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24.05.2012
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Bischof Genn.

Bischof Genn: "Es ist ein ermutigendes Signal, dass die Menschen mir persönlich, aber vor allem ja auch dem Amt des Bischofs so großes Wohlwollen und Interesse entgegen bringen"

Papst sagt zwei neue Weihbischöfe zu

Felix Genn: 100 Tage Bischof von Münster

Bistum. "Von Herzen an- und aufgenommen" fühlt sich Bischof Felix Genn im Bistum Münster. "Es ist ein ermutigendes Signal, dass die Menschen mir persönlich, aber vor allem ja auch dem Amt des Bischofs so großes Wohlwollen und Interesse entgegen bringen", sagte Genn in einer ersten Bilanz nach 100 Tagen im Amt.

Das mache es ihm leicht, Fuß zu fassen, bedeute aber zugleich auch "Herausforderung und Anspruch", sagte Genn am Freitag (03.07.2009) in einem Interview mit der Bischöflichen Pressestelle in Münster. Es sei "sehr, sehr viel zu tun", betonte der Bischof. "Ich muss die Strukturen, die Menschen, die Systeme fast nach Art eines Crashkurses lernen, um möglichst schnell rein zu kommen und angemessen auf Fragen und Entscheidungsherausforderungen zu reagieren." In "Ruhe und Gelassenheit" müsse er sortieren, um bei einem jeweiligen Termin den jeweiligen Ansprechpartnern gerecht zu werden.

Kandidatenliste noch vor den Ferien nach Rom

Genn erklärte in dem Interview, dass Papst Benedikt XVI. ihm zugesagt habe, zwei neue Weihbischöfe für das Bistum Münster zu ernennen. Noch vor seinem Urlaub, der Mitte Juli beginnt, will Bischof Genn nach eigenen Angaben eine Kandidatenliste einreichen. "Dann gilt es, sich in Gelassenheit und in Geduld zu üben."

Der Hintergrund: Seit dem Weggang von Franz-Peter Tebartz-van Elst hat die Region Borken-Steinfurt mit ihren mehr als 520.000 Katholiken keinen Regionalbischof. Überdies ist der Xantener Weihbischof Heinrich Janssen 76 Jahre alt und damit über dem üblichen Emeritierungsalter für Bischöfe.

Kirche steht mehr im Blickpunkt der Öffentlichkeit

Unterschiede zwischen seiner Zeit in Essen und jetzt in Münster hat der neue Bischof auch ausgemacht: Die Kirche stehe in Münster mehr im Blickpunkt der Öffentlichkeit. Im Stadtbild sei der Bischof unmittelbarer wahrnehmbar. "Das konnte im Bistum Essen in keiner Weise so sein, weil dort eine multi-kulturelle Gesellschaft die Städte prägt."

Derzeit ist es Genn wichtig, die einzelnen Regionen kennen zu lernen. In Münster sei dies leicht, zumal er dort vor allem im Dom regelmäßig Gottesdienst feiere. "Bewusst bin ich mehrfach in das Oldenburger Land gegangen, um gerade den Menschen dort die Erfahrung zu vermitteln: Ich möchte auch für Eure Region und Eure Gemeinden der Bischof sein." Gleiches gelte für den Niederrhein. In Recklinghausen war er noch vor den Sommerferien. Die Region Borken-Steinfurt sei bisher etwas zu kurz gekommen, so Genn.

Die Diskretion von Reinhard Lettmann

Ein gutes Verhältnis hat der neue münstersche Bischof zu seinem Vorgänger (und Gartennachbar) Reinhard Lettmann: Er begegne ihm immer wieder und erlebe dabei großes Wohlwollen. "Wenn ich ihn etwas frage, erhalte ich die angemessene Antwort, die von der großen Diskretion bestimmt ist, dem neuen Bischof seinen Stil, seine freie Hand zu lassen."

Zitat:

Für heute möchte ich einfach den Gläubigen aus dem Bistum Münster, aber auch den vielen anderen Menschen dafür danken, dass sie mir in den ungezählten Begegnungen und Momenten der vergangenen 100 Tage mit soviel Herzlichkeit und Freude entgegen gekommen sind. Das hat mich wirklich auf eine ungemein schöne Weise in meinen Dienst an den mir nun anvertrauten Schwestern und Brüdern und in diesen neuen Lebenseinschnitt hinein getragen. - Bischof Felix Genn.

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Text: Norbert Göckener | Foto: Michael Bönte
03.07.2009

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