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17.11.2018
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"Pro NRW"-Positionen "nicht mit dem Glauben vereinbar"

Kirchen wehren sich gegen Rechtspopulisten

Bistum. Die Bistümer Münster und Essen, die rheinische und die westfälische evangelische Kirche weisen die Vereinnahmung der Christen durch die rechtspopulistische Gruppierung "Pro NRW" auf "das Entschiedenste zurück". Deren Positionen seien "mit dem christlichen Glauben nicht vereinbar", erklärten die Kirchen am Donnerstag (25.03.2010).

Die Erklärung haben Bischof Felix Genn, der Essener Bischof Franz-Josef Overbeck, der rheinische evangelische Präses Nikolaus Schneider und sein westfälischer Amtskollege Alfred Buß unterzeichnet. Sie werfen "Pro NRW" vor, "gezielt Vorurteile gegen den Islam" zu schüren und pauschal Ausländer für die sozialen Probleme verantwortlich zu machen.

Für Moscheebauten, gegen Minarettverbot

Die Kirchen hätten sich "immer wieder zu einem respektvollen Umgang mit Fremden und einem gleichberechtigten Leben von Muslimen" in der Gesellschaft bekannt. Dazu gehöre das "Recht, Moscheen zu errichten". Zudem sei ein Minarettverbot "mit unserem Verständnis von Religionsfreiheit nicht vereinbar".

Die Parole "Abendland in Christenhand" sei ein Versuch, Christen für populistische Positionen zu vereinnahmen. Das weisen Bischöfe und Präsides zurück. Sie rufen Gläubige, Geistliche und Gremienmitglieder vielmehr auf, an Veranstaltungen der Kirchen für ein friedliches Zusammenleben und an Aktionen gegen "Pro NRW" teilzunehmen. Die Gruppierung hat für das Wochenende "Mahnwachen" vor Moscheen unter anderem in Herten angekündigt.

Dankbar für Projekte des interreligiösen Dialogs

Genn, Overbeck, Schneider und Buß schreiben, sie seien dankbar für die vielen Projekte, in denen sich christliche Gemeinden und Moscheevereine gemeinsam für Verständigung und Dialog einsetzen und Verantwortung übernehmen würden für den Stadtteil: "Wir bitten Sie, weiterhin den Kontakt zu den muslimischen Nachbarn zu suchen und für den gegenseitigen Abbau von Vorurteilen einzutreten." Gemeinsamer Einsatz sei "das beste Mittel im Kampf gegen Extremismus".

Mehr zum Thema in kirchensite.de:

  1. Öffnet internen Link im aktuellen FensterÜbersicht: Ökumene
  2. Öffnet internen Link im aktuellen FensterDossier: Bischof Felix Genn
  3. Öffnet internen Link im aktuellen FensterDossier: Bischof Franz-Josef Overbeck

Text: Jens Joest
25.03.2010

    1. Übersicht: Ökumene

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