Anzeige:
Werbung

kirchensite.de | Online mit dem Bistum Münster: Nachrichten aus der Kirche, katholischer Glaube, Spiritualität, Heiligenlexikon, Veranstaltungen, Seelsorge, Fürbitte, Bibelarbeiten, Dossiers.

. . . . .
Seite: Aktuelles
24.05.2012
Artikel drucken
Logo kirchensite.
Weihbischof Overbeck.

Weihbischof Overbeck: Die Ernte des Jahres als Gabe der Schöpfung hat ihren Ursprung in der Hirtensorge Gottes für die Menschen.

Feier mit Bundespräsident Köhler in Berlin

Weihbischof Overbeck: Erntedank ist keine Folklore

Bistum. Das Erntedankfest ist nach Meinung von Weihbischof Franz-Josef Overbeck keine Folklore. Christen seien der Überzeugung: das, was dem Leben diene und die Menschen satt mache, sei nicht selbstverständlich, sondern Gott zu verdanken.

Das erklärte Overbeck bei einem ökumenischen Gottesdienst in der Berliner Kapelle der Versöhnung anlässlich der Überreichung einer Erntekrone an Bundespräsident Horst Köhler am Dienstag (29.09.2009) in Berlin. Der Regionalbischof für die Region Münster-Warendorf rief dazu auf, sich zu fragen, was denn der innere Zusammenhang all dessen sei, was die Menschen sättige. Er schränkte allerdings ein: Es sei schwer, angesichts aktueller realer Nöte etwa von Milchbauern den Schöpfer zu entdecken, von dem Christen der Überzeugung seien, dass er der Urheber alles Guten sei.

Nicht nur Ergebnis klugen wirtschaftlichen Kalküls

Die Ernte ist aber nach Auffassung Overbecks nicht allein das Ergebnis klugen wirtschaftlichen Kalküls, landwirtschaftlichen Könnens, einer entsprechenden Wetterlage und möglicherweise günstigen Marktpreisen, "sondern sie verdankt sich Gott".

Der Weihbischof ging auch auf das Bild Gottes als Hirte ein: "Es gibt keine Wirklichkeit ohne Gott, keine Wirklichkeit, die nicht behütet ist, damit aus göttlichem Anspruch heraus in ihr das Rechte geschähe und Gerechtigkeit geübt werde." Die Ernte des Jahres als Gabe der Schöpfung habe ihren Ursprung in der Hirtensorge Gottes für die Menschen.

Gottes schöpferischer Macht und Hirtensorge

"Derjenige, der im Glauben an diesen Gott sein Ethos und sein von sittlichen Überzeugungen durchdrungenes Leben gestaltet, wird sich keine Anstrengung nehmen lassen, das beste Ergebnis zu erzielen und in allen komplizierten, auch derzeit schwierigen Lagen für Recht und Gerechtigkeit Sorge tragen zu wollen." Der Christ wisse: Alles werde getragen von Gottes schöpferischer Macht, die sich in seiner Hirtensorge zeige.

Bundespräsident Horst Köhler hat sich bei der Entgegennahme der Erntekrone von Landfrauen und Landjugend des Deutschen Bauernverbandes (DBV) für eine umweltschonende und fair entlohnte Landwirtschaft ausgesprochen. "Die Schöpfung zu bewahren ist die beste Perspektive gerade auch für den Bauerstand", sagte Köhler.

"Landwirtschaft braucht gute Zukunft"

Die einheimische Landwirtschaft brauche und verdiene eine gute Zukunft, sagte Köhler. Lebensmittel seien keine Ware wie jede andere. Ihren Grund- und Notbedarf sollten die Konsumenten möglichst aus heimischem Anbau decken. Rechne man die Kosten für Transport und Verkehr ein, seien die regionale Landwirtschaft und Lebensmittelerzeugung oft preisgünstiger und umweltschonender. Eine bäuerliche statt einer industriellen Landwirtschaft erleichtere auch "den behutsameren Umgang mit unseren Mitgeschöpfen".

DBV-Präsident Gerd Sonnleitner verwies auf die Auswirkungen der Finanzkrise für die Bauern in Deutschland. Sie hätten das Gefühl, dass die oberste Maxime allen politischen Handelns niedrige Nahrungsmittelpreise seien. Sie kämen auch mit dem Widerspruch nicht zurecht, "dass ihr Ansehen zwar hoch, aber der Wert ihrer Arbeit sehr niedrig sei". Brigitte Scherb, Präsidentin des Deutschen Landfrauenverbandes, sagte, viele Verbraucher seien bereit, einen fairen Preis zu bezahlen. Sie müssten aber hierfür "endlich seitens des Handels die Möglichkeit erhalten."

Roggen auf dem ehemaligen Todesstreifen

Die ökumenische Andacht hielten Weihbischof Franz-Josef Overbeck und der evangelische Beauftragte für den Dienst auf dem Lande, Pfarrer Manfred Fischer. Die Erntekrone stammte in diesem Jahr von Landfrauen der Region Osnabrück. Eine Winzergruppe der Landjugend Rheinland-Nassau führte Tänze auf.

Zum Abschluss der Erntedankveranstaltung säte Köhler Roggen auf dem Feld vor der Kapelle der Versöhnung auf dem ehemaligen Todesstreifen aus. An diesem historischen Ort in Berlin wird seit fünf Jahren im Rahmen des Kunstprojektes "Roggenfeld auf dem Todesstreifen" des Bildhauers Michael Spengler Getreide angebaut. Der Künstler verwies darauf, dass das Bild eines wogenden Kornfeldes im Umfeld einer Großstadt stärker wirke, weil vielen Menschen der Bezug zum Rhythmus der Jahreszeiten und zum Lauf der Jahresfeste verloren gegangen sei.

Mehr zum Thema in kirchensite.de:

  1. Öffnet internen Link im aktuellen FensterDokumentiert: Erklärung zum Erntedankfest am 4. Oktober 2009
  1. Öffnet internen Link im aktuellen FensterKirche von A bis Z: Erntedank
  2. Öffnet internen Link im aktuellen FensterDokumentiert: Die Predigt von Weihbischof Overbeck
  3. Öffnet internen Link im aktuellen FensterÜbersicht: Weihbischof Franz-Josef Overbeck

Text: Norbert Göckener, Öffnet externen Link in neuem FensterKNA Katholische Nachrichtenagentur GmbH | Foto: Michael Bönte  
29.09.2009

    1. Erklärung zum Erntedankfest am 4. Oktober 2009
    1. Kirche von A bis Z: Erntedank

Schwerpunktthema

Vom 16. bis 20. Mai 2012 findet in Mannheim der 98. Deutsche Katholikentag statt. Er steht unter dem Leitwort "Einen neuen Aufbruch wagen".

Vorlagen für Maiandachten

Ein besonderer kirchensite.de-Service: Wir bieten Ihnen eine Reihe von Vorschlägen für Andachten zur Muttergottes im Monat Mai zum Herunterladen an.

Neues Seelsorgekonzept

Im Bistum Münster wird derzeit ein neuer Diözesanpastoralplan erstellt. Er soll Schwerpunkte der Seelsorge benennen. Ein erster Entwurf steht zum Herunterladen bereit.

Das aktuelle VIDEO...

Grüße vom Katholikentag (1): Aufbruch gelingt ...

Bibelarbeit

Unterwegs nach Emmaus: Kleopas und sein Freund.

Wir beten für Sie!

KLOSTERFÜRBITTE im Monat Mai: St.-Franziskus-Haus in Nordwalde.

Bischof Felix Genn

Sein Leben – sein Wirken – seine Texte.

Kommunionempfang

Erzbischof Robert Zollitsch setzt sich weiterhin dafür ein, dass Katholiken auch nach Scheidung und Wiederheirat die Kommunion empfangen können.

Wohnungsnotfallhilfe

In einer Wohnung oder einem Haus zu wohnen, ist für Jeden selbstverständlich und lebensnotwendig.

Durch das Jahr

Liturgie und Brauchtum zu Pfingsten: Ein wenig Geist und viel Frühling.

Dossier: Maria

Maria ist die Mutter Jesu Christi - und hat daher eine besondere Stellung im christlichen Glauben.

Landvolkshochschule

Mit einem Festakt wurde der langjährige Direktor der Landvolkshochschule "Schorlemer Alst", Johannes K. Rücker, in den Ruhestand verabschiedet.

Glaubenswissen

Frömmigkeit - Gesamthaltung des gläubigen Menschen vor Gott.

Heilige und Selige

Das Bistum Münster kann auf viele Frauen und Männer zurückblicken, die ein herausragendes Zeugnis für den christlichen Glauben abgelegt haben.

Geistlicher Impuls

"Gehet hin in Frieden!"

Trauerseelsorge

Hilfe bei berufsethischen Fragen.

Ehegericht

Mit seinen rund 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern beschäftigt sich Offizial Kurt Schulte größtenteils mit so genannten Ehenichtigkeitskeitsverfahren.

Mit der Bibel leben

Ich bin das A und O.

Verbände

Christliche Arbeiter-Jugend.

Sterbebegleitung

Wann beginnt das Sterben? Was erwartet mich auf meinen letzten Wegen vor dem Tod? Kann ich mich und meine Verwandten auf diese Wege vorbereiten?

Regionen

Cosfeld / Recklinghausen.

Kirche von A bis Z

Marienerscheinung: Mittlerrolle der Mutter Jesu

Wallfahrtsorte

Vinnenberg: Muttergottes vom Himmelreich.

Heiligenlexikon

30. Mai: Heilige Johanna von Orléans.

Glaubens-ABC

Marienverehrung: Magd des Herrn

Marienmonat

Als schönster Monat des Jahres soll der Mai der "schönsten aller Frauen" geweiht sein. Maialtäre und Maiandachten entstammen einer barocken Frömmigkeitstradition.

Service für Sie

RSS-Feed Topnews

Öffnet internen Link im aktuellen FensterNewsticker für Ihr Web

Spruch des Tages

Freude an der Arbeit lässt das Werk trefflich geraten.
Aristoteteles

Reden, Fragen, Antworten finden

im "Haus der Seelsorge" hat man ein offenes Ohr für Sie


Seelsorger im Mai:
Pfarrer Martin Weber.

Seelsorger/-innen

Haus der SeelsorgeHaus der Seelsorge

Heiligenlexikon in "kirchensite.de"

im Heiligenkalender können Sie nach Monaten blättern. Oder wählen Sie hier nach Buchstaben aus:

 

Kontakt

  kirchensite-Redaktion:
  redaktionkirchensite.de

  Lebenshilfe+Seelsorge: 
  Martin Weber
  weberkirchensite.de

  Technik:
  technikdialogverlag.de

Dialogversand