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10.12.2018
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Ordenstag mit Bischof Felix Genn.

Bischof Felix Genn im Gespräch mit Ordensfrauen.

Ordenstag im Bistum Münster

"Grundsubstanz der Hoffnung"

Bistum. Schon einmal hatte Bischof Felix Genn ein geistliches Wort zum Ordenstag im Bistum Münster gesprochen. Damals, im Jahr des Bistumsjubiläums 2005, war er als Bischof von Essen der Einladung seines Vorgängers Bischof Reinhard Lettmann gefolgt. Zu Beginn seines Impulses zur Eröffnung des Ordenstags 2010 am Samstagmorgen (25.09.2010) erinnerte er daran.

Stellvertretend für den Ordensrat der Diözese Münster hieß Schwester Regina Pacis die Schwestern und Brüder im gut besetzten St.-Paulus-Dom willkommen. Die Veranstaltung stand in diesem Jahr unter dem Motto "Gottgeweiht. …Aufs Ganze gehen". Das Leitwort  nahm Bischof Felix Genn dann in seinem Impuls als Leitfaden auf. Immer wieder dankte der Bischof den anwesenden Ordensvertretern ausdrücklich "nicht nur für das, was sie in ihrem Alltag schaffen, sondern auch für das, was sie sind".

Er erinnerte an die fünf wesentlichen Merkmale eines geweihten Lebens. Zunächst einmal bedürften die Orden zwar kirchlicher Approbation, seien aber in ihren Konstitutionen doch frei. Wichtig sei es darüber hinaus zu betonen, so der Bischof, dass der Weg des geweihten Lebens immer eng mit einer Berufung verbunden sei, die von Christus ausgehe und durch den Heiligen Geist ihre Wirkung entfalte. Aus der Berufung erwachse schließlich eine Lebensform, die auch als Lebensstand oftmals weiterreiche als das Priestertum und auch auf Eheleute Einfluss ausübe. Gerade gegenwärtig seien oftmals geweihte Laien mit wichtigen Funktionen betraut. Schließlich verwies Bischof Genn auf die Mitglieder der Säkularinstitute, zu dessen wichtigsten Aufgaben die Erinnerung der Kirche an ihren ursprünglichsten Auftrag zähle.

"Jeder hat seine Berufung"

Genn betonte mit Nachdruck, dass die Berufungen zu einem geweihten Leben und die Wertschätzung dieser Lebensform im kirchlichen Raum keineswegs eine Entwürdigung oder Benachteiligung verheirateter Laien bedeute, sondern vielmehr eine wechselseitige Bezogenheit erkannt werden müsse. "Jeder hat seine Berufung", so Genn wörtlich.

Die Erfüllung des Prophetenwortes aus Sacharja "Sie werden auf den blicken, den sie durchbohrt haben" (Sach 12,10) war Leitgedanke eines zweiten Teils des geistlichen Wortes des Bischofs. Eng an die Aussagen Papst Benedikts XVI. in dessen Enyzkliken "Deus caritas est" und "Spe Salvi" angelehnt, reüssierte Bischof Genn auf den "glühenden Kern" des Christlichen, den zu verkündigen eine Grundaufgabe eines jeden Christen sein müsse. Mit Blick auf die schwierigen Zeiten des geweihten Lebens in der Zeit von heute fand der Bischof klare Worte: "Wenn man sich der Umstrukturierung und Anpassung ganz hingibt, sehe ich da auch eine Gefahr. Denn die zeitlichen Ströme wären sonst unser Maßstab. Die Wahrheit ist einzig und alleine in dem zu finden, was die Kirche immer geglaubt und als tieferen geistlichen Kern erkannt hat."

Aufgabe aller Christen

Dabei aber sei keineswegs die Welt für sich und die Kirche außen vor. "Im Licht des Durchbohrten kommt die Welt erst an ihr eigenes Licht." Das Zweite Vatikanisch Konzil habe daher in der Dogmatischen Konstitution über die Kirche die Heiligung der Welt ganz entschieden ins Zentrum gerückt. Jene Aufgabe, die Welt auch dort zu heiligen, wo die Menschen zunächst davon unberührt bleiben, sei heute Aufgabe aller Christen. Wie wichtig dafür die Orden in ihren facettenreichen Diensten seien, sei kaum zu übersehen. "Sie sind eine Grundsubstanz der Hoffnung der Kirche", rief Bischof Felix Genn den Ordensleuten in der Kathredralkirche zu.

Nach dem Geistlichen Wort im Dom gab es im Priesterseminar Borromaeum zunächst Gelegenheit zum Austausch mit dem Bischof sowie zur Eucharistischen Anbetung in der großen Kapelle. Am Nachmittag fanden dann parallel im Priesterseminar Borromaeum und im Mutterhaus der Clemensschwestern verschiedene Angebote Raum. Im Priesterseminar referierten Schwester Vincy Kachappilly, Schwester Therese Kuruppanattu und Domvikar Hans Ossing über Leben, Hingabe und Testament der aus Oelde stammenden Schwester Petra Mönnigmann, die den Orden "Dienerinnen der Armen" gegründet hatte. Zum Abschluss fand ein Pontifikalamt mit Bischof Felix Genn im Dom statt.

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Text: Tim Schlotmann | Foto: Tim Schlotmann
26.09.2010

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