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Bischofskonferenz schaltet Rufnummer frei
Kirche startet Telefonberatung für ehemalige Heimkinder
Bonn / Köln. Heimkinder, die in katholischen Einrichtungen der Nachkriegszeit körperliches oder seelisches Leid erlitten haben, können künftig konkrete Hilfe der Kirche in Anspruch nehmen. Die Deutsche Bischofskonferenz gab am Montag (11.01.2010) in Köln den Startschuss für eine Telefon-Hotline, bei der ehemalige Heimkinder ihre Lebensgeschichte erzählen und sich therapeutisch beraten lassen können.
Unter Telefon 0180 / 4100400 (je Anruf aus dem Festnetz 20 Cent) stehen ab Mittwoch (13.01.2010) zwei Berater bereit. Sie sollen auf Wunsch auch weitere Hilfen katholischer Beratungsstellen anbieten. Das Projekt, das die Ehe-, Familien- und Lebensberatung im Erzbistum Köln im Auftrag der Bischofskonferenz durchführt, ist zunächst auf ein Jahr angelegt, sagte der zuständige Diözesanbeauftragte Hannspeter Schmidt. Die Hotline wird montags, mittwochs und freitags von 9 bis 18 Uhr erreichbar sein. Zusätzlich gibt es eine Beratung im Internet.
Der Sekretär der Deutschen Bischofskonferenz, Pater Hans Langendörfer, sagte, die Bischofskonferenz bedauere zutiefst, dass "damals offenbar auch in katholischen Heimen Kindern und Jugendlichen Unrecht sowie seelische und körperliche Gewalt angetan wurde". Mit der Hotline wolle die Kirche ein klares Signal setzen, dass sie sich den Erwartungen ehemaliger Heimkinder stellen und sie bei der Aufarbeitung ihrer Lebensgeschichten unterstützen wolle. "Die Kirche will die Entstigmatisierung ehemaliger Heimkinder und ihre Rehabilitation".
Langendörfer betonte das große Interesse der Bischofskonferenz an der Aufklärung solcher Fälle. Er verwies auch auf weitere Initiativen wie ein Forschungsprojekt der Kirchen an der Universität Bochum. Die Bischofskonferenz setze sich auch dafür ein, dass ehemalige Heimkinder Einblick in ihre früheren Akten erhielten. Langendörfer verwies auch auf mehrere Gespräche des Vorsitzenden der Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, mit Betroffenen.
Die Vertreterin der Deutschen Ordensobernkonferenz, Schwester Sara Böhmer, bekräftigte die Bereitschaft der Orden in Deutschland, zur Aufklärung beizutragen. "Die Lebensgeschichten der Heimkinder sind auch unsere Lebensgeschichten", sagte sie. Viele Ordenseinrichtungen hätten eigene Forschungsprojekte und Aufklärungsbemühungen unternommen. Es gehe aber zunächst um die Schicksale einzelner Menschen. Viele katholische Heime befanden sich in Trägerschaft der Orden.
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Erstes Treffen des "Runden Tischs Heimkinder" (17.02.2009)
Kirche von A bis Z: Deutsche Bischofskonferenz
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Text:
KNA Katholische Nachrichtenagentur GmbH | Foto: pd
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