
Die Familie ist für Daniela und Christoph Pöpping ein wichtiger Ort, Berufun zu leben.
Familie als Berufung
Ein lohnenswertes Abenteuer
Coesfeld. "Wir hatten schon als Kinder eine Sehnsucht nach Familie im Herzen", erzählt die zweifache Mutter Daniela Pöpping in Coesfeld. Sie und ihr Mann Christoph fühlten sich schon früh zur Ehe berufen. Zusammen mit ihren beiden Kindern, dem zweijährigen Antonius und Säugling Clemens, versuchen sie, diese Berufung im Alltag konkret zu leben.
"Für die Kinder da zu sein, sie zu fördern und eigene Interessen zurückzustellen ist ein Kunststück, dass oft sehr spannend ist", erzählt die gelernte Kinderkrankenschwester. Aber durch die gegenseitige Unterstützung sei das zu bewältigen. "Wir helfen uns bei der Erziehung der Kinder. So entlasten wir uns gegenseitig und schaffen dem anderen Freiräume, um mal zu entspannen", berichtet Daniela weiter. Auch die Großeltern sprängen mit Freude ein und nähmen die Kinder oft und gern für ein paar Stunden zu sich.
Gemeinsames Gebet
Chaos herrsche schon manchmal, schmunzelt der zweifache Vater. Zeit für das Gebet findet das Ehepaar deshalb nur selten für sich allein. "Zu meinem Großen sage ich dann meistens: Mama betet, aber wenn mein Sohn das hört, protestiert er oft und möchte mitbeten." Antonius sei aber zumeist nach fünf Minuten fertig und spiele weiter. "Während ich bete, beantworte ich gleichzeitig Fragen oder bestaune seine Werke aus Bauklötzen." Ein unproblematische Verbindung, wie sie findet.
Aber auch das Gebet mit den Kindern ist ein wichtiger Bestandteil im Familienleben. "Wir nehmen die Kinder sonntags mit zur Kirche", sagt Christoph. "Zudem versuchen wir, ihnen Gott auch im Alltag nahe zu bringen." So betet das Ehepaar zusammen mit seinen Schützlingen etwa zum heiligen Antonius, wenn etwas verloren gegangen ist. "Es ist wichtig, dass die Kinder sehen, wie wir als Eltern den Glauben leben, damit sie später die Möglichkeit haben, es freiwillig nachzuahmen."
Rückhalt in der Gemeinschaft
Rückhalt finden die Pöppings im Familienkreis der Neuen Geistlichen Gemeinschaft "Totus Tuus". "Dort erfahren wir gegenseitige Unterstützung. Im Gespräch mit anderen Vätern und Müttern wird man für seinen Alltag bestärkt", berichtet der gelernte Heilerziehungspfleger. Auch das Gebet füreinander besonders in schwierigen Situationen stärke die Verbundenheit und gebe Kraft. "Wir haben schon oft ganz konkret die Hilfe Gottes in unserem Alltag erfahren", freut sich Daniela.
"Etwa als wir gebetet haben, dass wir eine schöne Wohnung finden", nennt der Vater ein Beispiel. Von vielen hätten sie schon im Voraus gehört, dass das ein oft schwieriges und langwieriges Verfahren sei. Durch Zufall erfuhren die beiden von einer Wohnung im Außenbereich auf einem Bauernhof, die nach Jahren frei wurde und in die sie dann einziehen konnten. Hier fühle sich die ganze Familie sehr wohl und vor allem für die Kinder sei es ein kleines Paradies. "Die Berufung zur Familie ist ein lohnenswertes Abendteuer", sind sich die Pöppings sicher.
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Text: Franzis Rewer | Foto: Franzis Rewer
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