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03.12.2016
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Benedikt XVI. fuhr im Papamobil über das Gelände des Flughafens "Cuatro Vientos".

Nächster Weltjugendtag bereits 2013 in Rio de Janeiro

Papst ruft Jugendliche zum Zeugnis bei Gleichaltrigen auf

Madrid. Zum Ende des Weltjugendtags hat Benedikt XVI. die Jugendlichen aufgerufen, gegenüber Gleichaltrigen ihr Glaubenszeugnis zu leben. "Teilt eure Glaubensfreude auch anderen mit", sagte der Papst in der Predigt bei der Abschlussmesse am Sonntag (21.08.2011) auf dem Militärflughafen "Cuatro Vientos" südwestlich von Madrid. "Die Welt braucht das Zeugnis eures Glaubens!"

Die Eucharistiefeier mit einer Million Menschen beschloss den Weltjugendtag. Am Ende gab der Papst bekannt, das nächste Treffen finde 2013 in Rio de Janeiro statt. Wegen der Fußball-Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien wurde der Weltjugendtag ein Jahr vorverlegt.

Glauben nicht von der Kirche trennen

In seiner Predigt ermunterte Benedikt XVI. die Pilger dazu, Jesus "ins Zentrum eures Lebens" zu stellen. Er mahnte zugleich, den Glauben in der Gemeinschaft der Kirche zu leben. "Man kann Jesus nicht allein folgen", sagte der Papst. Vielmehr werde der eigene Glaube von den Schwestern und Brüdern gestärkt.

Benedikt XVI. warnte davor, auf je eigene Art Jesus folgen zu wollen oder den Glauben entsprechend "der in der Gesellschaft vorherrschenden individualistischen Auffassung zu leben". Wer dies tue, laufe Gefahr, Jesus nie zu begegnen oder einem Zerrbild zu folgen.

Aufruf zum Engagement in Gemeinden

Der Papst rief die Jugendlichen dazu auf, sich in den Pfarreien und ihren Bewegungen zu engagieren. Ferner mahnte er den Gottesdienstbesuch am Sonntag, regelmäßige Bibellektüre und Anbetung sowie den häufigen Empfang der Beichte an.

"Der Herr liebt euch als seine Freunde", rief Benedikt XVI. den Jugendlichen zu. "Er will euch begleiten und euch die Türen zum Leben öffnen." Der Glaube erschöpfe sich nicht darin, etwas über die Identität der Person Jesu zu erfahren. Er sei "Geschenk Gottes", setze eine persönliche Beziehung und die Entscheidung zur Nachfolge voraus. Angesichts der vielen Teilnehmer des Weltjugendtags fülle sich sein Herz mit Freude, sagte der Papst.

Bilanz des Vigil-Tages

In seiner Begrüßung vor der Messe nahm der Madrider Kardinal Antonio Maria Rouco Varela erneut die Politik gerade seines Heimatlandes in den Blick. Es brauche ein Ja zur Familie und zur Ehe. In Spanien streiten die Kirche und die sozialistische Regierung seit Jahren über Liberalisierungen im Ehe- und Abtreibungsrecht.

Einen Tag nach der durch große Hitze und ein Gewitter beeinträchtigten Gebetsvigil zogen die Rettungsdienste Bilanz: Es habe rund 1.600 Einsätze gegeben, 52 Menschen seien ins Krankenhaus eingeliefert worden.

Vatikansprecher Federico Lombardi verteidigte die Entscheidung, die Vigil nicht abzubrechen. Dies habe auch der Papst gewollt, er sei stark angerührt von der Begeisterung der Jugendlichen gewesen. Ihr Wille, das Abendgebet fortzusetzen, habe dem Weltjugendtag "eine weitere Botschaft" verliehen.

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Text: Jens Joest | Foto: Pressestelle des Weltjugendtags
21.08.2011

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