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11.02.2012
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Mutter mit Kind

Immer weniger Frauen bekommen Kinder.

Studie des Statistischen Bundesamts

Immer mehr Frauen bleiben kinderlos

Berlin. In Deutschland bleiben immer mehr Frauen kinderlos. Wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch (29.07.2009) in Berlin mitteilte, waren 2008 weit über die Hälfte der 30-jährigen und mehr als ein Drittel der 34-Jährigen ohne Kinder. Überdurchschnittlich ist die Kinderlosigkeit in den Städten. In den alten Bundesländern ist sie höher als in den neuen. Besonders hoch ist der Anteil der kinderlosen Frauen unter westdeutschen Akademikerinnen. Den höchsten Anteil kinderloser Frauen verzeichnet Hamburg.

Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) nannte in einer ersten Reaktion eine gute Vereinbarkeit von Familie und Beruf als Voraussetzung für eine höhere Kinderzahl. Die Politik der vergangenen Jahrzehnte habe zu zögerlich auf sich ändernde Lebensverhältnisse reagiert.

Die Statistiker gingen in ihrer Befragung nicht auf die Motive für die Entwicklung ein. Während der Anteil der kinderlosen Frauen laut Studie in den Jahrgängen bis 1948 mit bis zu zwölf Prozent relativ niedrig lag, stieg er auf über 20 Prozent bei den heute 40- bis 44-jährigen Frauen. Zugleich verringerte sich der Anteil der Geburten pro Frau. So hatten mehr als ein Drittel der heute über siebzigjährigen Frauen noch mindestens drei Kinder. Bei den Frauen der Jahrgänge 1949 bis 1968 sank dieser Anteil auf 20 Prozent.

Für niedriges Geburtenniveau entscheidend

Nach den Worten des Präsidenten des Statistischen Bundesamtes, Roderich Egeler, ist das Ausmaß der Kinderlosigkeit bei Frauen, die heute Mitte 40 sind, für das niedrige Geburtenniveau ausschlaggebend. Die Referatsleiterin für Bevölkerungsentwicklung im Bundesamt, Bettina Sommer, sagte, sie erwarte eine weitere Tendenz zur Kinderlosigkeit.

Laut Studie haben vor allem Frauen mit Partner, insbesondere Ehefrauen, Kinder. Die Elternschaft sei "in einem sehr hohen Ausmaß auch an die Sicherheiten gebunden, die der Bund der Ehe mit sich bringt", heißt es. So hätten 83 Prozent aller Ehefrauen zwischen 25 und 39 Jahren Nachwuchs. Unter den Frauen mit festem Partner liege dieser Anteil bei 36 Prozent. Von den ledigen Frauen ohne Partner hatten 15 Prozent Kinder. Zugleich nimmt der Anteil lediger Frauen insgesamt zu. So war von den 40 bis 44-Jährigen fast jede fünfte ledig. Von den 70-Jährigen waren es nur vier Prozent.

In Westdeutschland steigt die Kinderlosigkeit mit dem Bildungsgrad der Frau. So waren dort 28 Prozent der Akademikerinnen ab 40 ohne Nachwuchs; der Anteil ist doppelt so hoch wie bei Frauen mit niedriger Bildung. In Ostdeutschland lag der Anteil kinderloser Akademikerinnen bei elf Prozent. Von den 35- bis 39-Jährigen haben in den alten Ländern bisher 28 Prozent keine Kinder, in den neuen Ländern sind es 16 Prozent.

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