
Papst Benedikt XVI.
Auslandsreise Benedikts XVI. nach Zypern
Papst mahnt die Welt zum Friedenseinsatz für Nahost
Nikosia. Benedikt XVI. hat die Weltgemeinschaft zu verstärkten Anstrengungen für den Frieden im Nahen Osten aufgerufen. Die anhaltenden Spannungen in der Region, insbesondere im Heiligen Land, müssten gelöst werden, bevor es zu noch größerem Blutvergießen komme, sagte der Papst am Sonntag (06.06.2010) in Nikosia.
In der zyprischen Hauptstadt stellte er das Arbeitspapier für die bevorstehende Nahostsynode vor. Schwerpunkte des Bischofstreffens vom 10. bis 24. Oktober im Vatikan sind demnach die Hilfe für die Christen im Nahen Osten, der interreligiöse Dialog mit Muslimen und Juden sowie der palästinensisch-israelische Konflikt. Auch der ökumenische Dialog mit den Ostkirchen soll gestärkt werden.
Zuspruch für Christen
Auf seiner am Freitag (04.06.2010) begonnenen dreitägigen Zypernreise sprach der Papst den Christen im Nahen Osten wiederholt Mut zu. Er bestärkte die Menschen, trotz der Schwierigkeiten in ihren Heimatländern zu bleiben und damit ein Zeichen der Hoffnung und der Versöhnung zu setzen. Zugleich forderte er mehr Hilfe für die bedrängten Christen in der Region.
Der Papst warb während der Reise für verstärkte Bemühungen um den interreligiösen Dialog. Mehrmals bezog er sich dabei ausdrücklich auf den Austausch mit dem Islam. Am Samstag (05.06.2010) traf er sich in Ergänzung zum ursprünglichen Programm im Garten der Nuntiatur von Nikosia kurz mit dem Sufi-Lehrer Scheich Nazim. Christen, Muslime und Juden ermahnte er zum friedlichen Miteinander.
Ökumene mit der Orthodoxie
Die Ökumene mit der orthodoxen Kirche von Zypern stärkte Benedikt XVI. bei einer ökumenischen Feier zu Beginn der Reise am Freitag (04.06.2010). Zudem beschwor er mit dem orthodoxen Erzbischof Chrysostomos II. Gemeinsamkeiten und eine Fortsetzung des Dialogkurses.
Die zyprischen Katholiken forderte der Papst auf, Vertrauen zwischen Christen und Nichtchristen zu schaffen und damit für Frieden über religiöse, politische und kulturelle Grenzen hinweg zu sorgen. Die Bevölkerungsgruppen der geteilten Insel rief er zu Versöhnung auf. In einer Rede vor Diplomaten und staatlichen Autoritäten mahnte er grundsätzlich eine stärkere Ausrichtung der Politik an ethischen Werten an. Die 16. Auslandsreise führte ausschließlich in den südlichen Teil der seit 1974 geteilten Insel. Die "Türkische Republik Nordzypern" ist international nicht anerkannt.
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Text:
KNA Katholische Nachrichtenagentur GmbH | Foto: Michael Bönte
06.06.2010
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