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25.05.2012
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WJT-Gruppe aus dem Kreisdekanat Kleve

Eigenes Logo für die eigene Reise: Natividad Böhmer, Günter Hoebertz, Malte Heines, Alina Urselmann, Melanie Heynen und Lena Camp (v.l.) fahren mit dem BDKJ im Kreis Kleve zu den Tagen der Begegnung nach Bonares in Andalusien.

Weltjugendtag: Tage der Begegnung

Eigener Weg führt nach Andalusien

Kreisdekanat Kleve. Der BDKJ im Kreis Kleve bricht im Vorfeld des zentralen Treffens in Madrid mit 30 Jugendlichen zur Südspitze Spaniens auf. Dort soll gearbeitet und gefeiert werden.

Die Eigeninitiative hat Tradition: Der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) im Kreisdekanat Kleve macht gern sein eigenes Ding, wenn es um den Weltjugendtag geht. "Nicht, weil wir mit dem zentralen Angebot des Bistums konkurrieren wollen", sagt Günter Hoebertz, Pfarrer in der Kommunalgemeinde Goch und Präses des BDKJ-Kreisverbands. "Sondern weil wir in der Vergangenheit tolle Erfahrungen mit unseren Projekten gemacht und Spaß daran gefunden haben."

Der Mehraufwand in der Organisation könne auch deshalb durch viel ehrenamtliches Engagement gestemmt werden: "Die, die sich jetzt einbringen, haben auf den vorangegangenen Weltjugendtagen erlebt, was ihr Einsatz bringen kann."

Kanu-Touren in Kanada im Vorfeld des Weltjugendtags in Toronto im Jahr 2002 waren ein Projekt. Oder Ausflüge ins "Outback" Australiens, in die große Wüste im Inneren des Kontinents, beim WJT in Sydney 2008. Und auch für das Großereignis in Spanien haben sie sich etwas Besonderes einfallen lassen, erklärt Hoebertz: "Wir werden die Tage der Begegnung im andalusischen Bonares verbringen." Quasi am südlichsten Zipfel Spaniens. Und das mit einem außergewöhnlichen Programm.

Denn die 30 Jugendlichen, die aus den unterschiedlichen Verbänden und Pfarrgruppen des Kreisdekanats kommen, werden in den ersten Tagen zu Gast in einer Art landwirtschaftlichen Kommune sein. "Es gibt dort eine geistliche Gemeinschaft, die einige Häuser und etwas Land bewirtschaftet", erklärt Hoebertz. "Dort soll ein internationales Begegnungszentrum für junge Menschen entstehen."

Dafür gebe es noch viel zu tun, weiß er nach einer Vorabreise im vergangenen Jahr: "Die Jugendlichen können helfen, Olivenbäume zu stützen, Wege anzulegen oder Häuser zu renovieren."

Der Kontakt kam über die spanische Gemeinde in Goch zustande, besser gesagt über Natividad Böhmer, die eben aus jenem spanischen Ort kommt und heute am Niederrhein lebt. "Ich fand die Vorstellung wunderbar, dass Jugendliche von hier dort unten aktiv werden." Auch sie war mit auf der Vortour, als Dolmetscherin, Kontaktfrau und Kennerin von Land und Leuten. "Auf die Gruppe warten eine große Gastfreundschaft, viel Freundlichkeit sowie ein bunter und lebendiger Glaube."

Sie schwärmt geradezu von der andalusischen Farben- und Feierfreude. Und erzählt etwa von den kleinen Kapellen, die jedes Viertel in monatelanger Fleißarbeit aus Pappe und Textilien fertigt, um in einem Wettstreit das schönste Exemplar zu küren. "Ihr werdet ganz intensive und emotionale Tage erleben", verspricht sie.

Viel mehr steht auf dem Programm. Gerade, wenn alle in der zweiten Hälfte in eine Turnhalle in dem 15 000-Einwohner-Städtchen umziehen. Dann geht es zur Erkundung der Umgebung, etwa zum Marienwallfahrtsort El Rocio oder zum Hafenstädtchen Palos de la Frontera, jenem Ort, von dem Christoph Kolumbus zu seiner Weltumseglung startete.

Für diese Fülle an Erlebnissen nehmen die Jugendlichen einiges auf sich, nicht zuletzt eine fast 40-stündige Anfahrt im Bus. Und Temperaturen weit über 30 Grad Celsius, welche die Menschen aus Bonares im August massenweise aus der Stadt in die Strandhäuser am Atlantik treibt. Trotzdem freuen sich die Jugendlichen – auch auf ihren Arbeitseinsatz. "Ich empfinde es als einen Vorteil, weil man bei der Arbeit Menschen und Kultur viel besser kennen lernen kann", sagt etwa Malte Heines. Und Lena Camp ergänzt: "Bei so viel Gastfreundschaft, die uns erwartet, kann man ruhig auch etwas dafür tun."

Für die anstehenden Gottesdienste haben sie sich vorgenommen, nicht zu weit hinter der Lebendigkeit der Südspanier zurückzubleiben: "Auch wir können beim Halleluja tanzen und springen."

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