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24.05.2012
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Tag für alle, deren Partner gestorben ist: Den Austausch und Trost schätzen viele Witwen und Witwer - so wie diese Damen, die zu einer 15-köpfigen Gruppe aus Reken gehörten.

Segnung von 400 Witwen und Witwer im Paulusdom

Anteil an Leid und Trauer

Bistum. "Wir wollen mit ihnen den Schmerz tragen." Mit diesen Worten begrüßte Bischof  Felix Genn am Samstag (05.09.2009) im St.-Paulus-Dom die Teilnehmer des "Tages für alle, deren Partner gestorben ist". Nach dem Gottesdienst mit der anschließenden Segnung jedes Einzelnen erwartete die mehr als 400 Teilnehmer ein vielseitiges Nachmittagsprogramm und ein offenes Gesprächsangebot.

Gespräche und das Zusammensein mit anderen, die die eigene Trauer und die eigenen Sorgen teilen, motivierten viele Teilnehmer, am Angebot des Bischöflichen Generalvikariats teilzunehmen. Einmal im Jahr lädt das Seelsorgeamt des Generalvikariates in Münster Witwen und Witwer zu diesem gemeinsamen Tag ein.

Viele Erinnerungen...

Marianne Faulhaber aus Nordwalde ist der Einladung gefolgt. Vor zwei Jahren war ihr Mann nach über 50 Jahren Ehe verstorben – noch immer hat sie unerschöpflich viele Erinnerungen an ihn. "Da sind so viele Bilder", sagt sie und erzählt zum Beispiel, wie er sich noch kurz vor seinem Tod ein neues Auto gekauft hatte. Sie genießt es, ihre Erinnerungen einfach mal erzählen zu können.

Auch Doris Dömer aus Hiltrup freute sich ganz besonders über Kontakt und Zusammensein mit anderen Menschen in einer ähnlichen Situation. "Vor allem die Predigt des Bischofs hat mir sehr viel gegeben", sagte sie im Anschluss an den Gottesdienst.

Einfühlsame Predigt

Sehr behutsam hatte Bischof Genn in seiner Predigt deutlich gemacht, dass jeder seiner Zuhörer sich in einer anderen Phase des Trauerns befinde. Er sprach jene an, die mit dem Verlust des geliebten Menschen bereits ihren Frieden gemacht hatten, aber auch jene, die es noch nicht wahr haben wollten, dass der Verstorbene nun unwiederbringlich aus ihrem Leben verschwunden ist.

Zweifel am Glauben, an Gott und an der Existenz des ewigen Lebens könnten aufkommen, erklärte er. "Als Kirche von Münster nehmen wir Teil daran, dass sie leiden", sagte Genn, "Wir wollen dieses Leid mit ihnen tragen und mit ihnen beten."

Trost und Hilfe

Dass das Trost und Hilfe spenden kann, weiß auch Antonia Henkelmann aus Wadersloh. Schon zum dritten Mal ist sie beim "Tag für alle, deren Partner gestorben ist". Nach dem Mittagessen im Fürstenberghaus nahm sie an einem Angebot in der Überwasserkirche teil.

Unter dem Titel: "Dein Handabdruck in meinem – Geschichten, Gedichte und Musik" stand die Veranstaltung im Programm. Weitere Angebote waren eine Führung durch den St.-Paulus-Dom, ein Besuch des Euthymia-Zentrums, eine Gesangsgruppe sowie Körperübungen unter dem Motto "Innehalten um weiterzukommen".

Mehr zum Thema in kirchensite.de:

  1. Öffnet internen Link im aktuellen FensterDokumentiert: Predigt von Bischof Genn zum "Tag für alle, deren Partner gestorben ist" (05.09.2009)

Text: Barbara Neumann | Foto: Barbara Neumann
06.09.2009

    1. Bistumshandbuch: Tag für alle, deren Partner gestorben ist

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