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24.05.2012
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Katharina Richter und  Judith Borgelt.

Voller Einsatz ab zwei Uhr Nachts: Katharina Richter (links) aus Ibbenbüren und Judith Borgelt aus Münster.

Helfer vor und hinter den Kulissen

Menschen aus dem Bistum waren beim Papst im Einsatz

Freiburg. Ohne sie ist kein Großereignis in dieser Dimension denkbar: Die ehrenamtlichen Helfer. Papst Benedikt XVI. dankte der Caritas, aber auch allen Ehrenamtlichen, die sich in der Kirche einbringen, ausdrücklich am Sonntag (15.09.2011) in seiner Predigt während der Messe auf dem Flughafengelände. Angesprochen fühlen dürfen sich auch viele Menschen aus dem Bistum Münster. Unter dem Motto "Helfen mit Herz" waren insgesamt 3.000 Ehrenamtliche in der südlichsten Großstadt Deutschlands dabei.

An allen Ecken und Enden werden die Freiwilligen gebraucht: Sie sind zum Beispiel als Ordner und "wandelnde Informationssäulen" unterwegs oder unterstützen die Betreuung von Menschen mit Behinderung. Katharina Richter, die gebürtig aus Ibbenbüren stammt, hat schon auf einigen kirchlichen Großereignissen als Helferin Erfahrungen gesammelt. Dass es dabei immer etwas chaotisch werden kann, ist sie schon gewohnt. Schon um zwei Uhr in der Nacht ging es los, damit die helfenden Hände pünktlich auf dem Flughafengelände ankamen: "Es gab leckeren Tee und der Sonnenaufgang über dem Gelände mit der Bühne war echt schön", berichtet die Medizinstudentin. Ihre Aufgabe an dem Morgen: Menschen einlassen.

Verschiedenfarbige Eingänge stifteten Verwirrung

Die Einladungskarten für die Papstmesse waren komplett in orange gedruckt worden. Es gab aber verschiedenfarbige Zugänge, eine Herausforderungen für die Ordner wie Katharina, die die Karten abstempeln sollten: "Wir haben die Pilger aufgefordert, auch mit den orangen Karten durch den grünen Eingang zu gehen, aber einige waren so verbissen, die haben gesagt: Das glauben wir ihnen nicht, und sind dann den weiten Umweg gelaufen."

Die Stimmung im Team sei trotzdem super gewesen: "Das ist ja immer das besondere bei diesen Einsätzen. Man ist Teil eines Teams und erlebt, wie viele Menschen durch eine Sache vereint werden, egal, was sie sonst trennt", sagt die 23-Jährige, die Medizin in Münster studiert.

Mit 450 Mitwirkenden im Einsatz

Auch beim Gottesdienst dabei, wenn auch mit einer wesentlich liturgisch tragenden Rolle: Die Dommusik des Freiburger Münsters, die von Musikern geleitet wird, die früher im Bistum Münster tätig waren: Boris Böhmann, 1993 bis 2003 Chordirektor in Kevelaer, leitet etwa die Freiburger Domsingknaben. Als Domkapellmeister koordinierte die musikalische Gestaltung mit 450 Mitwirkenden in der Eucharistiefeier und beim Gebet im Freiburger Münster.

Christa Tepe, Britta Fabel und Thomas Fecker (von links) von den Maltesern aus Münster hatten einen relativ ruhigen Einsatz in Freiburg.

Für Domkantorin Martina van Lengerich geht mit der Abreise von Papst Benedikt XVI. ein langes Wochenende zu Ende. Die gebürtige Emsländerin ist die stellvertretende Leiterin der Domsingschule in Freiburg. Van Lengerich war von 1996 bis 2003 Kantorin in St. Laurentius, Coesfeld. Ist es Zufall, dass ihre "alte" Pfarrgemeinde gerade dasselbe Stück einstudierte, wie "ihre" Mädchenkantorei für den Papst?

"Das 'Locus iste' – dieser Ort ist von Gott gemacht" von Anton Bruckner passte sehr gut in das Münster", so das Fazit der Wahl-Freiburgerin. Mit den neun- bis 19-jährigen Sängerinnen wurde auch in den Sommerferien geübt: "Über sechs Wochen kann doch etwas verloren gehen", sagt die Kirchenmusikerin. "Ich denke, es hat ihm gefallen. Papst Benedikt hat jedenfalls aufmerksam zugehört", berichtete Martina van Lengerich. Ein schönes Ereignis, das für die Vorbereitungen entlohnte: "Als wir anschließend aus dem Seiteneingang herauskamen, stand nur zwei Meter von unseren Mädchen entfernt das Papamobil, in dem schon der Papst saß. Das war schon ein Erlebnis."

Malteser hatten ruhigen Einsatz

Zum Glück kein arbeitsreiches Erlebnis wurde der Ausflug nach Freiburg für die Delegation der Malteser aus dem Bistum Münster. Mit einem Stab von insgesamt 150 Maltesern war an dem Messegelände das "Medical Center" eingerichtet worden. Zehn Notärzte standen hier für Unfälle und medizinische Hilfe zur Verfügung, aber wie erhofft blieb alles ruhig. Aufgrund der hohen Temperaturen bekamen bis zum Samstagabend insgesamt 50 vornehmlich junge Besucher der Vigil Probleme und mussten von den Maltesern behandelt werden.

Im "Medical Center" decken die Malteser aus Münster ein breites Leistungsspektrum ab: Von der Führungsunterstützung der Einsatzleitung über die Technik, Feldküche, Presse- und Gästebetreuung bis zur Behandlung von Patienten waren die Münsteraner einsatzbereit. Thomas Fecker, Verbandführer aus Münster, zieht ein positives Fazit. Rund 90 Patienten wurden betreut: "Es ist alles sehr friedlich verlaufen." Und sogar den Papst hätten die Malteser gesehen: im "Medical Center", auf der Leinwand.

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