
Papst Benedikt XVI.
Papst Benedikt XVI. setzt Ängsten die Osterbotschaft entgegen
"Hoffnung weckt Mut zum Guten"
Vatikanstadt / Freiburg / Köln / Paderborn. Hunderte Millionen Christen in aller Welt haben die Auferstehung Jesu von den Toten gefeiert. Papst Benedikt XVI. umriss in seiner Botschaft am Ostersonntag (12.04.2009) den Kern des Glaubens: "Der Tod hat nicht das letzte Wort: Das Leben siegt." Deshalb erfasse "die Welt ein neuer Frühling der Hoffnung".
Die Auferstehung Christi "ist unsere Hoffnung; sie weckt den Mut zum Guten", betonte der Papst. Vor allem trage sie Licht in die Dunkelheiten dieser Welt: in die "finanzielle Verworrenheit", den "besorgniserregenden Klimawandel", einen "ständig bedrohlichen Terrorismus". Gerade der afrikanische Kontinent sei von grausamen Konflikten geplagt, von Hunger und Krankheit. Dankbar erinnerte Benedikt XVI. daran, dass er bei seiner Afrika-Reise "hörbereite Herzen" angetroffen habe.
Im Vorblick auf seine Israel-Visite Mitte Mai erhoffte er "aufrichtige Friedensbemühungen" zwischen Israelis und Palästinensern. In der vorausgehenden Ostermesse waren Fürbitten in Hebräisch und Arabisch vorgetragen worden.
Vor Zehntausenden auf dem Petersplatz erteilte der Papst den Segen "Urbi et orbi" und sagte Ostergrüße in 63 Sprachen, auf Deutsch: "Euch allen ein gesegnetes und frohes Osterfest. Der Friede und die Freude des auferstandenen Herrn sei mit Euch."
Zollitsch: Finanzkrise zeigt "Gier"
Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, der Freiburger Erzbischof Robert Zollitsch, nahm in seiner Osterpredigt Bezug auf die weltweite Wirtschaftskrise. Er bezeichnete das Verhalten der Krisen-Verantwortlichen als moralisch verwerflich: "Von einer Gier nach immer mehr infiziert, lassen sie keinerlei Solidarität mehr erkennen mit den vielen Menschen, die tagtäglich ihre Arbeit verlässlich tun."
Der Kölner Kardinal Joachim Meisner sieht Ostern im Gegensatz zu jener Weltanschauung, "in der ein Mensch nur sich selber sucht und nicht über seine Welt hinauskommt". Der Paderborner Erzbischof Hans-Josef Becker beklagte die verbreitete Endzeitstimmung. Osterglaube zeige sich dort, "wo die Christen einander beistehen in ihren Nöten und in ihrer Einsamkeit". Die Christen sollten sich gegenseitig im Glauben stärken und in Wort und Tat für Menschenrechte einsetzen.
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Text: hjj,
KNA Katholische Nachrichtenagentur GmbH | Foto: Michael Bönte
12.04.2009
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