
Das Ruhrgebiet erwartet 2010 das weltweit größte Orgelfestival.
Diözese Münster macht mit
Kirchen planen weltweit größtes Orgelfestival
Essen / Bistum. Das weltweit größte Orgelfestival planen katholische und evangelische Kirche im Rahmen der Veranstaltungen "Kulturhauptstadt Ruhr.2010". Vorgesehen seien 480 Konzerte an mehr als 70 Spielorten, hieß es bei der Vorstellung des ökumenischen Projekts "Orgellandschaft Ruhr. Ein Jahr mit der Königin" in Essen. Träger sind die katholischen Bistümer Essen, Münster und Paderborn, die evangelischen Landeskirchen in Rheinland und Westfalen sowie die Ruhr.2010-Gesellschaft.
Der Projektleiter der "Orgellandschaft Ruhr", Stefan Glaser, nannte als ein Ziel, Nachwuchsmusiker zu fördern und Kompositionen aus den jeweiligen Ländern der Partnerstädte vorzustellen. Die Palette der Veranstaltungen reiche von Einzelkonzerten bis hin zu Konzertreihen und Festivals von internationaler Bedeutung.
Weg vom "Kirchturmdenken"
Zu den Interpreten gehörten unter anderen der Komponist Peter Planyavsky, früherer Organist am Stephansdom in Wien, und der britische Konzert-Organist Roger Fisher. Zur Eröffnung gibt Olivier Latry, Organist an der Kathedrale Notre Dame in Paris, am 15. Januar 2010 ein Konzert im Essener Dom.
"Das Projekt ist eine Antwort auf den Vorwurf des Kirchturmdenkens", sagte der Kulturhauptstadt-Beauftragte der Diözese Essen, Michael Schlagheck. Erstmalig würden die verschiedenen kirchlichen und kommunalen Orgelfestivals und Konzertreihen im Ruhrgebiet miteinander vernetzt.
Keine Eintagsfliege
Pfarrer Andreas Volke von der Geschäftsführenden Leitung des Evangelischen Kulturbüros Ruhr.2010 betonte, das Projekt solle keine Eintagsfliege bleiben. Vielmehr sei es der "Beginn für die Schaffung einer überregionalen musikalischen Infrastruktur". Das Programmbuch erscheint nach Veranstalterangaben im August.
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KNA Katholische Nachrichtenagentur GmbH | Foto: Michael Bönte
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