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17.01.2018
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Familientag

Der "Trommelzauber" einer afrikanischen Gruppe begeisterte beim Kolpingtag vor allem die Kinder.

Bunter Familientag zum Jubiläum des Kolping-Diözesanverbands

Himmlische Freudentränen

Bistum. Nicht einmal der Regen störte: "Weihwasser", kommentierten einige der rund 4.000 Teilnehmer des Familientags zum 150-jährigen Bestehen des Kolping-Diözesanverbands am Sonntag (14.06.2009) in Münster die ersten Tropfen trocken. Nach mehreren Regenstunden darf diese Sicht bezweifelt werden. Vermutlich hat der Himmel Freudentränen vergossen – und das fast pausenlos. Erst beim Abbau der Zelte nach Programmschluss wurde es trocken.

Der Stimmung tat das keinen spürbaren Abbruch. "Klar hätte es sonniger sein dürfen", sagte Friedrich Terhorst (48) aus Sassenberg-Füchtorf. Viel mehr los wäre aber selbst dann kaum gewesen: Die Kolpingsfamilien waren busseweise aus allen Teilen des Bistums gekommen. Zur vorzeitigen Abreise sah trotz zum Teil ergiebiger Schauer keine Gruppe einen Grund.

Im Gegenteil: Auf den Bierbänken unter den eigentlich als Sonnenschutz vorgesehenen Schirmen, unter den Abdächern der Imbiss- und Getränkewagen, in einigen Zelten und unter Dutzenden Regenschirmen rückten Kolpingschwestern und Kolpingbrüder geschwisterlich eng zusammen, man bummelte, klönte, lachte. Schlechte Laune? Beim Kolpingtag?

Familienfeier statt Festakt

Der Diözesanverband Münster, mit 42.500 Mitgliedern in 270 Kolpingsfamilien Deutschlands größter, hatte bewusst auf einen Festakt verzichtet. Im Mittelpunkt sollten die Kolpingsfamilien stehen und die Familie als Lebensform. Deshalb bot das Programm etwas für jedes Alter.

Die Kleinsten erlagen dem "Trommelzauber" einer afrikanischen Gruppe – drei Dutzend Kinder kamen der Aufforderung nach, auf der Bühne mitzutrommeln. Ebenso zauberhaft begeisterte der Steyler Pater Hermann Bickel mit seinen Tricks. Große wie Kleine beklatschten die geschliffen mehrstimmigen Stücke der münsterschen A-Cappella-Sänger "6-Zylinder" und lachten über manchen frechen neuen Text auf bekannte Melodien.

Vortrag und Wettspiele

Großen Anklang gerade bei den etwas Älteren fand der Festvortrag in einem Hörsaal der Universität am Domplatz. Präses Ottmar Dillenburg vom Kolping-Bundesverband dachte dabei darüber nach, wie man heute Werk und Auftrag des seligen Verbandsgründers Adolph Kolping erfüllen könne.

Und die Kolpingjugend? "Wir sind hier, um Spaß zu haben", sagte Manuel Hörmeyer (17) aus Cloppenburg-Emstekerfeld. "Und wollen viele Leute treffen", ergänzte Jana van Stuijvenberg (17) aus Issum am Niederrhein. Groß war am Ende die Freude bei den Emstekerfeldern: Sie entschieden den bistumsweiten Wettbewerb "Kolping kocht" für sich. Mit im Finale standen die Kolpingjugenden Issum, Holdorf und Oelde-Stromberg. Sie hatten bei regionalen Vorrunden mit der leckersten Variante eines einheitlichen Menüs überzeugt: Nach einer Tomatensuppe hatte es Spätzle, Frikadellen und Zigeunersoße gegeben, Tiramisu krönte das Ganze.

Gekocht wurde am Sonntag indes nicht mehr. Getreu der Einsicht "Irgendwie müssen die Kalorien ja wieder verbrannt werden" wurden die Gruppen sportlich aktiv: Sie hüpften in Kartoffelsäcken, als Hühner verkleidet balancierten sie Eier, in einer Staffel versuchten sie, möglichst viel Wasser zum Kochen in einem Topf zu behalten.

Begegnung und Gespräch

Auch in Programmpausen kam keine Langeweile auf: "Man trifft sich, spricht miteinander", beschrieb Brigitte Lechtenberg (63) aus Dorsten. "Die Gemeinschaft tut gut, und der religiöse Hintergrund passt." Viele Festgäste standen noch unter dem Eindruck des Pontifikalamts mit Felix Genn im münsterschen Dom (siehe weiterer Bericht). "Das hat mir sehr gut gefallen", sagte Ursula Eink (70) aus Coesfeld. "Ich kannte auch unseren neuen Bischof noch nicht."

Johannes Norpoth (42) aus Gelsenkirchen-Buer kennt ihn umso besser – er ist Kolping-Diözesanvorsitzender in Genns früherem Bistum Essen. "Ich bin hier, um Kolpingbrüder zu treffen", sagte Norpoth. Auch Karl Schiewerling, der 21 Jahre lang münsterscher Kolping-Diözesansekretär war, zeigte sich überzeugt von der Attraktivität des Verbands: "Es sind die Freunde, es ist die Idee", sie gebe Hilfe auf dem Lebensweg. "Bei Kolping ist man nie allein. Und: Kolping ist man für andere."

Regierungspräsident Peter Paziorek fungierte – neben Weihbischof Franz-Josef Overbeck – als Schirmherr des Jubiläums. Und im "Promi-Café" schenkten kirchliche und gesellschaftliche Größen fair gehandelten Kaffee aus – von Stefan Sühling, dem Leiter der Hauptabteilung Seelsorge im Generalvikariat, über mehrere Landtags- und Bundestagsabgeordnete bis zu Thomas Sternberg, dem Leiter der Bistumsakademie Franz-Hitze-Haus.

Mehr zum Thema in kirchensite.de:

  1. Öffnet externen Link in neuem FensterPontifikalamt zum Kolping-Jubiläum (14.06.2009)
  2. Öffnet internen Link im aktuellen FensterFotostrecke vom Kolping-Jubiläum (14.06.2009)
  3. Öffnet externen Link in neuem FensterZum Beispiel Xanten: Wo Kolping Zulauf hat (13.06.2009)
  4. Öffnet externen Link in neuem FensterEin moderner Familienverband feiert Jubiläum (10.06.2009)
  5. Öffnet externen Link in neuem FensterInterview mit dem Kolping-Diözesanvorsitzenden Dyckhoff (10.06.2009)
  6. Öffnet internen Link im aktuellen FensterBistumshandbuch: Kolpingwerk

Text: Jens Joest | Foto: Jens Joest
14.06.2009

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