Anzeige:
Werbung

kirchensite.de | Online mit dem Bistum Münster: Nachrichten aus der Kirche, katholischer Glaube, Spiritualität, Heiligenlexikon, Veranstaltungen, Seelsorge, Fürbitte, Bibelarbeiten, Dossiers.

. . . . .
Seite: Aktuelles
04.02.2012
Artikel drucken
Logo kirchensite.
80 Prozent aller religiös Verfolgten sind Christen.

Immer mehr Christen leiden unter Verfolgung.

Menschenrechtler: Keine Koalitionen mit der Linkspartei

80 Prozent aller religiös Verfolgten sind Christen

Bonn. Etwa 80 Prozent aller religiös Verfolgten weltweit sind nach Angaben der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) Christen.

Ihr Anteil wachse weiter, etwa durch die Einführung und Anwendung des islamischen Rechts, der Scharia, in zahlreichen Ländern der Erde, sagte der Vorsitzende der Menschenrechtsorganisation, Martin Lessenthin, am Donnerstag (17.09.2009) der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) in Bonn. Er berief sich auf eine Erhebung unter den Mitarbeitern und Mitgliedern seiner Organisation. Zu ähnlichen Ergebnissen kämen etwa die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) oder das internationale Hilfswerk Kirche in Not.

Oft gehe religiöse Verfolgung auch mit ethnischer Diskriminierung einher, betonte Lessenthin. Als Beispiel nannte er etwa den Iran oder China, wo neben Falun Gong, der evangelischen Hauskirchenbewegung und der romtreuen katholischen Untergrundkirche auch muslimische Uiguren und lamaistische Buddhisten aus Tibet Ziel behördlicher Unterdrückung seien.

Verfolgung anderer Religionen

Gleichzeitig erinnerte der IGFM-Vorsitzende auch an Verfolgung anderer Religionen durch oder mit Duldung von Christen. Seine Organisation habe mit gleicher Deutlichkeit wie gegen Islamismus auch gegen Menschenrechtsverstöße von Russen im überwiegend muslimischen Tschetschenien oder von Serben in Bosnien oder im Kosovo protestiert.

Als einen besonderen Fall nannte Lessenthin Indien, wo Christen, Muslime und Buddhisten gleichermaßen unter Übergriffen radikaler Hindus zu leiden hätten. Die Kritik der IGFM richte sich nicht nur gegen die Verfolger selbst, sondern auch gegen die Obrigkeit in jenen Staaten, die den betroffenen Minderheiten keinen Schutz biete. Dies gelte etwa für Nigeria, wo die Zentralbehörden zu wenig gegen die "barbarischen" Strafen unter der Scharia in überwiegend muslimischen Bundesstaaten einschritten.

Von in der DDR begangenem Unrecht distanzieren

Überdies warnte die IGFM vor jeder Koalition mit der Linkspartei. Eine Partei, deren führende Mitglieder sich bis heute nicht glaubhaft von in der DDR begangenem Unrecht distanzierten, dürfe nicht in einem Bündnis auf Bundes- oder Landesebene mitregieren, sagte Lessenthin. Die Erklärung der "Linken" zu ihrer Verantwortung sei ungenügend.

Am Donnerstag startete die IGFM in Frankfurt eine entsprechende Unterschriftenkampagne, der sich an die Vorsitzenden der Parteien im Deutschen Bundestag richtet. In dem Appell wird die DDR als ein "Unrechtsstaat" bezeichnet, der die Menschenrechte Andersdenkender "über Jahrzehnte hinweg auf das Schwerste verletzt" habe.

Systematischer Terror und psychische Folter

Als Beispiele nennt die Organisation systematischen Terror und psychische Folter in Haft, Hinrichtungen, Morde an der innerdeutschen Grenze, Zerstörung von Familien, die Bespitzelung in Betrieben, gesellschaftlichen Organisationen und Kirchen sowie Studier- und Ausbildungsverbote für Andersdenkende.

Der zuletzt zu verzeichnende Machtzuwachs der Linken 20 Jahre nach dem Mauerfall sei vor diesem Hintergrund eine "schwer zu ertragende Entwicklung", so die IGFM. Als eine "umbenannte SED" stelle die Partei Hunderttausende Schicksale "schulterzuckend als bloße Fehler" oder "unvermeidlichen Irrweg" dar. Es dürfe, so schließt der Appell, eine Zusammenarbeit nur mit jenen geben, die sich klar zu den Menschenrechten und der Aufarbeitung von Unrecht bekennten und "Verharmlosung, Nostalgie und Bündnissen mit Altgestrigen" entgegenträten.

36.000 Mitglieder

Die IGFM wurde 1972 von 13 Mitgliedern gegründet, zum Teil verfolgte Dissidenten aus der Sowjetunion und der DDR. Heute hat die Organisation nach eigenen Angaben 36.000 Mitglieder weltweit, die in 26 nationalen Sektionen organisiert sind. Die deutsche Sektion zählt demnach rund 3.000 Mitglieder.

Mehr zum Thema in kirchensite.de:

  1. Öffnet internen Link im aktuellen FensterÜbersicht: Umfragen und Studien

Text: Öffnet externen Link in neuem FensterKNA Katholische Nachrichtenagentur GmbH | Foto: Michael Bönte
17.09.2009

    1. Übersicht: Umfragen - Studien - Statistiken

Kirchweihe in Schillig

FOTOSTRECKE: St. Marien an der Nordseeküste ist der erste Kirchenneubau seit vielen Jahren im Bistum Münster.

Heiligenkalender

5. Februar: Heilige Agatha.

Ministrantenwallfahrt

"Ich glaub an dich!" – unter diesem Motto findet am 16. Juni 2012 die zweite Ministrantenwallfahrt der acht nordwestdeutschen Bistümer statt.

Berufe der Kirche

Die Diözesanstelle "Berufe der Kirche" ist Ansprechpartner für Menschen, die Interesse an einem Beruf in der Kirche haben.

Bischof Felix Genn

Sein Leben – sein Wirken – seine Texte.

Missbrauchsskandal

Der Missbrauchsskandal wurde vor zwei Jahren publik. Was hat sich seither getan?

Neues Seelsorgekonzept

Im Bistum Münster wird derzeit ein neuer Diözesanpastoralplan erstellt. Er soll Schwerpunkte der Seelsorge benennen. Ein erster Entwurf steht zum Herunterladen bereit.

Das aktuelle VIDEO...

Der Pastoralplan im VIDEO: "Wir fangen doch nicht bei Null an!"

Wir beten für Sie!

KLOSTERFÜRBITTE im Monat Februar: Klarissen-Kloster in Kevelaer.

Glaubenswissen

Gott! - Kein Name sei so besudelt und missbraucht wie dieser Name; so ähnlich hat es Karl Rahner, formuliert, man wird dieser Beobachtung nur zustimmen können - mit Bedauern.

Veranstaltungskalender

Terminhinweise aus dem Bistum.

Regionen des Bistums

Kleve / Wesel.

Bibelarbeit

"Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde" (Gen 1).

Kirchenmusik-Tagung

Mit der Zukunft der Kirchenmusik beschäftigte sich eine Fachtagung für Organisten und Chorleiter aus dem ganzen Bistum.

Ehe- und Familienseelsorge

Für Paare in allen Lebenslagen.

Wallfahrtsorte

Freckenhorst (bei Warendorf): Kreuzverehrung.

Fastenzeit

"Bedenke Mensch, dass du Staub bist".

Regionen des Bistums

Kleve / Wesel.

Glaubens-ABC

Engel: Gottes Bote.

Verbände

Deutsche Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG).

Beratung und Information

Das Bistum Münster bietet mit der Fachstelle für Sekten- und Weltanschauungsfragen ein Angebot für Hilfesuchende.

Heiligenlexikon

26. Februar: Seliger Adalbert und Seliger Ottokar von Tegernsee.

Kirche von A bis Z

Vergänglichkeit allen Lebens: "Bedenke, Mensch, dass Du Staub bist und wieder zum Staube zurückkehrst."

Mit der Bibel leben

Psalm 1: Die beiden Wege

Wiedereintritt in die Kirche

Ein Schritt zurück ist ein Schritt nach vorn.

Geistlicher Impuls

Das fünfte Evangelium: Erfahrungen im Heiligen Land.

Service für Sie

RSS-Feed Topnews

Öffnet internen Link im aktuellen FensterNewsticker für Ihr Web

Spruch des Tages

Zu glauben ist schwer, nichts zu glauben ist unmöglich.
Victor Hugo

Reden, Fragen, Antworten finden

im "Haus der Seelsorge" hat man ein offenes Ohr für Sie

Seelsorger im Februar:
Diakon Werner Fusenig

Seelsorger/-innen

Haus der SeelsorgeHaus der Seelsorge

Heiligenlexikon in "kirchensite.de"

im Heiligenkalender können Sie nach Monaten blättern. Oder wählen Sie hier nach Buchstaben aus:

 

Kontakt

  kirchensite-Redaktion:
  redaktionkirchensite.de

  Lebenshilfe+Seelsorge: 
  Werner Fusenig
  fusenigkirchensite.de

  Technik:
  technikdialogverlag.de

Dialogversand