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24.05.2012
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Marien-Bildstock.

Der Marien-Bildstock auf dem Hof der Familie Bücker in Beckum-Vellern.

Mein Denkmal und ich (168)

Segen für Früchte der Erde

Beckum-Vellern. Am Tag, an dem Elisabeth Zinselmeier getauft wurde, wurde der Marien-Bildstock an ihrem Elternhaus in Beckum-Vellern gesegnet. "Ich wurde auf den Namen Elisabeth Maria getauft", sagt Zinselmeier: Elisabeth nach ihrer Oma und Patin; Maria nach der Mutter Jesu, deren Statue seit 1953 an der Einfahrt zum Hof Bücker steht. Elisabeth Zinselmeier, geborene Bücker, wohnt heute in Lippetal-Herzfeld. Ihr Onkel, der 2008 verstorbene Bildhauer Heinrich Gerhard Bücker, hatte den Bildstock geschaffen.

Grund dafür war ein Gelübde ihres Vaters, weiß Zinselmeier. Der stammte aus der Bauerschaft Buddenbaum bei Warendorf-Hoetmar, in der sich die Wallfahrtskapelle mit dem Gnadenbild "Unserer lieben Frau vom Guten Rat" befindet. "Er war als junger Soldat im Zweiten Weltkrieg an der Westfront in der Nähe von Holland in einem Flakbataillon stationiert", weiß Zinselmeier. Aus Dankbarkeit, dass ihm im Krieg nichts geschehen war, gab er seine geerbte goldene Taschenuhr der Wallfahrtskapelle in Buddenbaum. Sie hängt dort in der Vitrine der Votivgaben. "Mit dem Gelübde, an geeigneter Stelle einen Bildstock oder ein Kreuz aufzustellen, dankte er Gott dafür, dass er ohne größere äußere Blessuren nach der Kriegsgefangenschaft im amerikanischen Lager in Remagen nach Hause entlassen wurde."

Elisabeth Zinselmeier, Lippetal-Herzfeld.

Der weitere Lebensweg führte ihren Vater nach Vellern, wo er Gertrud Bücker heiratete. Sie hatte den Hof übernommen, weil zwei ihrer Brüder im Krieg gefallen waren und ihr Bruder Heinrich Gerhard auf die Übernahme des Hofs verzichtete.

Der bekannte Künstler machte den Entwurf für die Marien-Statue: Maria trägt das Jesuskind, das in der rechten Hand eine Ähre hält – als Symbol der Fruchtbarkeit mit der Bitte um Segen für die Früchte der Erde. 50 Jahre nach der Aufstellung des Bildstocks habe ihr Onkel die Ähre und das Marien-Ornament vergoldet, erzählt Elisabeth Zinselmeier. Regelmäßig finden an der Statue Maiandachten statt. Die Pflege des Bildstocks haben Zinselmeiers Schwägerin Doris und ihr Bruder Hubert übernommen.

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