
Der angehende Pastoralreferent Max Niehoff.
Max Niehoff möchte Pastoralreferent werden
Im Vertrauen auf Gott
Ostbevern. Erst wollte ich Chemie studieren, weil mich dieser Fachbereich sehr interessierte, aber mir ist schnell klar geworden, dass das auf Dauer nichts Erfüllendes für mich war", erzählt Max Niehoff. Nachdem der 19-Jährige das Abitur abgelegt hatte und von Ostbevern nach Münster in das katholische Studentenwohnheim "Marianum" gezogen war, wurde die Frage nach der Berufung noch aktueller.
Durch die Begleitung von Seelsorgern und die Teilnahme an spirituellen Angeboten machte sich Niehoff auf die Suche nach der eigenen Berufung. "Als männlicher Theologiestudent stellte sich für mich auch die Frage nach einer Priesterberufung, aber ich habe gemerkt, dass das nicht mein Weg ist.&qu
Wichtiges Element: Familienleben
Nachdem er zuhause ausgezogen war, stellte sich für ihn heraus, dass das Familienleben für ihn ein wichtiges Element ist und er sich auf Dauer kein Leben ohne eigene Familie vorstellen kann. Im Hören auf Gott sowohl im persönlichen Gebet aber auch im Alltag wurde der Wunsch gefestigt, künftig als Seelsorger in der Kirche zu arbeiten.
Durch das Engagement in der Heimatgemeinde St.-Ambrosius in Ostbevern hatte er bereits viele Einblicke in die Gemeindearbeit bekommen. "Als Messdienerleiter und Pfarrgemeinderatsmitglied habe ich schon immer gern in der Kirche gearbeitet." Die Arbeit mit Menschen sei eine erfüllende Aufgabe. Durch die Tätigkeit in der Messdienerleiterrunde sei ein großes Interesse zur Liturgie gewachsen, das in ihm die Neugierde an der Theologie weckte.
Für die Menschen da sein
"Im Beruf des Pastoralreferenten sehe ich eine gute, wenn auch nicht immer einfache Möglichkeit, für die Menschen als Seelsorger da zu sein." Die Aufgabe, Familie, Beruf und geistliches Leben zu kombinieren, sieht er als reizvolle Herausforderung. Um als Pastoralreferent im Bistum Münster zu arbeiten, ist eine zweite abgeschlossene Berufsausbildung vorgeschrieben. Also studiert der 19-Jährige neben Religionslehre auch Chemie. So könnte er später auch als Lehrer am Gymnasium unterrichten.
Unterstützung findet der Theologiestudent im Gespräch mit Seelsorgern und in seiner Umgebung in Münster. "Ich konnte die Erfahrung machen, dass es nichts Ungewöhnliches ist, als junger Erwachsener aus einem kirchlich-christlichen Kontext heraus nach Berufung zu fragen." So erfahre er ein tragendes Umfeld, in dem er mit anderen ins Gespräch kommen könne. Auch seine Familie unterstützt ihn auf dem nun eingeschlagenen Weg.
Sterndeuter als Vorbild
Auf diesem Weg sind ihm die Sterndeuter zum Vorbild geworden, die sich auf eine lange Reise gemacht haben, im Vertrauen, irgendwann bei Gott anzukommen und Jesus zu finden. "Die eigene Berufung zu suchen ist zwar eine Herausforderung, aber Gott engt uns nicht ein, sondern schafft uns durch seine Liebe eine neue Freiheit. In dieser Liebe finden wir echtes Glück als innere Zufriedenheit und eine lebendige Beziehung zu Gott", ist sich Max Niehoff sicher.
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Text: Franzis Rewer | Foto: Franzis Rewer
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