Anzeige:
Werbung

kirchensite.de | Online mit dem Bistum Münster: Nachrichten aus der Kirche, katholischer Glaube, Spiritualität, Heiligenlexikon, Veranstaltungen, Seelsorge, Fürbitte, Bibelarbeiten, Dossiers.

. . . . .
Seite: Aktuelles
25.05.2012
Artikel drucken
Logo kirchensite.
Papst Benedikt XVI.

Papst Benedikt XVI.

Freudentränen bei der Marienvesper

Otto Banse erlebte in seiner Heimat Eichsfeld den Papst

Etzelsbach/Rosendahl-Darfeld. Er liebt das Münsterland, ist selbst Eichsfelder und nennt Joseph Ratzinger seinen "liebsten Professor" an der münsterischen Universität: Wer könnte den Papstbesuch im Eichsfelder Wallfahrtsort Etzelsbach fachkundiger bewerten als Otto Banse, Pfarrer in Rosendahl-Darfeld? Mit Kolping-Mitgliedern aus dem Bistum Münster hat er am Freitagabend (23.09.2011)an der Marienvesper in Etzelsbach teilgenommen, knapp zwölf Kilometer entfernt von seinem Geburtsort Breitenworbis.

Zwei Wünsche knüpfte der 70-jährige Seelsorger an die Stippvisite des Oberhaupts der katholischen Kirche in seiner Heimat: Benedikt XVI. solle die Treue der Eichsfelder zur Kirche während der DDR-Zeit anerkennen und ihnen Mut machen, auch in Zeiten "des Sittenverfalls und der Schnelllebigkeit" weiterhin zu ihrem Glauben zu stehen. Diese Erwartungen hat der Papst für Otto Banse mehr als erfüllt: "Benedikt XVI. hat den 90.000 Mitfeiernden das Bild der Schmerzhaften Mutter von Etzelsbach ausgedeutet und ihnen die Haltung der Hingabe empfohlen, weil sie auf das Herz Marias und damit auch auf das Herz des Erlösers ausgerichtet ist."

Otto Banse.

Eichsfeld bis heute Heimat

Dem Darfelder Pfarrer ist das Eichsfeld bis heute Heimat geblieben, auch wenn er sich "ganz und gar als Münsterländer" fühlt. Das katholische Kerngebiet in protestantischem Umland im Nordwesten Thüringens sah sich im SED-Staat besonderem staatlichen Druck ausgesetzt. Für den kirchentreuen katholischen Jungen Otto Banse bedeutet das: keine Chance, das Abitur machen. Deshalb begann er eine Bäckerlehre.

Mit 16 Jahren allerdings setzte sich Otto Banse heimlich nach Westdeutschland ab, nicht einmal seine Eltern wussten davon. In der Bundesrepublik führte ihn sein Weg zu den Franziskanern nach Attendorn, später zum Kloster Bardel bei Bad Bentheim. Zufall oder mehr als das? Der Schulrektor war ein Eichsfelder – mehr noch: er stammte aus dem Heimatdorf Banses. Welch ein Glück!

Da Otto Banse zum Zeitpunkt der Flucht noch minderjährig war, hätten seine Eltern von den westdeutschen Behörden seine Rückführung fordern können, wie es die SED-Bonzen mit wachsenden Drohungen verlangten. Die Eltern taten es nicht, denn sie wussten ihren Sohn in guten Händen. Nun auf dem Etzelsbacher Hügel bei der Marienvesper so viele junge Menschen zu sehen, das war für den 70-Jährigen besonders bewegend.

Münsterländischer Pfarrer – auf Eichsfelder Art

Otto Banse wurde münsterländischer Pfarrer, auf Eichsfelder Art in Treue zum Ort: Seit 27 Jahren ist er Pastor der Darfelder, Gedanken ans Aufhören verschwendet er noch nicht. Banse sieht große Parallelen in der Mentalität von Eichsfeldern und Münsterländern: Beide sind nach seiner Erfahrung "beharrlich, beide schätzen die Kirche", vor allem wird alles hier wie dort "kälter gegessen als gekocht".

Auch nach dem Tod der Eltern blieb Banses Kontakt zum Eichsfeld eng. Auf 70 Personen schätzt er den "Familienclan" im Eichsfeld, der selbstverständlich seinen 70. Geburtstag im August ausgiebig feierte, zuvor waren Ende Juni die Geschwister beim 40. Weihetag in Darfeld dabei.

"Eine Grundstimmung voller Freude"

Und jetzt als dritter Höhepunkt in diesem Lebensjahr die Marienvesper mit dem Papst, den er mehr als jeden anderen Professor aus seinem Theologiestudium in Münster schätzt. Und dann noch ein Gottesdienst so ganz nach Eichsfelder Art! Otto Banse beschreibt die typischen Merkmale: "Sehr viel Gesang, marianisch geprägt, eine große Zahl Mitfeiernder, eine Grundstimmung voller Freude."

Unwillkürlich sind Banses Gedanken bei der Vesper zuweilen zurückgeschweift in die vergangenen Jahre, zur frühen Flucht, zu der Zeit der Trennung. Als der Papst die Standhaftigkeit der Eichsfelder gegenüber zwei gottlosen Diktaturen lobte, und ein zweites Mal, als ihm ein Kreuz aus dem Holz eines Grenzpfahls überreicht wurde, erzählt der 70-Jährige freimütig: "Da sind mir die Augen nass geworden." Um gleich anzufügen: "Aus Freude."

Mehr zum Thema in kirchensite.de:

  1. Öffnet internen Link im aktuellen FensterSchwerpunktthema: Deutschlandreise von Papst Benedikt XVI.

Text: Hans-Josef Joest | Foto: Reuters, Michaela Kiepe
24.09.2011

Schwerpunktthema

Vom 16. bis 20. Mai 2012 findet in Mannheim der 98. Deutsche Katholikentag statt. Er steht unter dem Leitwort "Einen neuen Aufbruch wagen".

Vorlagen für Maiandachten

Ein besonderer kirchensite.de-Service: Wir bieten Ihnen eine Reihe von Vorschlägen für Andachten zur Muttergottes im Monat Mai zum Herunterladen an.

Dossier: Maria

Maria ist die Mutter Jesu Christi - und hat daher eine besondere Stellung im christlichen Glauben.

Bischof Felix Genn

Sein Leben – sein Wirken – seine Texte.

Landvolkshochschule

Mit einem Festakt wurde der langjährige Direktor der Landvolkshochschule "Schorlemer Alst", Johannes K. Rücker, in den Ruhestand verabschiedet.

Neues Seelsorgekonzept

Im Bistum Münster wird derzeit ein neuer Diözesanpastoralplan erstellt. Er soll Schwerpunkte der Seelsorge benennen. Ein erster Entwurf steht zum Herunterladen bereit.

Glaubenswissen

Frömmigkeit - Gesamthaltung des gläubigen Menschen vor Gott.

Durch das Jahr

Liturgie und Brauchtum zu Pfingsten: Ein wenig Geist und viel Frühling.

Heilige und Selige

Das Bistum Münster kann auf viele Frauen und Männer zurückblicken, die ein herausragendes Zeugnis für den christlichen Glauben abgelegt haben.

Bibelarbeit

Unterwegs nach Emmaus: Kleopas und sein Freund.

Kommunionempfang

Erzbischof Robert Zollitsch setzt sich weiterhin dafür ein, dass Katholiken auch nach Scheidung und Wiederheirat die Kommunion empfangen können.

Das aktuelle VIDEO...

Grüße vom Katholikentag (1): Aufbruch gelingt ...

Wir beten für Sie!

KLOSTERFÜRBITTE im Monat Mai: St.-Franziskus-Haus in Nordwalde.

Wohnungsnotfallhilfe

In einer Wohnung oder einem Haus zu wohnen, ist für Jeden selbstverständlich und lebensnotwendig.

Sterbebegleitung

Wann beginnt das Sterben? Was erwartet mich auf meinen letzten Wegen vor dem Tod? Kann ich mich und meine Verwandten auf diese Wege vorbereiten?

Marienmonat

Als schönster Monat des Jahres soll der Mai der "schönsten aller Frauen" geweiht sein. Maialtäre und Maiandachten entstammen einer barocken Frömmigkeitstradition.

Verbände

Christliche Arbeiter-Jugend.

Trauerseelsorge

Hilfe bei berufsethischen Fragen.

Heiligenlexikon

30. Mai: Heilige Johanna von Orléans.

Regionen

Cosfeld / Recklinghausen.

Kirche von A bis Z

Marienerscheinung: Mittlerrolle der Mutter Jesu

Glaubens-ABC

Marienverehrung: Magd des Herrn

Geistlicher Impuls

"Gehet hin in Frieden!"

Mit der Bibel leben

Ich bin das A und O.

Wallfahrtsorte

Vinnenberg: Muttergottes vom Himmelreich.

Ehegericht

Mit seinen rund 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern beschäftigt sich Offizial Kurt Schulte größtenteils mit so genannten Ehenichtigkeitskeitsverfahren.

Service für Sie

RSS-Feed Topnews

Öffnet internen Link im aktuellen FensterNewsticker für Ihr Web

Spruch des Tages

Es ist schön, den Augen dessen zu begegnen, den man soeben beschenkt hat.
Jean de la Bruyére

Reden, Fragen, Antworten finden

im "Haus der Seelsorge" hat man ein offenes Ohr für Sie


Seelsorger im Mai:
Pfarrer Martin Weber.

Seelsorger/-innen

Haus der SeelsorgeHaus der Seelsorge

Heiligenlexikon in "kirchensite.de"

im Heiligenkalender können Sie nach Monaten blättern. Oder wählen Sie hier nach Buchstaben aus:

 

Kontakt

  kirchensite-Redaktion:
  redaktionkirchensite.de

  Lebenshilfe+Seelsorge: 
  Martin Weber
  weberkirchensite.de

  Technik:
  technikdialogverlag.de

Dialogversand