
Frühzeitige Hilfen sollen Familien helfen, Risiken für einen gesunden Lebensweg der Kinder zu vermeiden.
Caritas fordert Landesinitiative zu "Frühen Hilfen"
Signale des Kindes verstehen
Bistum. Für die zahlreichen Initiativen und Projekte der "Frühen Hilfen" für Schwangere und Kinder bis zum dritten Lebensjahr fordert die Caritas in NRW eine Verstetigung und Qualitätsentwicklung. "Notwendig ist eine gesicherte Finanzierung für eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe", erklärt der münstersche Diözesancaritasdirektor Heinz-Josef Kessmann in einer Pressemitteilung des Caritasverbands im Bistum Münster.
Früherkennung und "Frühe Hilfen" seien der beste Weg, um Kinder vor Vernachlässigung zu schützen. "Die Caritas möchte hier gerne mehr tun", betont Kessmann. Es gehe darum, "Eltern darin zu unterstützen, die Bedürfnisse und Signale ihres Kindes besser verstehen, ihren Entwicklungsstand realistischer einschätzen und damit angemessener auf ihr Kind eingehen zu können."
Kessmann hält eine Landesinitiative in Form eines verbindlichen Förderplans für sinnvoll - am besten mit gesetzlicher Absicherung. Bislang flössen nur 0,4 Prozent der öffentlichen Ausgaben für die Jugendhilfe in diesen Arbeitsbereich. Die Kommunen seien mit der alleinigen Finanzierung dauerhafter, verlässlicher und qualitativer früher Hilfen überfordert. Daher müssten sowohl die Mitfinanzierung durch die Gesundheitshilfe als auch eine Förderung durch das Land zur Regel werden. "So kann man dem politischen Ziel, NRW zum kinder- und familienfreundlichsten Bundesland zu machen, ein Stück mehr näher kommen", unterstreicht Kessmann.
Dass deutsche Jugendämter und Familiengerichte immer häufiger in Familien eingreifen und Kinder in Obhut nehmen ist "ein bedenkliches Zeichen" für den Diözesancaritasdirektor. Die "Frühen Hilfen", wie sie die Caritas ausbauen wolle, sollen Risiken für ein gesundes Aufwachsen der Kinder möglichst von vornherein vermeiden.
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Text:
KNA Katholische Nachrichtenagentur GmbH | Foto: Michael Bönte
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