
2008 beriet die Caritas im Oldenburger Land 2.508 Schwangere.
Schwangerenberatung im Oldenburger Land
Immer mehr werdende Mütter fürchten Armut
Oldenburger Land. Immer mehr werdende Mütter haben Angst vor Armut. So nannten 86 Prozent der Frauen, die 2008 eine katholische Schwangerschaftsberatungsstelle im Oldenburger Land aufsuchten, ihre schwierige finanzielle Lage als Grund, wie die Referentin für Frauen und Familie beim Landes-Caritasverband für Oldenburg, Rita Schute, am Mittwoch (01.04.2009) angab.
Im vergangenen Jahr berieten die Stellen in Cloppenburg, Delmenhorst, Nordenham, Oldenburg, Vechta und Wilhelmshaven 2.508 Frauen. 2007 waren 2.474 Frauen in die von Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) und Caritas getragenen Einrichtungen gekommen. 83 Schwangere (3,3 Prozent) waren zwischen 15 und 17 Jahre alt.
61 Prozent der werdenden Mütter hätten keinen Berufsabschluss und seien daher häufig in befristeten Arbeitsverhältnissen oder als Praktikantin beschäftigt, berichtete Schute. Arbeitsverträge würden auf Grund der Schwangerschaft oft nicht verlängert. Häufig verdiene der Mann so wenig, dass das Paar auf den Zuverdienst der Frau angewiesen sei, sagte die Caritas-Referentin.
Auch das Elterngeld sei für viele Ratsuchende keine Hilfe. Im Gegensatz zum früher zwei Jahre gewährten Bundeserziehungsgeld sehe das Elterngeld für Arbeitslose oder geringfügig Beschäftigte nur ein Jahr lang einen Sockelbetrag von monatlich 300 Euro vor.
Die Caritas- und SkF-Beraterinnen stellten für 1.350 Frauen Anträge bei der Bundesstiftung "Mutter und Kind", die insgesamt 692.140 Euro bewilligte. Aus kirchlichen Stiftungen gab es in 215 Fällen Hilfen in Höhe von insgesamt 94.031 Euro.
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Text:
KNA Katholische Nachrichtenagentur GmbH | Foto: Michael Bönte
01.04.2009
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