
Bischof Felix Genn zündete viele Kerzen und Windlichter an.
Friedenslicht erreicht das Bistum
"Passt auf, dass das Licht nicht ausgeht"
Bistum. Das Friedenslicht aus Betlehem hat Münster erreicht. Eine Delegation von Pfadfindern aus dem Bistum brachte es am Sonntag (12.12.2010) in den St.-Paulus-Dom. Sie hatte es aus Wien geholt, wohin es per Flugzeug aus Israel gereist war. Dort war es zuvor traditionell in der Geburtsgrotte in Betlehem entzündet worden. In diesen Tagen wird es in etwa 25 europäische Länder gebracht, wo es durch Kirchengemeinden, Privathaushalte und soziale Einrichtungen wandern wird. Auch in den Dom waren etwa 2.000 Kinder und Jugendliche aus allen Teilen des Bistums gekommen, um ihre Kerzen an dem Licht zu entzünden und es mit in ihre Heimatorte zu nehmen.
Mit ihrem Erscheinen im vollen Dom hätten die Kinder und Jugendlichen bereits alles verstanden, "worum es für uns Christen geht", sagte Bischof Felix Genn in seiner Predigt während der Aussendungsfeier. Jesus sei als "ganz winziger Punkt" unter den vielen Milliarden Menschen in die Welt gekommen, so der Bischof. Aber dieses kleine Licht habe ein großes Feuer entfacht. "Das hat er nicht nur behauptet, sondern durch sein ganzes Leben gezeigt."
Genn forderte die Jugendlichen auf, diese Flamme nicht nur in ihre Lampen und Häuser aufzunehmen, sondern in ihre Herzen. "Nimm das Feuer in dein Herz auf und passe auf, dass es nicht ausgeht." Sie könnten sich dabei fragen, wo in ihrem Umfeld sie anderen Menschen Licht in die alltägliche Dunkelheit bringen könnten. "Dann tragt auch ihr dazu bei, dass Jesus, unser Licht, niemals das Bistum wieder verlässt."
Zum Abschluss des bunt gestalteten Gottesdienstes brachten Geistliche das Licht, das zuvor von der der Pfadfinder-Delegation in den Dom getragen worden war, zu den Jugendlichen. Auch Bischof Genn und die stellvertretende Superintendentin der evangelischen Kirche von Münster, Jutta Neumann, zündeten viele Kerzen, Windlichter und Fackeln an.
Die Initative "Friedenslicht aus Betlehem" begann vor 24 Jahren in Österreich und wird dort vom ORF getragen. Mittlerweile ist es die größte europäische Friedensaktion zum Weihnachtsfest. Sie wird von der internationalen Pfadfinderbewegung mitgetragen. In Deutschland engagieren sich dabei die Deutsche Pfadfinderschaft St. Georg (DPSG), die Pfadfinderinnenschaft Sankt Georg (PSG), der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) und der evangelische Pfadfindverband.
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Text: Michael Bönte | Foto: Michael Bönte
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