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24.05.2012
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Georg Menke.

Georg Menke.

Eine große Portion Gottesfurcht

Gegen den Zahn der Zeit

Halen. Der Anrufbeantworter von Georg Menke begrüßt einen im besten Plattdeutsch. Heimatliebe ist für den 43-jährigen Familienvater aus der kleinen Ortschaft Halen im Kreis Cloppenburg kein leeres Wort. Durch diese Heimat geht er mit wachen Augen: zum Beispiel auf seinem Weg zur Arbeit, als Gruppenleiter im Gartenbau einer Einrichtung für Behinderte in Vechta. Wenn er diesen Weg von gut 20 Kilometern einmal mit dem Fahrrad zurücklegt, ist er immer wieder beeindruckt von der Fülle der Wegkreuze und Mariengrotten am Straßenrand.

Hinter jedem Denkmal stehe eine persönliche Geschichte, sagt er. Die Kirche+Leben-Serie "Mein Denkmal und ich" hat ihn in diesem Eindruck bestärkt. "Ich glaube, da ist immer eine große Portion Gottesfurcht mit verbunden." Denn sonst würden die Menschen – so seine Überzeugung – diese Denkmäler nicht über Generationen "mit Liebe und Ehrfurcht" pflegen.

Eine Frage hat ihn jedoch immer wieder beunruhigt: Was geschieht mit Kreuzen und Denkmälern, an denen der Zahn der Zeit nagt und deren Pflege nicht gesichert ist? Weil die nächste Generation auf dem Hof oder dem Grundstück mit dieser Tradition vielleicht wenig anfangen kann?

So kam Georg Menke auf den Gedanken, ob man nicht so etwas wie Patenschaften anstoßen könne. Menschen wie er, denen Wegkreuze und Denkmäler etwas bedeuten, denen Begriffe wie "Gottesfurcht" und "Ehrfurcht" keine Fremdwörter sind, würden sich sicher dort einsetzen. Aber er könne sich auch vorstellen, dass der Kindergarten eines kleinen Orts sich das zur Aufgabe mache, dass eine Gruppe von Vier- oder Fünfjährigen regelmäßig zu einer Kreuzanlage gehe, den Korpus wasche und die Pflanzen pflege.

Er selbst würde sich gern auch ein Kreuz an seinem Haus aufstellen. Nicht unbedingt ein neues, ein älteres, vernachlässigtes Kreuz wäre ihm ebenso lieb. "Das würde ich sofort abholen."

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  1. undefinedEngagement für zerstörte Denkmäler
  2. undefinedZeitintensive Arbeit am Stein
  3. Öffnet internen Link im aktuellen FensterÜbersicht: Bildstöcke und Wegkreuze
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Text: Franz Josef Scheben | Foto: Franz Josef Scheben in Öffnet internen Link im aktuellen FensterKirche+Leben
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