
Bischof Genn begrüßte alle Teilnehmer des Missionarstreffens in Münster-Hiltrup persönlich.
25. Begegnungstag für Missionare erstmals mit Bischof Genn
"…dass Mission auch heute weitergeht"
Bistum. Für jeden und jede ein freundliches Wort und einen Händedruck: Bischof Felix Genn machte die persönliche Runde durch das gedrängt gefüllte Refektorium im Haus der Hiltruper Missionare in Münster, ehe er die rund 80 Männer und Frauen als Gruppe begrüßte: Zum 25. Mal fand am Mittwoch (08.07.2009) der Begegnungstag für Missionare und Missionarinnen aus der Diözese statt, zum ersten Mal war der neue Bischof dabei.
Das nachmittägliche Kaffeetrinken und die intensive, wenn auch kurze Begegnung war genauso, wie es sich etwa Bruder Josef Averesch gewünscht hatte: "Ich lebe nach über 35 Jahren Afrika-Einsatz inzwischen in Köln und bin extra angereist, um den neuen Bischof kennen zu lernen."
"Unsere Zukunft ist schwarz"
Die wenigen Worte, die die beiden Männer dann wechseln, machen offenbar einen guten Eindruck auf den Ordensmann. 1959 ist er als einer der "Weißen Väter" auf den Schwarzen Kontinent gegangen – "unsere Zukunft aber ist schwarz", so sagt Bruder Josef angesichts der vielen einheimischen Engagierten dort.
Pater Willi Schürmann von den Hiltruper Missionaren ist auf Heimaturlaub – aber mit dem Herzen schon längst wieder in Neuguinea, wo er seit 45 Jahren lebt und arbeitet. Auch er genießt den Begegnungstag, bei dem man Mitbrüder und alte Bekannte wieder trifft, und eben den neuen Bischof.
Dank für den Einsatz
Der hat wenig Zeit, sich mit den Männern und Frauen, die als aktive Missionare derzeit auf Deutschland-Urlaub sind oder als Pensionäre nach langen Auslandseinsätzen in ihren Ordenshäusern leben, länger auszutauschen – aber den Dank für ihren Einsatz bringt er nicht nur zwischen Erdbeerkuchen und Kaffeetasse oder vor dem Fernseh-Mikrofon zum Ausdruck.
Auch im abschließenden Gottesdienst, den der Bischof mit den Missionaren in der Mutterhauskirche der Hiltruper Missionsschwestern vom Heiligsten Herzen Jesu feierte, beschrieb er die Bedeutung ihrer Arbeit: "Kirche ist in ihrem Wesen Mission, sonst ist sie nichts", so predigte der Bischof, allerdings: "Glaube kann man nur wecken, dazu kann man nur einladen, niemanden zwingen."
Missionare auf Zeit
Eingeladen waren zum dritten Mal neben den gestandenen Missionaren auch junge Männer und Frauen, die in den nächsten Wochen ein freiwilliges Jahr in verschiedenen Ordens-Missionsstationen oder kirchlich getragenen Projekten beginnen werden. Auch ihnen widmete der Bischof interessierte Zuwendung und nannte es ermutigend, dass wieder junge Menschen aus dem Glauben heraus diesen freiwilligen Dienst als "Missionare auf Zeit" in Südamerika, Afrika und anderswo begännen.
Die 25 Jugendlichen zu erleben, das erwärmte indes auch das Herz von Schwester Mathilde, die – für die Schwestern der Liebe vom kostbaren Blut - in Indonesien arbeitet: "In diesen jungen Menschen sieht man, dass und wie Mission auch heute weitergeht", so sagte sie und genoss es, die Weite, aber auch die Verbundenheit der Weltkirche an solch einem Tag auch bei der Aussendung der Freiwilligen komprimiert zu erleben.
Fragen zu Aufgaben als Adveniat-Bischof
Bischof Felix unterhielt die Kaffee-Runde mit einem humorvollen Einblick in seine derzeitigen Erfahrungen beim Kennenlernen der Diözese: "Jeder will wissen, wie ist er denn?" und "Ich schreibe derzeit schon Anfragen in den Terminkalender 2011", so gab er Anteil an seinen aktuellen Herausforderungen zwischen Strukturen, Landschaften und Personen.
Fragen aus dem Kreis der Missionare – unter anderen zur Katechese und zu seinen Aufgaben als Adveniat-Bischof - beantwortete er anschließend gerne. Hans Lammers, Provinzial der Norddeutschen Provinz der Hiltruper Missionare und Hausherr am Begegnungsort, jedenfalls war es zufrieden: "Es war eine gute Gelegenheit, dem Bischof zu begegnen".
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Text: Heike Hänscheid | Foto: Heike Hänscheid
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