.

Geistlicher Impuls

"Gehet hin in Frieden!"

Glaubens-ABC

Marienverehrung: Magd des Herrn

Marienmonat

Als schönster Monat des Jahres soll der Mai der "schönsten aller Frauen" geweiht sein. Maialtäre und Maiandachten entstammen einer barocken Frömmigkeitstradition.

Regionen

Cosfeld / Recklinghausen.

Kirche von A bis Z

Marienerscheinung: Mittlerrolle der Mutter Jesu

Mit der Bibel leben

Ich bin das A und O.

Verbände

Christliche Arbeiter-Jugend.

Trauerseelsorge

Hilfe bei berufsethischen Fragen.

Service für Sie

RSS-Feed Topnews

Öffnet internen Link im aktuellen FensterNewsticker für Ihr Web

Spruch des Tages

Es ist schön, den Augen dessen zu begegnen, den man soeben beschenkt hat.
Jean de la Bruyére

Reden, Fragen, Antworten finden

im "Haus der Seelsorge" hat man ein offenes Ohr für Sie


Seelsorger im Mai:
Pfarrer Martin Weber.

Seelsorger/-innen

Haus der SeelsorgeHaus der Seelsorge

Heiligenlexikon in "kirchensite.de"

im Heiligenkalender können Sie nach Monaten blättern. Oder wählen Sie hier nach Buchstaben aus:

 

Kontakt

  kirchensite-Redaktion:
  redaktionkirchensite.de

  Lebenshilfe+Seelsorge: 
  Martin Weber
  weberkirchensite.de

  Technik:
  technikdialogverlag.de

Dialogversand