Anzeige:
Werbung

kirchensite.de | Online mit dem Bistum Münster: Nachrichten aus der Kirche, katholischer Glaube, Spiritualität, Heiligenlexikon, Veranstaltungen, Seelsorge, Fürbitte, Bibelarbeiten, Dossiers.

. . . . .
Seite: Aktuelles
25.05.2012
Artikel drucken
Logo kirchensite.
Kirche im Web 2.0

Live ins Netz übertragen wurde die Podiumsdiskussion im Franz-Hitze-Haus.

Tagung "Kirche im Web 2.0" mit vielen Teilnehmern

Pioniere im digitalen Schützengraben

Bistum. Per Beamer erscheinen auf der "Twitterwall" im Minutentakt die aktuellen Online-Kurznachrichten, genannt "Tweets". Die Statements der Referenten werden live ins Web gestreamt und angemeldet hatte man sich im Vorfeld über Facebook – wer bis hierin noch die Begriffe versteht, der darf sich mit Stolz als "Onliner" bezeichnen: Eben jenes Problem, Begriffe aus der Netzwelt zu verstehen, sowie Perspektiven für die Kirche im Internet zu entwickeln, war Bestandteil der Tagung "Kirche im Web 2.0", die die Akademie Franz-Hitze-Haus am Freitag (18.03.2011) veranstaltete.

72 Teilnehmer aus ganz Deutschland waren nach Münster gekommen um sich über "Kirche und Social Media – Standards für kirchliche Netzaktivitäten" auszutauschen. Dazu gehörte die Online-Redakteurin des Bistums Osnabrück genauso wie die Öffentlichkeitsarbeiter der katholischen Hilfswerke oder verschiedene Ordensleute. Schon zum dritten Mal trafen sie sich um zu diskutieren: "Wohin geht die katholische Kirche im Internet?" Vor zwei Jahren war der erste katholische Fernsehkanal im Web Thema, im letzten Jahr ging es um Communities, in diesem Jahr also um "Web 2.0 – Standards für kirchliche Netzaktivitäten".

Hauptamtliche fürs Web 2.0 schulen

Wie dringlich dieses Anliegen den hauptamtlichen Tätigen für Internet ist, wurde in einer abschließenden Podiumsdiskussion deutlich. Kann oder muss es überhaupt eine einheitliche Linie für das Auftreten der katholischen Kirche im Netz geben? Stefan Lesting vom "domradio.de" aus dem Erzbistum Köln stellte heraus: "Die Herausforderung im Netz ist die gesellschaftliche Teilung in zwei Gruppen, eben solche Menschen, die im Netz sind, und jene, die nicht im Netz sind." Sein Kollege Tom Noeding von "evangelisch.de" bezeichnete diesen Zustand treffen als "digital gap", dem man begegnen müsse, indem man Hauptamtliche schult und Medienpädagogik weiter fördere.

Die Menschen seien dankbar, wenn es einen Leitfaden gäbe, der ihnen überhaupt mal erklärt, was Facebook, was Social Media und Netzwerke überhaupt seien, wie auch Florian Maier, Social Media Manager beim evangelischen Jugendwerk Baden-Würtemberg ergänzte: "Aus der Jugendarbeit kann ich mitteilen: der Nutzer ruft seine Informationen nicht mehr ab, sondern er hat die Haltung, wenn eine Nachricht wichtig ist, dann wird sie mich schon erreichen." Da müsse man über soziale Netzwerke agieren, das erfordere auch eine Aufstockung an Personal: "Die jungen User sind die Kirche von morgen!" so Maier. Man stehe hier aber ebenfalls vor dem Problem der kirchlichen Einheitlichkeit: "In der Jugendarbeit sind wir schon weiter als auf Ebene der Landeskirche. Dort redet man seit längerem über einen Facebookauftritt. Wir machen das schon lange, weil wir sonst unsere Zielgruppe gar nicht mehr erreichen würden!"

Ofizielle Rückendeckung der Bischöfe?

Über die Notwendigkeit von Netzwerken war sich die Expertenrunde einig, nicht aber in der Umsetzung: "Wir haben ein engagiertes junges Team, die sicher gerne Social Media umsetzten würden", stellte Gunda Ostermann, Redaktionsleiterin von "katholisch.de" heraus. Allerdings wünsche man sich auch "offizielle Rückendeckung". Die kirchliche Verantwortlichkeit muss klar sein, denn " im Netzwerk muss unzensierte Diskussion stattfinden können: "Da muss Kirche auch aushalten, wenn Nutzer kritisch kommentieren."

 Vor dem Hintergrund, dass man seit Jahren über eine einheitliche Strategie der katholischen Kirche in Deutschland im Internet diskutiert, kam Eckhard Bieger, Jesuit und Gründer des Online-Portals "kath.de" zu dem Schluss: "Wir sollten nicht weiter an den großen Strukturen arbeiten, sondern viele Menschen vor Ort zur Glaubenskommunikation motivieren." Der Papst habe doch schließlich in seinem Wort zum Tag der sozialen Kommunikationsmittel 2010 zur Internetnutzung aufgerufen: "Es ist eher ein Problem der Hauptamtlichen, als der Bischöfe. Jeder Christ ist zum Zeugnis seines Glaubens da, warum nicht auch im Netz?"

Worauf prompt die Frage aus dem Publikum aufkam: "Ist denn die katholische Kirche nicht zu hierarchisch im Netz?" Schließlich müsse man als Hauptamtlicher auch mit beruflichen Konsequenzen rechnen, wenn man im Netz nicht auf offizieller Linie agiere.

Zu diesem Restrisiko im digitalen Schützengraben hatte Bieger folgende Empfehlung parat: "Es ist nicht die Aufgabe der Bischöfe, das Internet voranzutreiben, sondern die der Pioniere."

Was ist eine Twitterwall?

Eine "Twitterwall" ist eine Wand voller "Tweets", das sind 140 Zeichen lange Nachrichten, welche auf Twitter verfasst werden können. Eine Twitterwall beinhaltet immer Tweets zu einem bestimmten Stichwort (Hashtag), welches der Ersteller frei festlegen kann. Diese sog. "Hashtags" sind Stichworte mit einer Raute (#) davor, welche auf das Thema eines Tweets hinweisen, z.B. "#twitterwallr" oder "#barcamp". (Quelle: Twitterwallr.com)

Mehr zum Thema in kirchensite.de:

  1. Öffnet internen Link im aktuellen FensterHaus der Seelsorge

Text: mtl | Foto: Marie-Theres Langsenkamp
18.03.2011

Schwerpunktthema

Vom 16. bis 20. Mai 2012 findet in Mannheim der 98. Deutsche Katholikentag statt. Er steht unter dem Leitwort "Einen neuen Aufbruch wagen".

Vorlagen für Maiandachten

Ein besonderer kirchensite.de-Service: Wir bieten Ihnen eine Reihe von Vorschlägen für Andachten zur Muttergottes im Monat Mai zum Herunterladen an.

Glaubenswissen

Frömmigkeit - Gesamthaltung des gläubigen Menschen vor Gott.

Bischof Felix Genn

Sein Leben – sein Wirken – seine Texte.

Kommunionempfang

Erzbischof Robert Zollitsch setzt sich weiterhin dafür ein, dass Katholiken auch nach Scheidung und Wiederheirat die Kommunion empfangen können.

Wir beten für Sie!

KLOSTERFÜRBITTE im Monat Mai: St.-Franziskus-Haus in Nordwalde.

Bibelarbeit

Unterwegs nach Emmaus: Kleopas und sein Freund.

Landvolkshochschule

Mit einem Festakt wurde der langjährige Direktor der Landvolkshochschule "Schorlemer Alst", Johannes K. Rücker, in den Ruhestand verabschiedet.

Neues Seelsorgekonzept

Im Bistum Münster wird derzeit ein neuer Diözesanpastoralplan erstellt. Er soll Schwerpunkte der Seelsorge benennen. Ein erster Entwurf steht zum Herunterladen bereit.

Wohnungsnotfallhilfe

In einer Wohnung oder einem Haus zu wohnen, ist für Jeden selbstverständlich und lebensnotwendig.

Durch das Jahr

Liturgie und Brauchtum zu Pfingsten: Ein wenig Geist und viel Frühling.

Das aktuelle VIDEO...

Grüße vom Katholikentag (1): Aufbruch gelingt ...

Heilige und Selige

Das Bistum Münster kann auf viele Frauen und Männer zurückblicken, die ein herausragendes Zeugnis für den christlichen Glauben abgelegt haben.

Dossier: Maria

Maria ist die Mutter Jesu Christi - und hat daher eine besondere Stellung im christlichen Glauben.

Regionen

Cosfeld / Recklinghausen.

Glaubens-ABC

Marienverehrung: Magd des Herrn

Mit der Bibel leben

Ich bin das A und O.

Sterbebegleitung

Wann beginnt das Sterben? Was erwartet mich auf meinen letzten Wegen vor dem Tod? Kann ich mich und meine Verwandten auf diese Wege vorbereiten?

Wallfahrtsorte

Vinnenberg: Muttergottes vom Himmelreich.

Trauerseelsorge

Hilfe bei berufsethischen Fragen.

Verbände

Christliche Arbeiter-Jugend.

Ehegericht

Mit seinen rund 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern beschäftigt sich Offizial Kurt Schulte größtenteils mit so genannten Ehenichtigkeitskeitsverfahren.

Marienmonat

Als schönster Monat des Jahres soll der Mai der "schönsten aller Frauen" geweiht sein. Maialtäre und Maiandachten entstammen einer barocken Frömmigkeitstradition.

Heiligenlexikon

30. Mai: Heilige Johanna von Orléans.

Kirche von A bis Z

Marienerscheinung: Mittlerrolle der Mutter Jesu

Geistlicher Impuls

"Gehet hin in Frieden!"

Service für Sie

RSS-Feed Topnews

Öffnet internen Link im aktuellen FensterNewsticker für Ihr Web

Spruch des Tages

Es ist schön, den Augen dessen zu begegnen, den man soeben beschenkt hat.
Jean de la Bruyére

Reden, Fragen, Antworten finden

im "Haus der Seelsorge" hat man ein offenes Ohr für Sie


Seelsorger im Mai:
Pfarrer Martin Weber.

Seelsorger/-innen

Haus der SeelsorgeHaus der Seelsorge

Heiligenlexikon in "kirchensite.de"

im Heiligenkalender können Sie nach Monaten blättern. Oder wählen Sie hier nach Buchstaben aus:

 

Kontakt

  kirchensite-Redaktion:
  redaktionkirchensite.de

  Lebenshilfe+Seelsorge: 
  Martin Weber
  weberkirchensite.de

  Technik:
  technikdialogverlag.de

Dialogversand