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19.09.2018
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Bischofskonferenz

Die deutschen Bischöfe tagen derzeit in Fulda.

DBK-Vollversammlung

Bischöfe für strikte Freiwilligkeit bei Organspende

Fulda. Die Deutsche Bischofskonferenz hat für mehr Organspenden in Deutschland geworben. Die katholischen Bischöfe lehnen aber jeden Zwang ab. Voraussetzung müsse eine ausdrückliche Zustimmung des Spenders oder seiner Angehörigen sein, sagte der Vorsitzende der Unterkommission Bioethik der Bischofskonferenz, Gebhard Fürst, am Donnerstag in Fulda.

Der Rottenburg-Stuttgarter Bischof lehnte auch eine Pflicht der Bürger ab, sich zur Organspende zu äußern. Jeder Zwang löse Ängste aus, so Fürst. Zugleich sprachen sich die Bischöfe für eine verpflichtende Information der Bürger aus. Dazu sollte ein "System kompetenter Beratung" aufgebaut werden, etwa über die Krankenkassen.

Nach Meinung des Augsburger Weihbischofs Anton Losinger, Mitglied im Deutschen Ethikrat, sollte die Haltung zur Organspende auf der Gesundheitskarte eingetragen werden und jederzeit änderbar sein. Eine Eintragung auf dem Führerschein oder Personalausweis bezeichnete er als nicht ideal.

In der Debatte um eine Änderung des Transplantationsgesetzes forderte Fürst ein "Höchstmaß an Transparenz hinsichtlich der Freiwilligkeit" und ein "Höchstmaß an Offenheit" hinsichtlich der Frage des Todeszeitpunkts eines Menschen. Um den Hirntod als Todeszeitpunkt des Menschen gibt es eine Jahrzehnte dauernde Auseinandersetzung. Auch Losinger forderte eine neue transparente Debatte über den Hirntod. Damit werde sich vermutlich auch der Deutsche Ethikrat auf seiner nächsten Jahrestagung befassen. Bislang sehe die Bischofskonferenz aber keine Alternative zum Hirntod-Konzept.

Losinger forderte bessere organisatorische Bedingungen für Krankenhäuser, die sich in der Transplantationsmedizin engagieren. "Derzeit beteiligen sich weniger als die Hälfte der Kliniken an der Meldung potenzieller Organspender", kritisierte er. Gründe seien eine mangelhafte Kostenerstattung, Arbeitsüberlastung, mangelnde Ausbildung und Scheu, mit den Angehörigen über eine Organspende sprechen zu müssen. Der Augsburger Weihbischof sprach sich deshalb für die Einsetzung von Transplantationsbeauftragten in den Kliniken aus. Damit könne der Mangel an Organen vermutlich weitgehend behoben werden.

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Text:Öffnet externen Link in neuem Fenster KNA Katholische Nachrichtenagentur GmbH | Foto: Michael Bönte
06.10.2011

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