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18.09.2018
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Regenbogen

Kirche und Homosexualität – ein viel diskutiertes Thema.

Zwei Professoren schreiben in Kirche+Leben

Moraltheologen uneinig in Bewertung der Homosexualität

Münster / Vatikanstadt. Katholische Theologen beantworten Fragen nach dem Umgang mit Homosexualität und der sogenannten "Homo-Ehe" nicht einheitlich. Das zeigen zwei Gastbeiträge für mehrere Bistumszeitungen, die unter anderem in der münsterschen Wochenzeitung Kirche+Leben (Ausgabe vom 14.06.2015) erscheinen.

Goertz: Ausdruck der Liebe nicht mit Schuld verbinden

Für eine andere Bewertung von Homosexualität in der Kirche spricht sich der katholische Moraltheologe Stephan Goertz aus. Aus der Bibel lasse sich die pauschale Ablehnung von praktizierter Homosexualität nicht ableiten, schreibt der Professor an der Universität Mainz: "In keinem Fall verurteilt die Bibel das, was seit circa 150 Jahren unter Homosexualität verstanden wird, also die sexuelle Ausdrucksweise der Beziehungsfähigkeit eines gleichgeschlechtlich orientierten Menschen." In seinem Beitrag erläutert Goertz, unter welchen Bedingungen gelebte Homosexualität nicht als Sünde bezeichnet werden kann.

Sexualität diene nicht nur der Fortpflanzung, sondern sei auch Ausdruck einer Liebesbeziehung, schreibt der Moraltheologe. Das Zweite Vatikanische Konzil "bestand darauf, dass es keine Hierarchie der Funktionen von Sexualität mehr geben soll". Wenn zwei Homosexuelle ihre Liebe – respektvoll und verbindlich – sexuell ausdrücken, dürfe man das nicht mit Schuld verbinden.

Schallenberg: In sich ungeordnete Handlungen

Dagegen verteidigt der Paderborner Moraltheologie-Professor Peter Schallenberg die ablehnende Haltung gegenüber praktizierter Homosexualität ausdrücklich mit Verweis auf die Bibel. Man könne zwar nur begrenzt von Sünde sprechen, es handele sich aber um in sich "ungeordnete Handlungen". Schallenberg erinnert daran, dass der Katechismus Homosexuelle zur Keuschheit aufruft.

Mit Blick auf die Diskussion um die sogenannte "Homo-Ehe" mahnt Schallenberg zur Gelassenheit: Regierung und Parlament "aufzufordern, auf gesetzliche Reglungen für gleichgeschlechtliche Partnerschaften zu verzichten (selbst wenn der Staat diese als Ehe bezeichnet), halte ich für unangemessen und illusorisch, ja unnötig diskriminierend."

Im Wortlaut

Die vollständigen Beiträge der Professoren Stephan Goertz und Peter Schallenberg lesen Sie in der münsterschen Wochenzeitung Kirche+Leben (Ausgabe vom 14.06.2015).

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Text: KNA Katholische Nachrichtenagentur GmbH | Foto: Michael Bönte
11.06.2015

    1. Dossier: Familie und Familienpolitik
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