
Freuen sich auf die Erste Ökumenische Kirchennacht und machen Werbung für die Sonderzüge zum Zweiten Ökumenischen Kirchentag im Mai nächsten Jahres in München (von links): Matthias Schlettert, Geschäftsführer des Kreisdekanats Borken, Kreisdechant Wilfried Theising aus Borken, Superintendent Joachim Anicker vom evangelischen Kirchenkreis Steinfurt-Coesfeld-Borken und Michael Kappes, Ökumene-Referent im Bistum Münster.
Erste Ökumenische Kirchennacht am 24. Oktober
Gotteshäuser neu entdecken
Borken/Coesfeld/Steinfurt. Am Samstag (24.10.2009) findet in den Kreisen Borken, Coesfeld und Steinfurt die "Erste Ökumenische Nacht der offenen Kirchen" statt. Mehr als 70 evangelische und katholische Gemeinden beteiligen sich daran. Sie halten in der Zeit von 20 bis 24 Uhr die Türen ihrer Gotteshäuser offen und laden zu Projekten und Veranstaltungen ein. Gleichzeitig soll dies ein ökumenisches Zeichen der Gemeinschaft im Vorfeld des Ökumenischen Kirchentags im Mai nächsten Jahres in München sein.
Eine nachhaltige Wirkung der Ersten Ökumenischen Kirchennacht erwartet Kreisdechant Wilfried Theising von den vielen Veranstaltungen, die mehr als 70 Gemeinden in den Kreisen Borken, Steinfurt und Coesfeld am 24. Oktober in den Abendstunden anbieten: "Wir laden alle Menschen ein, sich von den Räumen der Gotteshäuser ansprechen zu lassen, die sie vielleicht kennen oder die sie lange nicht mehr oder noch nie betreten haben. Die Kirchennacht bietet eine gute Gelegenheit, die ökumenischen Kontakte zu intensivieren und sich auf den Zweiten Ökumenischen Kirchentag in München einstimmen zu lassen."
In vielen Orten kommt es zu verschiedenen, zeitlich aufeinander abgestimmten Veranstaltungen, die von musikalischen Darbietungen bis hin zu Gebetsangeboten reichen. Der evangelische Superintendent Joachim Anicker ist über die große Beteiligung der Gemeinden erfreut und hofft, dass das geschwisterliche Miteinander vor Ort gestärkt wird. "Ich freue mich immer wieder, neue katholische Gotteshäuser zu entdecken und ihre Ausstattung zu betrachten. Es ist gut, die ökumenischen Beziehungen zu vertiefen, auch wenn auf höheren Ebenen etwas mehr Bewegung des Aufeinander-Zugehens wünschenswert wäre."
Nicht nur in den Städten, sondern auch in einigen Dörfern besteht die Möglichkeit, Neues zu entdecken: So öffnet die St.-Stephanus-Kirche in Gescher-Hochmoor um 20 Uhr ihre Türen. Meditative Kirchenführungen sind für 20 Uhr und 22 Uhr geplant, um 21 Uhr gibt es Orgelmusik, um 23.30 Uhr besteht die Gelegenheit zum Nachtgebet. Die Kirchenführungen beim Licht der Taschenlampe nehmen die Botschaft der Farben und die Mooreiche, aus der Kreuzbalken, Altar und Ambo entstanden, in den Blick.
In Rheine sind die St.-Elisabeth-Kirche, die St.-Dionysius-Kirche und die evangelische Jakobi-Kirche geöffnet. Beginn ist um 20 Uhr mit einem meditativen Taizé-Gebet in St. Elisabeth. Um 21.30 Uhr gibt es Musik und geistliche Lesungen in St. Dionysius. In der Jakobi-Kirche ist für 22.30 Uhr eine Agape-Feier vorgesehen. Besucher in Rheine können in dieser Zeitfolge den ganzen Weg mitgehen oder auch nur einzelne Stationen besuchen. Auch in Bocholt öffnen zahlreiche Kirchen. Geplant ist dort sogar der Einsatz von Bussen, um eine kleine Rundreise zu den verschiedenen Gotteshäusern unternehmen zu können.
In der Kirche St. Johannes in Senden-Bösensell wird zunächst ein Konzert mit Harfe und Orgel die Besucher erfreuen. Es folgen Lesungen zu den Themen "Frage nach dem Sinn" und "Frage nach Gott". In Dülmen gibt es in vier Kirchen beider Konfessionen verschiedene Aktionen, eine Wanderung zur evangelischen Christus-Kirche und eine Kunstinstallation in der St.-Viktor-Kirche. In Nottuln beginnt die Ökumenische Kirchennacht um 19.45 Uhr mit einem gemeinsamen Glockengeläut aller Kirchen. In Billerbeck startet um 22.30 Uhr eine gemeinsame Lichterprozession.
Kleine Auswahl der Angebote zur Ökumenischen Kirchennacht:
Ahaus-Ottenstein St. Georg:
20 Uhr Orgelkonzert, 22 Uhr Bilder, Lieder und Texte aus Ghana, 23 Uhr Saxophonkonzert, 24 Uhr "Gute-Nacht-Gebet"
Bocholt St. Josef:
Ab 20 Uhr lädt der Bilderzyklus von Andreas Felger zum Vaterunser auf Großleinwand im abendlichen Kirchenraum zur Meditation ein. Kurze Texte und Musik ergänzen die Bildfolge, die fortlaufend gezeigt wird
Bocholt St. Georg:
20 Uhr Taizé-Gebet, ab 22 Uhr Nachtreffen im Pfarrheim
Borken St. Remigius: 20 Uhr Kirchenführungen, 20.45 Uhr Orgelmusik, 21.30 Uhr Kerzenmeditation, 23.30 Uhr Gebet zur Nacht, 24 Uhr Mitternachtsläuten, anschließend Begegnung bei Wein und Brot im Kapitelshaus
Rhede St. Gudula:
22 Uhr Orgelimprovisation zu Bildern, 23 Uhr gemeinsames Beten, Singen und Tanzen
Schöppingen St. Brictius:
19.30 Uhr Vorstellungen der einzelnen Glocken, Orgelmusik, 21.15 Gang zur evangelischen Johannes-Kirche, 22 Uhr Gang zur St.-Brictius-Kirche
Stadtlohn St. Otger und evangelische Kirche:
20 Uhr "Kirchen mit allen Sinnen entdecken"
Vreden Stiftskirche St. Felizitas:
21 Uhr Konzert der Gruppe "Charisma", 23 Uhr "Die Krypta im Kerzenschein"
Steinfurt-Burgsteinfurt:
20 Uhr gemeinsamer Beginn in der kleinen evangelischen Kirche, abschließend verschiedene Stationen in der evangelischen und katholischen Kirche, 21.30 Uhr Abschluss mit Agape-Mahl in der Kirche St. Johannes Nepomuk
Billerbeck St. Johann/St. Ludger:
22.30 Uhr Lichterprozession zur Kirche St. Johann, 22.45 Uhr Lichterprozession zum Ludgerus-Dom, 23 Uhr Lichter-Prozession zur evangelischen Kirche.
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Text: Johannes Bernard | Foto: Johannes Bernard in
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