
Bischof Felix Genn (r.) mit dem evangelischen Bischof Jürgen Johannesdotter.
Bischof Felix Genn auf einem Podium des Ökumenischen Kirchentags
Geistliche Gemeinschaften als Geschenk Gottes
München. Bischof Felix Genn hat Neue Geistliche Gemeinschaften als "Geschenk Gottes" bezeichnet. Auf einem Podium des 2. Ökumenischen Kirchentags sagte Genn am Samstag (15.05.2010) in München, der Schatz dieser Gemeinschaften sei "kaum gehoben, noch gar nicht genug entdeckt".
Es "belebt die Kirche von innen", wenn Christen sich in Neuen Geistlichen Gemeinschaften "um das Wort Gottes versammeln, das Wort teilen und ihre Erfahrungen des Alltags", sagte der Bischof. "Dabei ereignen sich Glaube und Kirche." Er lobte auch die "gelebte Ökumene" dieser Gemeinschaften, deren Mitglieder oft verschiedenen Konfessionen angehörten, und rief die Kirche auf, sich von der Arbeit solcher Gruppen beschenken zu lassen.
Genn äußerte sich bei einer Veranstaltung, bei der Neue Geistliche Gemeinschaften sich und ihre Angebote für Ehepaare und Familien vorstellten. Der Bischof war als Vorsitzender der Kommission für Geistliche Berufe der Deutschen Bischofskonferenz eingeladen worden.
Neben ihm saß Jürgen Johannesdotter auf dem Podium, bis 2009 lutherischer Bischof von Schaumburg-Lippe, nun im Ruhestand. Er war zuletzt "Kommunitätenbischof" der lutherischen Kirche. Neue Geistliche Gemeinschaften, die Hilfen gäben, um "Familie christlich zu leben", würden ein bestehendes "Defizit" ausgleichen, sagte Johannesdotter. Ohne Familien sei "das Netzwerk der Werte-Weitergabe" an Kinder gefährdet. Den Gemeinschaften gelinge es, "Gemeinde zu pflanzen".
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