
Die Figur der Schutzmantelmadonna hat der Künstler aus dem Stein gefräst.
Mein Denkmal und ich (213)
Ein Zeichen der Hoffnung
Ascheberg-Herbern. Seit 1911 gibt es in der Bauerschaft Horn in Ascheberg-Herbern die Hofstelle der Familie Hohenhövel. Doch nie gab es einen Bildstock. "Meine Schwiegermutter wollte so gern einen. Und als wir die neue Halle gebaut haben, hat sich der Platz davor angeboten", berichtet Antonia Hohenhövel. Aber der Wunsch der Schwiegermutter war nicht der einzige Grund, dass sich die Familie vor zwei Jahren entschlossen hat, eine Schutzmantelmadonna anfertigen zu lassen.
"Unser jüngster Sohn Christoph hatte in der ersten Klasse einen Schwimmunfall und ist seitdem ein Pflegefall, der rund um die Uhr betreut werden muss", berichtet die 54-jährige Hohenhövel. Vor einigen Jahren hatten die Ärzte den heute 24-Jährigen aufgeben, doch die Familie betete für ihn. "Wir waren oft am Grab der seligen Schwester Euthymia in Münster und haben zu ihr gebetet. Aus Dankbarkeit, dass Christoph noch bei uns ist und wir mit ihm sprechen können, haben wir den Bildstock errichtet", erzählt Günter Hohenhövel. Und aus Verehrung der 2001 in Rom selig gesprochenen Clemensschwester hatte sich die Familie für eine Schutzmantelmadonna entschieden.
Antonia Hohenhövel, Herbern. |
Gefertigt wurde der Bildstock aus einem Stück Granit vom Warendorfer Künstler und Bildhauer Wolfgang Budde. "Durch verschiedene Frästechniken erscheint die Maria dunkler als der Stein", weiß Günter Hohenhövel.
Am 14. Mai 2008 wurde der Bildstock von Pfarrer Rudolf Kruse gesegnet. "Die Kolpingsfamilie Herbern hat bei uns bereits eine Maiandacht gefeiert", berichtet Antonia Hohenhövel, die das Areal gemeinsam mit ihrem Mann pflegt. Sie haben es so gestaltet, dass immer Pflanzen in Blüte stehen.
Die Familie hält zusammen, auch wenn es Schwierigkeiten gibt. "Unsere beiden älteren Söhne helfen mit, so gut sie können", freut sich Günter Hohenhövel über den Rückhalt. Die Landwirtschaft, die die Familie im Nebenerwerb betreibt, helfe ihm, durch die körperliche Arbeit den Kopf freizubekommen. "Das mache ich gern. Die Arbeit gibt mir Kraft, ebenso wie mein Glaube", berichtet er.
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Text: Michaela Kiepe | Fotos: Michaela Kiepe in
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14.05.2010
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