
Bischof Stephan Ackermann.
Ackermann: "Summen werden wir im März nennen"
Bischöfe kündigen Zahlungen an Missbrauchsopfer an
Frankfurt. Die katholischen Bischöfe und Ordensoberen kündigen konkrete Zahlungen an die Opfer sexuellen Missbrauchs durch Kirchenmitarbeiter an. "Die Summen werden wir im März nennen, wenn wir unser weiteres Vorgehen insgesamt vorstellen werden", sagte der Missbrauchsbeauftragte der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Stephan Ackermann, der "Frankfurter Rundschau" am Donnerstag (03.02.2011).
Das Angebot der Jesuiten von 5.000 Euro sowie den Durchschnittsbetrag von etwa 4.000 Euro aus dem geplanten Fonds für Heimkinder, die unter Gewalt gelitten hatten, nannte Ackermann eine "Orientierung". Vor der Bekanntgabe von Details wollten die Bischöfe sich "noch einmal mit einer Arbeitsgruppe des Runden Tischs absprechen", den die Bundesregierung zur Aufarbeitung der Missbrauchsskandale eingerichtet hat.
Der Trierer Bischof lehnte eine Beteiligung an einem gemeinsamen Entschädigungsfonds ab, den Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) gefordert hatte. Ein Fonds wie im Fall der Heimkinder "schwebt uns nicht vor", sagte der Bischof.
Ackermann kündigte für März erneut einen "Bußakt" an. Zu Beginn der Frühjahrsvollversammlung wolle die Bischofskonferenz "ein Zeichen der Umkehr, der Besinnung und des Willens zur Erneuerung setzen". Er verstehe "die Erwartung der Öffentlichkeit, dass die Kirche sich auch als Institution zu ihrer Verantwortung bekennt". Die Debatte über den Missbrauchsskandal solle aber nicht den Deutschland-Besuch von Papst Benedikt XVI. im September dominieren. Das hielte er für "unangemessen und bedauerlich": "Die katholische Kirche ist doch mehr als das", sagte Ackermann.
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Text:
KNA Katholische Nachrichtenagentur GmbH | Foto: Michael Bönte
03.02.2011
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