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24.05.2012
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Mein Denkmal und ich.

Das Hofkreuz in Naendorf zeigt Christus als den Auferstandenen.

Mein Denkmal und ich (191)

Zeichen der Auferstehung

Neuenkirchen. Fragt man Josef Bertels nach einem außergewöhnlichen Tag seiner Kindheit, dann muss er nicht lange überlegen. Der 11. Mai 1943 haftet noch heute in seinem Erinnerungsschatz. "Das war ein Sonntag und mein 13. Geburtstag. Das Besondere an diesem Tag aber war, dass unser Hofkreuz gesegnet wurde", erzählt er.

Ein wenig abgerückt von der Straße ragt es aus den Vorgartenanlagen des Grundstücks in der Neuenkirchener Bauerschaft Naendorf Nr. 30 empor. Und es hat schon manchen Betrachter verblüfft. Denn die Figur an diesem Kreuz stellt nicht den Gekreuzigten dar, sondern den auferstandenen Christus. "Es halten oft Radfahrer an, die unser Hofkreuz anschauen und sich über das Bildnis wundern", erzählt Bernhardine Bertels, die das Umfeld des Bildstocks gemeinsam mit ihrer Schwiegertochter Mechthild liebevoll pflegt. Auf keinen Fall möchten die Frauen dieses Hofkreuz missen. "Das Kreuz gehört zu unserem Leben dazu", sagen sie.

Josef Bertels, Naendorf.

Josef Bertels berichtet, dass die Errichtung eines Hofkreuzes ein Anliegen seiner Großeltern Hermann und Sophia Bertels war, seit ihre beiden Söhne August und Karl unversehrt aus dem Ersten Weltkrieg heimkehrten. Als die Familie diesen Wunsch 25 Jahre später  realisierte, war Großvater Hermann bereits gestorben. Großmutter Sophia aber erlebte die Segnungsfeier des Hofkreuzes gemeinsam mit ihren acht Kindern und Enkeln. Aus welchen Gründen seine Großeltern den auferstandenen Christus als Motiv wählten, ist Josef Bertels allerdings nicht bekannt. "Die werden sich schon irgend etwas dabei gedacht haben", sagt er. Vielleicht sahen sie darin ein Symbol für Hoffnung und Glauben.

Ein öffentliches Bekenntnis zum Glauben haben die Vorfahren der Familie Bertels zum Beispiel in einem Schriftstück dokumentiert, das in den Sockel des Hofkreuzes eingelassen wurde. "Im frommen Glauben an den Erlöser erflehen wir Heil und Segen für Haus und Hof jetzt und in kommenden Zeiten", heißt es in dem Schriftstück.

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Text: Irmgard Tappe | Foto: Irmgard Tappe in Öffnet internen Link im aktuellen FensterKirche+Leben
03.11.2009

    1. Schwerpunktthema: Mein Denkmal und ich

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