
Nach der Weihe umarmte Bischof Felix Genn die vier neugeweihten Priester.
Bischof Genn weihte vier Diakone zu Priestern
Die Liebe Gottes im Herzen
Bistum. Bischof Felix Genn hat am Pfingstsonntag (31.05.2009) im münsterschen St.-Paulus-Dom vier Männer zu Priestern geweiht. Der feierliche Gottesdienst, an dem mehr als 2.000 Menschen teilnahmen, stand unter dem Motto "Die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen durch den Heiligen Geist", einem Wort aus dem Brief des Apostels Paulus an die Römer.
Der Dienst der neugeweihten Priester bestehe darin, den Menschen zu zeigen, dass die Liebe Gottes auch in ihren Herzen brenne, sagte Bischof Genn in seiner Predigt. "Wir brauchen brennende Christen, die sich erfüllen lassen von der wunderbaren Kraft dieser Botschaft: dass der Tod besiegt ist." Die Gemeindemitglieder bat er, den Dienst der Priester mitzutragen. "Dann stärken wir uns gegenseitig."
Mit Freude die Sakramente spenden
Die Kirche sei Mission, Sendung, sagte der Bischof. So, wie Jesus vom Vater gesendet wurde, sende er seine Jünger. Diesen Auftrag der Sendung hätten auch die neuen Priester. Genn ermutigte sie, mit Freude das Evangelium zu verkünden und die Sakramente der Taufe, Eucharistie, Buße und Krankensalbung zu spenden. "Wie sehr brauchen wir in unserer globalisierten, aber auch zerrissenen Welt Vergebung, diesen Frieden", sagte Genn. "Diese Brüder werden gesendet, um das Wort der Vergebung auszurichten, um das Evangelium zu verkünden."
Zu Beginn des Gottesdienstes hatten die vier Kandidaten Andreas Britzwein (26), Cornelius Happel (32), Jörn Illenseer (27) und Timo Weissenberg (36) mit den Worten "Hier bin ich!" ihre Bereitschaft zur Weihe geäußert. Sie erklärten sich dazu bereit, das Priesteramt als zuverlässige Mitarbeiter des Bischofs auszuüben, in Einheit mit ihm das Volk Gottes unter der Führung des Heiligen Geistes zu leiten, das Evangelium zu verkünden, den Glauben der Kirche darzulegen, die Sakramente und das Stundengebet der Kirche ehrfürchtig zu feiern, für die Notleidenden zu sorgen und sich Christus Tag für Tag enger zu verbinden. Dem Bischof und seinen Nachfolgern versprachen die vier Kandidaten Ehrfurcht und Gehorsam.
Handauflegung durch Bischof und Priester
Zur Weihe legte der Bischof jedem Kandidaten einzeln die Hände auf. Anschließend legten alle anwesenden Priester den Kandidaten die Hände auf zum Zeichen des Gebets und der Aufnahme in die Gemeinschaft der Priester. Als äußere Zeichen des priesterlichen Amts wurden die Neugeweihten mit der Stola und dem Messgewand bekleidet. Der Bischof salbte den neuen Priestern die Hände zum Zeichen der Teilhabe am Priestertum Jesu Christi. Zum Abschulss der Weiheliturgie umarmte Felix Genn die neuen Priester.
Die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes übernahmen der Domchor Münster, die Schola der Klarissen am Dom, Domkantorin Verena Lebschi, Domorganist Thomas Schmitz und das Santini Kammerorchester. Die Leitung hatte Domkapellmeister Andreas Bollendorf.
Primiz in der Heimatgemeinde
Wie die Bischöfliche Pressestelle in Münster mitteilte, feiern die Neupriester in der Woche nach Pfingsten ihre erste heilige Messe in der Heimatgemeinde und auch in der Diakonatsgemeinde. Dort spenden sie durch Handauflegung und Gebet den Primizsegen. Im Sommer übernehmen sie den Angaben zufolge zumeist Urlaubsvertretungen in verschiedenen Gemeinden des Bistums, bevor sie ihre ersten Kaplansstellen antreten.
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Text: Almud Schricke | Foto: Joachim Busch
31.05.2009
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