
Alle höchst verdächtig: Diese Hauptdarsteller boten beim "Krimi-Dinner" in Greven und Emsdetten einen Mordfall zum Mitraten.
Am 10. August brechen die Jugendlichen nach Spanien auf
Mehr als 1.500 Bistums-Pilger besuchen Weltjugendtag
Bistum. Manche Ideen sind einfach mörderisch gut: Um den Preis ihrer Weltjugendtags-Tour ein wenig zu drücken, haben die Pilger aus Greven und Emsdetten ein "Krimi-Dinner" veranstaltet. An vier Abenden luden sie Theaterfreunde ein, bei einem Vier-Gänge-Menü, das die Jugendlichen selbst kochten, einen Mordfall zu enträtseln. Dabei war das Essen in die Handlung eingebettet: Das – ebenfalls selbst verfasste – Stück spielte beim "Kapitänsdinner" auf dem Kreuzfahrtschiff "MS Madrid".
18 Grevener und Emsdettener sind also dabei, wenn am 10. August 2011 mehr als 1.500 junge Menschen aus dem Bistum Münster zum Weltjugendtag nach Spanien aufbrechen. Knapp zwei Drittel haben sich der Reise angeschlossen, die das bistumsweite Weltjugendtagsbüro vorbereitet hat.
Genn und Timmerevers als Begleiter
Andere Pilgergruppen organisieren Busreise und Quartier selbst, nehmen aber an den zentralen Bistum-Münster-Veranstaltungen teil. Das gilt sowohl für die "Tage der Begegnung", die die Bistums-Pilger bis zum 15. August 2011 im Erzbistum Pamplona-Tudela im Nordosten Spaniens verbringen, als auch für den anschließenden Weltjugendtag in Madrid.
"Mit 1.500 Pilgern sind wir eine der größten deutschen Bistums-Gruppen", sagt Frank Rauhaus vom Weltjugendtags-Bistumsbüro. Zwei Bischöfe begleiten die jungen Menschen: "Bischof Felix Genn wird uns zu Beginn der 'Tage der Begegnung' in Pamplona treffen, in Madrid wird er die ganze Zeit dabei sein", sagt Rauhaus. Weihbischof Heinrich Timmerevers wird zusätzlich auch die gesamten "Tage der Begegnung" in Pamplona mit den Bistums-Jugendlichen verbringen.
Allein der Tross, den das Weltjugendtagsbüro auf Reisen schickt, setzt sich aus 50 Gruppen zusammen – von einer Vier-Mann-Truppe aus einer einzelnen Pfarrei bis zu 50 Teilnehmern, die sich auf Ebene eines ganzen Dekanats zusammengefunden haben. "Jede Gruppe, die mindestens zehn Leute zählt, wird von einem der 16 Busse in ihrem Heimatort abgeholt und auch dorthin zurückgebracht", sagt Rauhaus.
Schon 14-Jährige dabei
Erstmals sind bei einer offiziellen Weltjugendtagsfahrt des Bistums Münster auch 14- und 15-Jährige dabei. Die Gruppenverantwortlichen vor Ort entscheiden, ob sie diese Jüngeren mitnehmen wollen. "So können junge Leute dabei sein, die vielleicht schon Jugendgruppenleiter, aber noch keine 16 Jahre alt sind", sagt Rauhaus. Ein Großereignis wie der Weltjugendtag könne gerade in diesem Alter helfen, Begeisterung für Glauben, Kirche und Gemeinschaft zu festigen.
Erstes Ziel der Bistums-Pilger ist der spanische Nordosten, die Gruppen werden im Erzbistum Pamplona verteilt. "Wer volljährig ist, kommt in der Regel in einer Gastfamilie unter. Die Jüngeren übernachten mit ihren Gruppenleitern in Gemeinschaftsunterkünften", berichtet Rauhaus. Und ehe Neid auf die Älteren aufkommt: In Madrid schlafen alle Pilger in Schlafsäcken – in Klassenräumen und Turnhallen, voraussichtlich im Norden der Stadt.
Schon in Pamplona erwartet die Bistums-Pilger ein "Weltjugendtag im Kleinen". Die Organisatoren erwarten 5.000 Gäste; neben den Münsteranern 500 Pilger aus dem Erzbistum Paderborn sowie Jugendliche aus Ägypten, Australien, Brasilien, China, Ecuador, Frankreich, Island, Italien, Kanada, Kenia, dem Kongo, aus Lettland, von den Philippinen, aus Polen, Russland, Südafrika und den USA. Ein Höhepunkt wird die Wallfahrt aller Nationen auf dem Jakobsweg zur Burg von Javier, dem Geburtsort des heiligen Franz Xaver. Zudem bieten die "Tage der Begegnung" die Chance, das Land, die Kultur und die gastgebende Pfarrgemeinde kennenzulernen.
Papstmesse am Ende
In Madrid wird der Weltjugendtag dann drei Nummern größer: Bis zu eine Million Teilnehmer werden erwartet. Diese schiere Menge dürfte selbst die Metropole Madrid zum Schauplatz eines einzigen Jugendfestivals umfunktionieren.
Ein zentraler Programmpunkt für alle Pilger aus dem Bistum Münster wird eine Katechese mit Bischof Genn am 17. August sein. Höhepunkt des Weltjugendtags ist traditionell der Besuch der Papstes. Zur Eucharistie mit Benedikt XVI. auf einem Militärflughafen am Sonntag, 21. August 2011, werden 1,5 Millionen Menschen erwartet. Am Vorabend dürfte über das Gelände ein Lichtermeer wogen, wenn die Jugendlichen dort eine Vigil feiern.
Restplätze frei
Da ein paar bereits angemeldete Teilnehmer ihre Reise absagen mussten, sind bei der Bistumsfahrt noch Restplätze frei. Interessenten wenden sich an das Weltjugendtagsbüro Münster: Tel: 0251 / 495454,
jugend
bistum-muenster.de. Viele Informationen für Reisegruppen und zum Großereignis selbst stehen auf der Internetseite des Weltjugendtagsbüros:
www.wjt2011-muenster.de. Dort finden sich auch Links zu den "Facebook"- und "Twitter"-Seiten des Büros.
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