
Papst Benedikt XVI.
Am Sonntag fünf Jahre, zwei Monate und acht Tage im Amt
Benedikt XVI. am längsten amtierender deutscher Papst
Vatikanstadt. Papst Benedikt XVI. ist von diesem Sonntag (27.06.2010) an der am längsten amtierende deutsche Papst der Kirchengeschichte. Mit einer Regierungszeit von fünf Jahren, zwei Monaten und acht Tagen löst der 264. Nachfolger des Petrus an diesem Tag den bisherigen deutschen "Rekordhalter" Leo IX. ab. Leo IX., der als Bruno von Egisheim geboren wurde, stammte aus einem elsässischen Grafengeschlecht und stand vom 12. Februar 1049 bis zum 19. April 1054 an der Spitze der katholischen Kirche. Benedikt XVI. wurde am 19. April 2005 zum Papst gewählt.
Die durchschnittliche Regierungszeit der sieben Päpste, die vor Benedikt XVI. gemeinhin als Deutsche gelten, hat der gegenwärtige Amtsinhaber mittlerweile schon weit hinter sich gelassen – sie liegt bei weniger als zwei Jahren. Das kürzeste Pontifikat eines deutschen Papstes, jenes von Damasus II., im Jahr 1048, dauerte nur 24 Tage.
Zu den Päpsten aus dem deutschsprachigen Raum des Heiligen Römischen Reiches zählen ferner Gregor V. (996-999), Clemens II. (1046-1047) Viktor II. (1055-1057), Stephan IX. (1057-1058) sowie Hadrian VI. (1522-1523), der letzte nichtitalienische Papst vor der Wahl Johannes Pauls II. im Jahr 1978. Dass allein fünf Päpste in der Zeit zwischen 1046 und 1058 amtierten, hat einen machtpolitischen Grund: Die "deutsche" Kaiser Heinrich III. und sein Nachfolger Heinrich IV. aus dem Herrschergeschlecht der Salier bestimmten damals die Papstwahl und nominierten "ihre" Kandidaten.
Eines hebt Leo IX. unter den deutschen Päpsten jedoch weiterhin hervor: Er ist bislang der Einzige von ihnen, der heilig gesprochen wurde.
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Text:
KNA Katholische Nachrichtenagentur GmbH | Foto: Michael Bönte
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