Neuer "Religionsmonitor" der Bertelsmann-Stiftung
Zwei Drittel glauben an Leben nach dem Tod
Gütersloh. Zwei Drittel der Deutschen glauben an ein Leben nach dem Tod. Ein Drittel lehnt dagegen Vorstellungen wie eine Auferstehung der Toten, die Unsterblichkeit der Seele oder eine Wiedergeburt ab. Das ergab der jetzt veröffentlichte repräsentative "Religionsmonitor" der Bertelsmann-Stiftung, für den weltweit 21.000 Menschen befragt wurden.
Danach glauben 33 Prozent der Deutschen "sehr" oder "ziemlich" an ein Leben nach dem Tod, weitere 33 Prozent "mittel" oder "wenig" und 32 Prozent "gar nicht". Starke Unterschiede zeigen sich zwischen Ost und West. Während 60 Prozent der Ostdeutschen mit der Vorstellung von einem Weiterleben nach dem Tod gar nichts oder nur wenig anfangen können, sagen dies nur 25 Prozent der Westdeutschen. Umgekehrt sind nur 13 Prozent der Ostdeutschen überzeugt von einem Leben nach dem Tod, aber 38 Prozent der Westdeutschen. Frauen teilen diese Vorstellung öfter als Männer.
Unterschiede zeigen sich nach der Erhebung auch zwischen den Generationen. So glauben von den unter 30-Jährigen 41 Prozent "sehr oder ziemlich fest" an ein Weiterleben, bei den über 60-Jährigen nur 32 Prozent. Umgekehrt ist der Anteil derjenigen, die die Vorstellung an ein Leben nach dem Tod klar von sich weisen, bei den über 60-Jährigen mit 37 Prozent doppelt so groß wie bei den Jüngeren.
Unter Christen nicht selbstverständlich
Unter Christen ist laut Erhebung der Auferstehungsglauben keinesfalls selbstverständlich. Diesen lehnen 30 Prozent der Protestanten und 15 Prozent der Katholiken ab. Unter den Muslimen in Deutschland sagen nur 10 Prozent, dass sie in keiner Weise an ein Leben nach dem Tode glauben. Rund drei Viertel glauben dies dagegen sehr oder ziemlich. Von den sich als nichtreligiös einstufenden Deutschen erklärten 13 Prozent, sehr bis mittelstark von einem Weiterleben nach dem Tod auszugehen, und weitere 19 Prozent "ein wenig".
Im internationalen Vergleich ist der Glaube an ein Leben nach dem Tod in den USA, Italien und Polen erheblich und in der Schweiz und Österreich etwas lebendiger ausgeprägt als in Deutschland. Ähnlich wie in der Bundesrepublik sieht es in Frankreich, Australien oder Großbritannien aus.
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Text:
KNA Katholische Nachrichtenagentur GmbH
07.04.2009
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