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25.05.2012
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Münsterscher Professor bei Austausch in Vatikanbotschaft

Benedikt XVI. bekräftigt Zusammenarbeit mit Muslimen

Berlin. Papst Benedikt XVI. sieht gute Chancen für eine "fruchtbare Zusammenarbeit" zwischen Christen und Muslimen in Deutschland. Bei einem Treffen mit islamischen Vertretern in Berlin appellierte der Papst am Freitag (23.09.2011)zugleich an die deutsche Politik, Religion nicht ins Private abzudrängen, sondern auch die "öffentliche Dimension der Religionsausübung" anzuerkennen. Das gehöre zu einer pluralistischen Gesellschaft, sagte Benedikt XVI., ohne konkreter auf Streitfragen wie den Bau von Moscheen oder Kreuze in öffentlichen Gebäuden einzugehen.

Auch eine pluralistische Gesellschaft könne "ohne einen Konsens über die grundlegenden ethischen Werte" langfristig nicht bestehen, betonte Benedikt XVI. Das Treffen fand in der Berliner Vatikan-Botschaft statt, die inmitten der stark von Muslimen bevölkerten Bezirke Kreuzberg und Neukölln liegt.

"Klima des Respekts und des Vertrauens"

In Deutschland sei zwischen der katholischen Kirche und den muslimischen Gemeinschaften "ein Klima des Respekts und des Vertrauens gewachsen", lobte das Kirchenoberhaupt. Christen und Muslime könnten aus ihrem Glauben heraus ein wichtiges gemeinsames Zeugnis in vielen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens geben.

Das gelte etwa bei der Wertschätzung von Ehe und Familie, beim Schutz des Lebens in all seinen Phasen oder bei der Förderung von Frieden und sozialer Gerechtigkeit. Beide Seiten müssten beständig daran arbeiten, einander besser kennenzulernen und zu verstehen.

Khorchide: Gott für die Menschen konkret erlebbar

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, hob die Bereitschaft der katholischen Kirche hervor, das Zusammenleben von Menschen verschiedener Religionszugehörigkeit zu fördern. Sie wolle für ein offenes interreligiöses Gespräch sorgen und sich gemeinsam mit den Muslimen für Gerechtigkeit und Frieden einsetzen.


Für die Muslime betonte der münstersche Professor für Islamische Religionspädagogik, Mouhanad Khorchide, die Begegnung mit dem Papst sei ein "wichtiges Zeichen für das friedliche Miteinander von Christen und Muslimen dieser Welt". Christen und Muslime hätten ein sehr ähnliches Verständnis von Gott. Die Christen sähen Gottes wichtigste Eigenschaft in der Liebe, im Koran stehe Allah für Barmherzigkeit. Beides bedeute, dass Gott für die Menschen konkret erlebbar und erfahrbar werde.

Khorchide ist seit 2010 in Münster für den bundesweit ersten Lehrerausbildungsgang für den geplanten islamischen Religionsunterricht an Schulen verantwortlich. Er begrüßte die Fortschritte bei der Etablierung der islamischen Theologie an deutschen Universitäten wie Münster, Osnabrück, Frankfurt, Erlangen und Tübingen. Das öffne den Raum "nicht nur für eine konstruktive Reflexion der islamischen Theologie, sondern auch für einen sachlichen Austausch mit den christlichen Theologien, in dem wir mit- und voneinander lernen können".

Mehr zum Thema in kirchensite.de:

  1. Öffnet externen Link in neuem FensterAnsprache von Papst Benedikt
  2. Öffnet externen Link in neuem FensterAnsprache von Erzbischof Zollitsch
  3. Öffnet externen Link in neuem FensterAnsprache von Professor Khorchide
  4. Öffnet internen Link im aktuellen FensterSchwerpunktthema: Deutschlandbesuch des Papstes

Text: Öffnet externen Link in neuem FensterKNA Katholische Nachrichtenagentur GmbH
23.09.2011

 

 

Schwerpunktthema

Vom 16. bis 20. Mai 2012 findet in Mannheim der 98. Deutsche Katholikentag statt. Er steht unter dem Leitwort "Einen neuen Aufbruch wagen".

Vorlagen für Maiandachten

Ein besonderer kirchensite.de-Service: Wir bieten Ihnen eine Reihe von Vorschlägen für Andachten zur Muttergottes im Monat Mai zum Herunterladen an.

Wohnungsnotfallhilfe

In einer Wohnung oder einem Haus zu wohnen, ist für Jeden selbstverständlich und lebensnotwendig.

Glaubenswissen

Frömmigkeit - Gesamthaltung des gläubigen Menschen vor Gott.

Neues Seelsorgekonzept

Im Bistum Münster wird derzeit ein neuer Diözesanpastoralplan erstellt. Er soll Schwerpunkte der Seelsorge benennen. Ein erster Entwurf steht zum Herunterladen bereit.

Heilige und Selige

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Kommunionempfang

Erzbischof Robert Zollitsch setzt sich weiterhin dafür ein, dass Katholiken auch nach Scheidung und Wiederheirat die Kommunion empfangen können.

Wir beten für Sie!

KLOSTERFÜRBITTE im Monat Mai: St.-Franziskus-Haus in Nordwalde.

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Unterwegs nach Emmaus: Kleopas und sein Freund.

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Wann beginnt das Sterben? Was erwartet mich auf meinen letzten Wegen vor dem Tod? Kann ich mich und meine Verwandten auf diese Wege vorbereiten?

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