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24.05.2012
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Mein Denkmal und ich.

Vor zehn Jahren entstand das Hofkreuz am Bauernhof der Familie Bölker.

Mein Denkmal und ich (179)

Geschenk zum Ehejubiläum

Raesfeld. In Raesfeld existieren viele Bildstöcke und Wegkreuze. Auffallend ist, dass etwa ein Drittel dieser Glaubenszeichen unmittelbar nach dem Ersten und Zweiten Weltkrieg und in der folgenden Notzeit entstanden sind. Jüngeren Datums ist das Hofkreuz der Familie Bölker an der Heidener Straße.

Viele Jahre war es nur ein Wunschdenken für Engelbert und Maria Bölker, ein sichtbares Glaubenszeichen zu errichten. 1999, zum 40-jährigen Ehejubiläum, ging der Wunsch des Ehepaars in Erfüllung. "Wir haben das Hofkreuz so gestellt, dass jeder, der unseren Hof oder die Heidener Straße befährt, seinen Blick auf den Bildstock richtet", sagt Engelbert Bölker. Auch die kommenden Generationen sollen sich über das Hofkreuz freuen. Die Enkelkinder tun das heute schon. Anke, Simone, Stefanie und Thomas finden das drei Meter hohe Kreuz aus französischem Sandstein, in das die Bildhauer Guido und Ferdi Löchteken noch eine Christus-Darstellung als Bronzerelief eingearbeitet haben, sehr schön und gelungen.

Engelbert Bölker, Raesfeld.

Die Kinder mögen besonders das Blumenbeet, die Pflanzen, die roten Steine und den Mispelbaum am Hofkreuz. Die Holzbank mit der Aufschrift "Röst die ..." lädt zum Verweilen ein, und innerhalb der Hofgemeinschaft war man sich schnell einig, was als Inschrift im Sockel des Kreuzes stehen sollte: "Ich bin bei Euch".

Die Segnung des Hofkreuzes fand kurze Zeit nach dem Urlaub des Jubelpaars 1999 statt. Pastor Alois Cremers freute sich über die Initiative des Ehepaars, das sich mit dem Hofkreuz ein persönliches Geschenk gemacht hatte, das erfreuen soll und zur Nachahmung empfohlen wird.

Maria Bölker, die sich über die Segnung im Beisein der Familie und Nachbarn freute, zeigte sich damals über das "selbst gemachte Geschenk" zum Ehejubiläum glücklich. Es war ein Zeichen der Dankbarkeit für die vielen guten Ehejahre. Nach ihrem Tod im August 2002 bleibt das Glaubenszeichen für die Familie ein wichtiger Ort des Trostes und der unverbrüchlichen Hoffnung.

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Text: Hermann Tünte | Fotos: Hermann Tünte in Kirche+Leben
15.08.2009

    1. Schwerpunktthema: Mein Denkmal und ich

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