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20.07.2018
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vigil.

Beim Gewitter während des Abendgebets mit Benedikt XVI. in Madrid wurden mehrere Personen verletzt, allerdings keine Münsteraner.

Bistums-Pilger unversehrt - Vorzeitige Heimreise nach Deutschland

Wolkenbruch in Madrid: Papst bricht Vigil-Predigt ab

Madrid. Die Gebetsvigil des Weltjugendtags am Samstagabend (20.08.2011) ist nach einem Gewitter verkürzt worden. Papst Benedikt XVI. musste seine Predigt abbrechen, nach einer Regenpause von 20 Minuten fuhr er mit Grußworten in verschiedenen Sprachen fort. Die eucharistische Anbetung und der sakramentale Segen fanden wie geplant statt.

Die knapp 1.000 Teilnehmer der von Bistum Münster organisierten Weltjugendtags-Tour verließen nach der Vigil den Militärflughafen "Cuatro Vientos" acht Kilometer südwestlich von Madrid, auf dem eigentlich eine Übernachtung vorgesehen war. Die Polizei führte sie zu einer Gaststätte in einem Park eines nahen Ortes. Dort konnten die Jugendlichen sich stärken, die Toilette besuchen und schlafen. Sie traten bereits am frühen Sonntag (21.08.2011) vor der Abschlussmesse die Heimreise an.

Bei dem Gewitter während des Abendgebets von weit über einer Million Menschen wurden mehrere Personen verletzt. Sechs Teilnehmer zogen sich leichte Verletzungen zu, als Gebetszelte durch Sturmböen umstürzten. Alle Bistums-Pilger blieben unversehrt.

Wassermangel und Windschäden

Für ihre frühere Abreise waren neben dem Wolkenbruch spanische Organisationsmängel entscheidend. Viele der 2.000 Trinkwasserzapfstellen auf dem 48 Fußballfelder großen Gelände waren früh erschöpft. An einigen Stellen wurde daraufhin Mineralwasser kostenlos ausgegeben, andernorts kühlte die Feuerwehr mit Löschschläuchen. Karoline Lefert aus Ahaus sagte zu kirchensite.de, sie habe am frühen Abend drei Stunden vergeblich an einer Wasserzapfstelle angestanden, auch nahe Verkaufsstellen seien ausverkauft gewesen.

Windstöße bei der Vigil warfen das Weltjugendtagskreuz und ein Gebetszelt um. Industriekletterer entfernten aus Sicherheitsgründen Teile der Stoffverkleidung des Altarraums. Der Papst verließ das Gelände während des Gewitters nicht.

"Auf Jesus hin orientieren"

"Danke für eure Fröhlichkeit und eure Ausdauer", rief er nach der Regenpause den Pilgern auf Spanisch zu. Auf Deutsch riet er den Jugendlichen, ihre Sehnsüchte nicht ins Leere laufen zu lassen, sondern sich auf Jesus hin zu orientieren. Er sei "der Grund, der trägt".

Die Pilger reagierten unterschiedlich auf den Wolkenbruch. Emilia Müller aus Ahaus berichtete, sie habe unter einem Schirm Schutz gesucht und den Regen "einigermaßen überstanden. Ein Gewitter erlebt man sicherlich nicht nochmal mit 1,5 Millionen Leuten." Jan Veldscholten aus Velen beklagte, der Wolkenbruch habe "die Stimmung ruiniert". Viele Pilger seien enttäuscht gewesen von der Vigil, gewöhnlich ein Höhepunkt der Weltjugendtage. Anna Neider aus Dresden dagegen fand, die Stimmung sei am besten gewesen, als die Feier nach dem Wolkenbruch habe fortgesetzt werden können.

Anbetung in Stille

In der Predigt hatte Benedikt XVI. die Jugendlichen aufrufen wollen, ihr Leben "nicht nach etwas Geringerem" als nach der Wahrheit und Liebe auszurichten. Die Liebe Gottes sei die große Wahrheit des Lebens, hieß es im Manuskript. Am Anfang jeden Lebens gebe es einen "Liebesplan Gottes". Wer in dieser Liebe bleibe, könne nicht anders als im Glauben leben, da dieser nicht das bloße Annehmen abstrakter Wahrheiten sei, sondern "eine innige Beziehung zu Christus".

Die Anbetung des Allerheiligsten in der Vigil erfolgte trotz des vorangegangenen Gewitters in nahezu völliger Stille. In der Nacht konnten die Jugendlichen in 16 Zelten auf dem Flugfeld das Altarsakrament weiter anbeten. Noch nach Mitternacht herrschte großer Andrang.

In den Stunden des Wartens vor der Vigil behandelten die Rettungsdienste nach eigenen Angaben knapp 900 Menschen wegen Übelkeit, Wassermangels und Kreislaufproblemen. Die Lufttemperatur in "Cuatro Vientos" lag bei bis zu 38 Grad Celsius. Rund 30 Pilger kamen ins Krankenhaus, darunter einer mit schwerem Hitzschlag.

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Text: Jens Joest, Katharina Deuling, Marie-Theres Himstedt | Foto: Marie-Theres Himstedt
21.08.2011

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